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Themen - a.c.larin

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1
Verbrannte Erde / Mariupol
« am: M?RZ 15, 2022, 18:52:29 »
Wir werden es in hundert Jahren noch beweinen,
das Unrecht, das der Mensch dem Menschen tat!
Wir werden Kränze niederlegen auf Gebeinen,
und wüssten doch trotz allem keinen Rat,

wie all das Morden zu beenden wäre!
Der Mensch hat es dem Menschen angetan!
Denn alle Schwüre gingen, Lügen gleich, ins Leere:
Klein fängt das große Böse in uns an!

Der Unverstand wird neue Wunden schlagen
und neue Wut und neuen Hass, in einem fort!
Wir werden es in hundert Jahren noch beklagen:
Begraben haben wir die Hoffnung dort.

2
Verbrannte Erde / Hybris
« am: M?RZ 13, 2022, 15:31:47 »
Immer wieder neu geboren
Hass und Trauer, Wut und Schmerz.
Immer wieder neu verloren
Himmelsträume - höllenwärts.

Immer wieder neu geächtet,
eine Waffe im Genick -
ausgeblutet,  roh geschächtet:
Menschenwürde, Kinderblick

3
Verbrannte Erde / PER VERS
« am: M?RZ 12, 2022, 17:25:34 »
Per Vers
lässt sich zum Krieg nichts sagen -
der Horror passt in kein Konzept:
Zerstört, zerbombt, in Furcht geschlagen
mit Blut, das an den Fingern klebt.

Pervers -
wie sich der Abgrund weitet!
und wie der Mensch zum Unmensch wird!
Verführt, verraten und verleitet.
Die Lüge schreitet unbeirrt.

Per Vers -
wird mir das Wort zur Waffe?
Dann will ich schweigen wie ein Grab!
Das Kriegsbeil schwingt der alte Affe -
und gräbt sich selbst das Wasser ab.

4
Eulenspiegeleien / Moderne Menschen
« am: Dezember 27, 2021, 16:43:09 »
Früher nahmen sie Keulen,
um einander die Schädel zu spalten.
Nun sind sie klüger geworden.
Doch wie sie auch wüten und morden:
Sie dienen dem Zorn, dem uralten.

5
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Von keimenden Saaten
« am: Dezember 24, 2021, 06:17:57 »
Was wir auf allen Feldern wachsen sehen,
steht auf wie Zauberlehrlings wilde Besen.
Ein großes Wüten ist da im Entstehen -
wo sind die Wütenden bislang gewesen?

Der freie Mensch verpflichtet sich dem Frieden.
Das möchte er. Dann folgt er seinen Ängsten.
Die Treiber schrein: Den Lämmern ists beschieden...
Der Kluge weiß: Die Dummheit währt am längsten!

Es lässt die Menschheit sich in Lager teilen.
Dazwischen werden Gräben riesengroß.
Dem Schicksal, sagt man, kannst du nicht enteilen:
Es stellt die einen wie die andern bloß!

Was Macht und Ohnmacht wirken,
das lässt sich nun erkennen:
Wie man Entwertete geschickt umschleimt,
bis wieder Städte, Länder, Kontinente brennen.
Doch auch die stille Saat des Guten keimt.

6
Im Gras wispert Hoffnung / Wunsch
« am: Dezember 04, 2021, 04:47:47 »
Sei von Zuversicht getragen,
auch in dieser dunklen Zeit,
ohne Zaudern, ohne Zagen:
Bleib von Groll und Gram befreit!

Sei von Mut und Kraft umsponnen,
die dir Wirkung gibt und Sinn,
auf dem Weg, den du begonnen,
dir und allen zum Gewinn!

Bleib von Liebe still durchdrungen,
die sich nicht erschüttern lässt -
was dem Dunklen abgerungen,
blühe auf zu großem Fest!

7
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Pandemische Zeiten
« am: November 29, 2021, 06:55:10 »
Pandemische Zeiten, sie fordern heraus –
aber nicht nur, will mir scheinen.
Ein winziges Etwas - wie sieht es denn aus? –
das spaltet, anstatt zu vereinen!

Ein tückisches Nichts, das macht, was es kann,
lebendig, will nur überleben!
Es zeigt uns die Grenzen: Du Mensch, irgendwann,
wirst auch noch dem Tod dich ergeben!

Doch nicht, weil du dumm wärst und ohne Verstand!
Dein Forschergeist lässt sich nicht dämpfen
Nur hast du noch immer nicht in der Hand
dein zorniges Wüten und Kämpfen!

Erwischt dich die Panik, dann ists mit dir aus:
Wo bleibt dein Begreifen, Besinnen?
Nur als Herr der Gefühle im eigenen Haus
wirst du deinem Jammer entrinnen!

Pandemische Zeiten, sie fordern HINEIN,
den eigenen Schmerz zu erkennen:
Vielleicht sind wir göttlich - vielleicht auch allein,
im Feuer wie Phönix zu brennen……

8
Verbrannte Erde / Verkannt
« am: November 26, 2021, 06:22:19 »
"Wir kennen uns von früher"
ist eine Illusion!
Der Weg, den du genommen -
wer weiß genug davon?

Der Schmerz, den du gelitten,
der Hindernisse Zahl,
erschließt sich nicht den Dritten.
Denn anno dazumal

ist lange schon vorüber!
Die Zeit hat uns beraubt:
Es blieb von dem nichts über,
was man zu kennen glaubt!

Das Leben hat die Wesen
genormt, geformt, verdreht,
zerstört und ausgelesen -
und mit dem Wind verweht.

