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Themen - a.c.larin

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Vom Glück der flüchtigen Momente
« am: Dezember 23, 2018, 16:54:24 »
Vom Glück der flüchtigen Momente

Dem Anfang, sagt man, wohnt ein Zauber inne,
den jeder weitre Tag nicht halten kann!
Blumen verblühen, leiser wird die Minne,
und aus den Kindern werden Alte, irgendwann.

Es morschen Bäume, selbst ein Fels verwittert,
Sonnen verglühen, Galaxien vergehn,
doch wirkt der Augenblick, in dem das Leben zittert,
erlösend freudvoll, sichernd Neubestehn.

Es ist das Glück der flüchtigen Momente,
das uns ein Ewiges erahnen lässt.
So wünschen wir der Seligkeit die Dauer,

und blieben gern zu Gast in ihrem Fest,
denn ihr Verwelken füllt uns an mit Trauer,
weil uns das Abschiednehmen nie verlässt.

2
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Die Mutter
« am: März 12, 2017, 20:36:28 »
Sie wars,
an der ich es zuerst gesehn -
und heute noch
erfüllt sich drin mein Leben,
sie lehrte Schenken mich,
auch das Verstehn,
dies: Über - sich - hinaus
zum Himmel heben.

Sie wars,
die mir ein großes Vorbild gab,
von dem ich immer noch
und alle Tage zehre,
die Hoffnung,
daß ich immer Hoffnung hab,
auf daß das Gute sich
zu Bess'rem mehre.

Sie wars.
Sie hat es eisern vorgelebt,
sehr oft verletzt, enttäuscht,
doch niemals zu beirren.
Und wenn sich heut
mein Herz über die Irrsal hebt,
so dank ichs ihr:
Dies Trotzen in den Wirren.
 

3
 Ihr draller Leib glich einer Pampelmuse,
ein fahles Gelb, verwasch‘nen Laken gleich.
Die Oberweite quoll ihr aus der Bluse,
die schlaffe Haut wie Wachs, so matschig weich.

Ihr Anblick war noch schlimmer als im Traume,
denn sie stand nackt vor mir in jener Nacht,
die Manneskraft verduftete im Raume,
dahin die Lust der ersten Maiennacht!

Mir stiegen auf die höchsten Liebesnöte,
mein bestes Stück versank in trübem Licht.
Nur fort von hier! Die helle Schamesröte
war mir Beweis: Da lohnt das Lieben nicht!


4
Zwischen Rosen und Romantik / Zart
« am: März 12, 2017, 17:31:12 »
Ich muss es dir ganz einfach einmal sagen:
Ich bin so froh in deiner Gegenwart!
Du lichtest Wolken und zerstreust die Klagen
auf eine ganz dir eigne Weise: Zart.

Du hörst das Unerhörte, will mir scheinen,
und siehst, was man gemeinhin übersieht.
Doch Großes teilt sich mit im Winzigkleinen,
das unbeachtet jeden Tag geschieht.

Du bist die Meisterin der kleinen Dinge!
Mit dir nimmt alles glücklichen Verlauf:
Du rührst mich an mit federleichter Schwinge -
und wenn du lächelst, geht die Sonne auf!

5
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Schlaf
« am: März 08, 2017, 19:27:37 »
1.   Schlaf
Wie seltsam ist es doch, sich niederlegen
im Wissen, dass man träumend sich verliert,
kaum ahnend, ob auf unbekannten Wegen
das Selbst den Weg ins Morgen finden wird!

Wie seltsam ist es doch, in das Vergessen
zu tauchen, ohne Zweifel oder Gram,
sogar erleichtert, dankbar im Ermessen
all jener Lasten, die zuvor man übernahm.

Komm, Bruder Schlaf, du freundlicher Geselle:
Du bist der Eine, der zum Schweigen bringt,
was Kummer je aus tief verborgner Quelle
an Unsaat auswirft, die das Herz durchdringt.

Bedecke du mit dunklem Nicht -Erinnern
für ein paar Stunden heilend meinen Sinn!
Wie seltsam ist es doch, mit dir im Innern
mich zu verlieren, wissend, dass ich bin....

6
Verbrannte Erde / Vor dem Winter
« am: Dezember 19, 2016, 18:48:56 »
Oh, ihr Tage trüb und grau verhangen-
zähe tropfend zieht die Zeit vorbei!
Federleichtes ist im Flug vergangen,
fast vergessen, wie die Lieder klangen,
die sich  zärtlicher zum Äther schwangen,
als wir jubelnd sangen sie im Mai.