9
Das Blöken der Lämmer / Mastermind
« am: November 13, 2021, 07:52:27 »
Alexis heißt mein Weggefährte,
der macht auf Knopfdruck, was ich will,
spricht kluge, weise, wohlgelehrte
Gedanken aus. Ist er mal still,

dann nur, um sich ums Haus zu kümmern:
Er kocht und putzt und heizt sogar!
Ich zähle nicht mehr zu den Dümmern:
Alexis macht mir Träume wahr!

Sogar des nachts gibts nichts zu klagen!
Alexis macht, dass nichts mir fehlt:
Geheimste Vorlieben zu wagen
gelingt, seit ich ihm dies erzählt....

Nur eines macht mir etwas Kummer:
Wasimmer ich ihm anvertraut
auf "Wolke sieben" - jede Nummer! -
steht tags darauf in einer Cloud....

10
Ach Natur Vergissmeinnicht / Nur so ein Blatt...
« am: November 10, 2021, 05:52:58 »
Nur so ein Blatt - es segelt durch die Lüfte.
Der Wind hat es von seinem Baum befreit
und treibt es wirbelnd vor sich her, durch Klüfte.
Er spielt mit ihm, als hätt er alle Zeit!

So wie das Kätzchen spielt mit einem Mäuschen,
aus Langeweile nur und ohne Not -
genussvoll gönnend ihm auch kleine Päuschen,
die kaum verhehlen, was am Ende droht.

Nur so ein Blatt! Hast du dich losgerissen,
um auch ein Blatt zu sein, verspielt im Wind?
Du schreist nach Freiheit, doch du solltest wissen,
dass nur ein neues Auf und Ab beginnt.

Noch mag der Wind dich heiter fortbewegen.
Bald aber hat er deine Launen satt:
Hält er den Atem an, wirst du dich niederlegen
wie Millionen andre auch, du kleines Blatt...

11
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Humor
« am: November 08, 2021, 08:58:12 »
Humor ist, wenn man trotzdem lacht!
Da stolpert wer um Mitternacht,
im Dunkeln stürzt er auf sein Knie
und lacht gequält, doch irgendwie...

Humor ist, wenn man trotzdem denkt,
der Menschheit sei Vernunft geschenkt.
Was wäre das schon für Gewinn?
Zumeist reichts nur für Eigensinn.

Humor ist, wenn man trotzdem meint,
dass uns ein gleiches Schicksal eint!
Das Schicksal aber, voller Hohn,
weiß oftmals leider nichts davon....

Humor ist, wenn man trotzdem glaubt,
es ließe sich - wenn überhaupt-
die Welt belächelnd schon erlösen
von all dem Irren, Wirren, Bösen.

Humor ist, wenn man trotzdem liebt,
was immer es zu lieben gibt -
solange, bis es wieder kracht!
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

12
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Im Banne des Lichts
« am: November 06, 2021, 08:58:21 »
Erglühe Herbst, in tausend Farben,
von purpurrot bis ockergold!
Den Träumen, die uns jäh erstarben,
sei einmal noch Tribut gezollt.

Erweise Wunder ohne Grenzen,
fernab Tristesse und Mäßigkeit,
in selbstvergessnem Strahlen, Glänzen,
was Demut wirkt in trüber Zeit!

Sei du, wenn sich die Tage wenden
die Hoffnung, die uns trägt und hält.
Wo Wahn und Wille wehrlos enden,
bleib du erinnernd in der Welt!

Nun lehre, Herbst, in deinen Bildern,
von ockergold bis purpurrot,
in den Gedanken, die verwildern,
den gnadenvollen, reifen Tod... 

13
Verbrannte Erde / Vor Gottes Ohr
« am: Oktober 30, 2021, 07:01:22 »
Ich will dich zwingen, Schicksal,
will dich niederringen,
weil du so unvorstellbar grausam bist!
Will dieses Leiden, das du mitführst, endlich zwingen
uns freizugeben. All die Hinterlist

mit der du unsrem Glück die Tür gewiesen,
soll rasch verenden wie die Nacht im Tag!
Ich will dich, böses Schicksal, glückhaft wenden!
Hoffnung sieh her, wie sehr ich klag!

Aus tiefster Seele rufe ich: Vergehe!
Aus tiefstem Grunde: Mache auf das Tor!
Da ich mich niederwerfe und nun flehe -
die Klage eingebracht vor Gottes Ohr....

14
Im Gras wispert Hoffnung / Puzzle
« am: Oktober 07, 2021, 09:48:55 »
Der Wahrheit winzigstes Teilchen
ist, was ich sehe -
was ich verstehe,
sind  doch nur Teile vom Bild!

Lass uns gemeinsam betrachten,
was wir als wichtig erachten.
Nur für ein Weilchen
zwingender Enge entsagen!

Lass uns die Zuversicht wagen,
Teilchen an Teilchen zu fügen,
bis wir einander genügen -
eines im andern erfüllt.

15
Verbrannte Erde / Faktum
« am: September 19, 2021, 07:09:15 »
Dein Schicksal findet immer einen Weg!
Dem Unabänderlichen wirst du nicht entrinnen.
Du kannst es drehen, wenden, wie du willst:
Dies ist ein Kampf, den kannst du nicht gewinnen!

Dein Schicksal findet dich, das ist sein Ziel!
Du magst ihm zürnen oder es betrauern,
magst Brücken bauen oder wehrhaft mauern:
Dein Schicksal sickert leise ins Gefühl....

Dein Schicksal, das bist du, was in dir ruht,
was in dir gärt, damit wirst du die andern quälen!
In tiefsten Grunde schrecklich -  oder gut ,
dem Abgrund nahe, doch noch klug zu wählen?

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