Oh, ihr Stunden, mühevoll das Warten,
Licht entschwunden in der Dunkelheit!
Schicksal mischt genüsslich langsam Karten,
teilt uns zu die herben oder harten,
Endpunkt oder neue Rätselfahrten? -
macht uns zu Genarrten mit der Zeit.

Oh, ihr Worte, leise hingesprochen,
flehend um Erlösung durch den Sinn!
Wie oft ward uns nicht das Herz gebrochen?
Wie oft hat der Hafer nicht gestochen?
Dunkelheit umfängt uns noch für Wochen!
Träg sich schleppend zieht die Zeit dahin...

7
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Zum 40-Jährigen
« am: September 18, 2016, 21:04:34 »
Wir haben zusammen die Schulbank gedrückt
vor vierzig unglaublichen Jahren!
Seitdem ist uns manches misslungen, geglückt-
und mehr noch passiert, widerfahren.

Wir haben gemeinsam gelacht und geweint,
gefordert, gehofft und gerungen-
zuweilen zerstritten, doch oft auch vereint
Gewünschtes erstrebt und errungen!

Wir haben mitsammen gelitten, gelebt,
sind merklich gereift an den Wirren.
Was immer verletzt hat: Seid klug – und vergebt!
Wir konnten doch alle nur irren!

Was immer noch sein mag, erfülle mit Dank,
die Wege in Freundschaft zu lenken!
Denn immer noch leben wir – hoffentlich lang!-
um Liebe tagtäglich zu schenken.

8
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Immer noch (Liedtext)
« am: August 24, 2016, 09:20:27 »

Ich hab’ ein Foto in der Lade drin gefunden,
da warst du klein, ein Mädel noch mit Lockenhaar,
du hast gespielt mit Steinen wie mit kleinen Hunden
und jeder Tag mit dir war neu und wunderbar –

Du konntest Blicke senden, die mich so berührten,
das ich darüber manchmal auch die Zeit vergaß,
denn all die Träume, zu denen sie mich verführten,
die machten Spaß, die machten einfach so viel Spaß –

Nun ist die Zeit in Windeseile doch vergangen,
was du dir selber und auch andern nicht ersparst,
das wird durch dich geprägt, dein Wusch und dein Verlangen,
doch was auch immer du  in Zukunft offenbarst   -

           //: Ich seh’ dich immer noch, ich seh’ dich immer noch,
                ein wenig so, ein wenig so  wie du mal warst ://

Ich weiß noch gut, hier war mal eine grüne Wiese,
da lieferten wir uns so manche Fußballschlacht.
Vor 15 Jahren baute man genau auf diese
Ein Einkaufszentrum, hat ein Parkhaus aufgemacht.

Dort drüben suchten wir am Rand von Schotterteichen
Gelegenheit zum Flirt, für einen ersten Kuss,
um dann mit roten Ohren wieder heim zu schleichen –
heut ist dort nur die Umkehrschleife für den Bus.

An vielen Plätzen meiner Kindheit, vielen Orten,
da griff Veränderung um sich, nur langsam zwar,
doch letztlich endgültig und so, dass ich’s mit Worten
nicht sagen könnt’, was anderes wurde, Jahr um Jahr –

      //: Ich seh’ das immer noch, ich seh’ das immer noch.
                 ein wenig so,    ein wenig so,     wie das mal war.  ://

An uns sind viele Jahre schon vorbei gegangen,
wie schnell das ging, das hat uns beide überrascht.
Was wollten wir mit unserm Leben nicht anfangen?
Wie viel vom Glück hat jeder dabei wohl erhascht?

Nun seh’n wir unser Spiegelbild langsam ergrauen,
das man sich fragt: Sind wir mit denen da verwandt?
Doch wenn wir dann einander in die Augen schauen,
dann ist uns Vieles daran doch so wohl bekannt.

Und weil Erinnerungen ja nichts Neues lernen
Ist es auch gleich , ob du dich rundest, dich enthaarst,
denn uns’re Seele greift noch immer nach den Sternen,
selbst dann, wenn du mit 100 Jahren dich bejahrst  -

               //:  Ich seh’ dich immer noch, ich seh’ dich immer noch
                      ein wenig so, ein wenig so, wie du mal warst.  //


9
Im schönsten Wiesengrunde / Mühlviertel 2016
« am: August 21, 2016, 18:30:03 »
Die Runde

Sie saßen in illustrer Runde,
mit einem Gläschen in der Hand,
und nutzten jene Gunst der Stunde,
da eines sich zum andern fand.

Sie saßen mit verklärten Blicken,
mit vollem Herzen, offnem Ohr,
und fanden darin ihr Entzücken:
Sie lasen sich Gedichte vor.

Sie lasen, lauschten, lernten, lachten
und teilten ihren Lebenssinn,
den eignen wie den dargebrachten.
Froh flossen Stunden rasch dahin!

Dann warn, als sie zu Bett sich legten,
sie ausgeschöpft und doch so satt,
erfüllt ihr Raum des still Bewegten.
Wohl dem, der Gleichgesinnte hat!


Ihr Lieben - ich danke Euch für die vielen außergewöhnlichen Stimmungen und Gedanken, für die wunderbare Zeit, die ihr mir gegeben habt.
Allen voran, Dir, lieber Erich ein großes Dankeschön für Deine Gastfreundschaft und den friedlichen Platz unter Deinem Dache!

Diese Treffen sind wie ein Bad im Wunderbaren - wir sollten nicht aufhören, sie zu pflegen!

Berührt und beindruckt,
larin

10
Dämmergraues Sich-Erheben
aus der Nacht und ihren Schatten,
Träume, die die Menschen hatten,
werden bald vergessen sein!
So erwacht die Stadt zum Leben:
Ihre Wesen sind geschäftig,
holen Atem, tief und kräftig -
und ein Hahn beginnt zu schrein.

Milchigweißes Klarerwerden,
Busse fahren, immer voller,
rasch flitzt noch ein Motorroller
an der Ampel dort vorbei.
Mensch traben stumm, in Herden,
drängen sich an Pforten, Stiegen,
wie sie matt die Köpfe wiegen,
steinern noch ihr Konterfei!

Trübes Starren auf Geräte:
Kann euch Technik Liebe schenken?
Will sich keiner Freude denken,
ehe ihm die Zeit entrinnt?
Was vom Morgen ich erbäte:
Nur den Blick aus jenem Fenster,
das uns alle Nachtgespenster
fortjagt, eh der Tag beginnt.

11
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Ich alter Esel
« am: Februar 20, 2016, 21:56:15 »
Ich alter Esel trotte still
in lang gezog‘nen Spuren,
die ich zwar längst verlassen will,
doch hängt man mir die Fuhren

ans Kreuz und lässt mich weiterziehn!
Gewohnheit macht genügsam.
Und wollte ich auch jäh entfliehn:
Ich bin nicht mehr so biegsam!

Ich bin vom immer gleichen Trott
des Aufbegehrens müde-
und trabe weiter, mir zum Spott.
Schon nagt Erschöpfung rüde

an jedem Schritt! Die Zeit gerinnt
auf ewig gleichen Wegen -
als schlüge eine Uhr in mir,
in ihren letzten Schlägen....

12
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Ernüchtert
« am: Februar 17, 2016, 18:18:11 »
Verführe mich niemals mit Bildern und Tönen!
Ich möchte so gerne dem Schönen erliegen
und kann mich im Leben wohl nie dran gewöhnen,
zu sehen, wie flüchtig vorüber sie fliegen!

Verführe mich nicht mit den Worten, den zarten,
sind sie nur wie Windhauch ins Leere gegossen!
Es ist nicht genug, bloß zu hoffen, zu warten.
Ersehntes, das fern bleibt, macht weh und verdrossen.

Verführe mich nie mit den Träumen, den süßen!
Ich habe im Herben gelernt zu bestehen.
Auch wenn sie verheißungsvoll locken und grüßen -
ihr Schimmer verwirrt, um dann nur zu verwehen....

13
Erzählungen von Tausend und einem Halm / Das Wort zum Sonntag
« am: Februar 07, 2016, 09:27:23 »
"Das Wort zum Sonntag"

Das Problem mit dem Glauben ist nicht, dass man an etwas glaubt
(irgend eine Art von Erklärungsmodell für die Welt legt sich ja ein jeder zurecht), sondern dass man das eigene Dafürhalten jemand anderem aufzwingen will!

Und das hat dann nichts mit "religio" im eigentlichen Sinne zu tun, sondern mit Machtstreben, Machterhalt, Dominanz und
Einflussnahme!
Ohne (Staats) Macht gehts aber leider auch nicht.
Man kann das ja immer wieder beobachten: Dort,  wo ein Machtvakuum entsteht, streiten die Prinzen sofort um den verlassenen Thron!
Das ist, denke ich, biologisch so in uns angelegt, es ist Teil unserer Natur.

Ich war vor ein paar Tagen im Naturhistorischen Museum ( Ausstellung Erde 3.0), wo sehr interessant und aufschlussreich klimatische Entwicklungen im Zusammenhang mit der Entwicklung des Lebens und der Arten aufgezeigt wird. Und dabei kann man unschwer erkennen : Das Leben hatte von Anbeginn an  zwei Methoden auf dem Spielplan: sowohl Kampf, Konkurrenz, Durchsetzung bis zur Ausschaltung des Gegners als auch Symbiose, Synergie, Kooperation, Solidarität.

Das sind die Pole zwischen denen sich das Leben entwickelt hat - und wahrscheinlich auch weiterhin so entwickeln wird.
Der Mensch stellt manchmal fest: Methode 2 wäre die "menschliche" ( so hätten wirs halt gern), aber dann schlägt  die Natur im Sinne von im Stammhirn gespeicherten Ur-Erfahrungen durch und verhilft Methode 1 zum Durchbruch.
Wir nennen dann gerne das eine "gut" und das andere "böse". Vom Blickwinkel der Naturgeschichte gibt es wohl weder das eine noch das andere. Gott und Teufel sind allein unsere Erfindungen, Verallgemeinerungen von "nützt mir " (=Gott) oder "schadet mir" ( =Teufel).
So betrachtet ist es plötzlich sonnenklar, dass es konsequent durchgerechnet  nach dem Konkurrenzprinzip 7 Milliarden Götter oder Teufel geben könnte - minus jener nach dem Kooperationsprinzip ( = Vereinheitlichung)  weggefallenen Götter oder Teufel.

Gäbe es also das Kooperationsprinzip nicht auch, dann könnte es noch weitaus schlimmer sein!
Da haben wir ja vielleicht gerade noch mal Glück gehabt, hin und wieder zumindest.
Aktuell gefragt: Willkommenskultur oder Grenzzaun? Wohl beides, wenn man Realist bleiben will.

Zwischendurch kommt es dann neckischweise alle paar Millonen Jahre zu einem Supergau und Artensterben (Ursachen unterschiedlich) - und dann fängt die ganze Maschinerie von vorne wieder an!

Jetzt brauchen wir nur noch zu raten, wer die nächste dominierende Art ist, die den Bach runtergehen wird.
Bislang hat sich zwar noch keine Art darüber Gedanken machen müssen - weil es noch keine Art konnte, doch wir werden es müssen, weil wir es können! Was uns vielleicht aber auch nix nutzen wird.

So what  - als conclusio?
Vielleicht könnten wir ja mal darangehen  und uns  selber nicht mehr ganz so ernst zu nehmen - weil wir doch auch nur eine Spielart der Natur sind, und nichts weiter.

Schönen Sonntag noch - und vergesst nicht, euch im Spiegel zuzulächeln!
larin

14
Mit Löwenzahn und Lebensfreude / Weihnachtliches Küchengeheimnis
« am: Dezember 18, 2015, 18:19:52 »
Echt - wer hat den Bogen raus - welcher kluge Pinkel
biegt die Sache mit Geschick und im besten Winkel?

Mittig dicker, schlank am End, überall gerundet,
weil gekonntes Ebenmaß doch viel besser mundet!

Nicht zu zierlich, nicht zu plump, niemals auch vergessen:
Erst zu Weihnachten, du Lump , wird es aufgefressen!

Wende weise, mit Bedacht, mache sie vanillig!
Nicht zerdrücken, sachte, sacht, sei behutsam, willig!

Schlichte in die Dose ein die exakten Stapel -
keiner nascht jetzt - Zunge rein - denn hier wacht Miss Marple!

Nur ein ganz verwegner Geist langte nach dem Teller.
Anstand ehrt ja , doch zumeist sind die Lüste schneller.... ;D

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Ich oder ich oder wer?
« am: November 29, 2015, 10:55:40 »
Manchmal hat man so Gefühle,
die man nicht erklären kann:
Stille, laute, heiße, kühle
spült das Leben in uns an.

Und sie branden hoch wie Wellen,
fordern gierig den Verstand,
ihre Gründe zu erhellen:
Ob ein Sinn sich darin fand?

Denn was können wir schon wissen
von dem Leben in uns drin?
Unbewusstes wirft zerschlissen
wüst chiffrierte Botschaft hin!

Darum müssen wir uns fragen,
was die Seele zu uns spricht.
Will sie uns was Kluges sagen -
oder aber - leider nicht?

Ach, wie sind wir doch getrieben
in dem großen Boot der Zeit!
Alles Hassen, alles Lieben
führt uns weit - und auch zu weit!

Manchmal hat man so Gefühle,
sitzt darin als Passagier
wie auf schwankendem Gestühle.
Doch verdammt - wer steuert hier?

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