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Themen - a.c.larin

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1
Ach Natur Vergissmeinnicht / Salzkammergutlied
« am: Dezember 23, 2025, 18:09:27 »
Hier war ich frei – und meine Seele formte Flügel,
sie weilte schwerelos in Berg und Tal!
Sie brauchte weder Trost noch Zaum und Zügel,
ließ hinter sich zurück, was Last und Qual.

Hier war ich selbst! Hier bin ich mir begegnet
Nach eigenem Begehr und ohne Muss.
Es sei die Erde, sei das Land gesegnet,
das Liebreiz spendet, so im Überfluss!

Hier sollt auch ihr, wonach euch je gelüstet,
genießen, herzhaft und mit frohem Sinn!
Die Freuden, die euch aus dem Leben sprießen,
in Demut nehmen – dankbar fürs „Ich bin“!

(meiner Mutte gewidmet)

2
Mit Löwenzahn und Lebensfreude / Mein Weihnachtswunsch
« am: Dezember 20, 2025, 17:17:06 »
"Im Advent erscheint ein Licht" -
I wär froh, wenn man was sicht,
weil des Nebelwetter heuer
dringt durch Knochen und Gemäuer!

Jeder Tag vertropft so düster,
und der nächste wird noch wüster!
Stund um Stund wirds immer nässer.
War des früher ned viel besser?

Schnee und Glatteis, Sturm und Wind -
Halsweh, bis die Nasn rinnt....?
Nur ned jammern , alte Haut!
Tapfer wird auf Gott vertraut:

"Herrgott, sei ka schiacha Lackl,
so a Wetter wird zur Plag!
's Christkind braucht bald a Schinakl!
Schick dei Liacht - bei.Nacht UND Tag!"

3
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Am seidnen Faden
« am: August 23, 2025, 06:21:16 »
Am seidnen Faden hängt das Leben,
am seidnen Faden, Stück für Stück -
und wie auch immer wir dran weben:
Am seidnen Faden hängt das Glück!

Momente sinds, die es entscheiden,
schon dreht des Schicksals Gunst sich um:
Das Lachen wandelt sich in Leiden
und was erst klug erschien, wird dumm!

Am seidnen Faden hängt das Hoffen,
zerplatzt oft Zukunft wie ein Traum!
Lag sie verführerisch auch offen:
Im Handumdrehen schwindet Raum!

Was bleibt? Verbürgtes mag verderben,
da ist kein Halten und kein Trost!
Das Weiterleben wie das Sterben:
Am seidnen Faden ausgelost!

4
Im Gras wispert Hoffnung / Wunsch
« am: August 23, 2025, 06:10:53 »
Sinke, Tag, von meinen Schultern
wie vom Ochsen das Geschirr -
denn, was du mir abverlangtest,
Machte müde mich und wirr!

Jede Faser meines Körpers
schreit Erschöpfung, fordert Ruh -
und so taumle ich benommen
einem tiefen Traume zu....

Fliehe, Tag, aus meiner Seele
und entlaste ihren Sinn,
dass im Schlaf sich von mir stehle,
was ich nicht in Wahrheit bin!

Alles Bangen, alles Sorgen
kehre um zu Kraft und Mut -
schenke Neubeginn am Morgen
und das Wissen: Es ist gut!

5
Im Gras wispert Hoffnung / Wunsch
« am: Januar 26, 2024, 06:56:54 »
Mögen Engel dich begleiten,
Raphael und Azrael,
dich durch Qual und Irre leiten,
ohne Falsch und ohne Fehl!

Mögen Engel dich umsorgen,
wo kein Mensch es mehr vermag,
im Vertrauen wohlgeborgen
dir die Kraft sein für den Tag!

Mögen Engel dich behüten,
dir erhellen auch die Nacht,
alle Liebe dir vergüten
und dich führen, sanft und sacht....

Mögen Engel dich bewegen,
Hoffnung schenken, ungetrübt -
und dein Herz in Hände legen,
wo es nur noch Liebe gibt.

6
Zwischen Rosen und Romantik / Kleine Dinge
« am: Januar 01, 2024, 12:23:29 »
Kleine Dinge füllen unser Leben:
Was man tun und was man lassen soll!
Zahllos ist uns manches aufgegeben,
und die Tage werden übervoll.

Eingezwängt in tausend kleinen Dingen,
die so mühsam und doch wichtig sind,
die uns nerven, auch an Grenzen bringen,
maulen wir, gelangweilt wie ein Kind.

Doch das Leben hängt an diesen Pflichten:
Es  bewährt sich in der Disziplin!
Was wir demutsvoll, getreu verrichten,
was uns oft bedeutungslos erschien,

ist Essenz, nur so kann es gelingen,
legt den Kern und legt das Wesen bloß:
Zwischen vielen tausend kleinen Dingen
wächst die Liebe - und wird riesengroß!

7
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Raunächte
« am: Dezember 25, 2023, 06:46:48 »
Nun sind die Nächte rau.
Die Seelen liegen blank.
Sie halten Innenschau
und sagen leise Dank

für Gutes, das da war.
Die Stunden tropfen zäh.
Gedanken werden klar.
Doch ist das Herz dir weh,

lass gut sein, wie es ist!
Denn auch durchs dunkle Tal
führt irgendwo ein Weg
aus Jammer, Not und Qual!

Sind wir in Gottes Hand,
so wie das Blatt, das fällt?
Lass brennen, Herz, dein Licht!
Im Dunkeln liegt die Welt.

8
Verbrannte Erde / In dunklen Nächten
« am: Dezember 24, 2023, 03:24:38 »
In dunklen Nächten fallen wir,
erloschnen Sternen gleichend,
dem Tode nahend, Schritt um Schritt,
ihn schlussendlich erreichend -

In dunkle Nächte fallen wir,
so, wie schon andre fielen,
und unsre Seele, hüllenlos,
befreit von ihren Zielen,

tritt still zurück aus Raum und Zeit.
Wie lässt es sich benennen?
Der Tod ist groß, in Ewigkeit -
und nichts, das wir noch kennen.

9
Ach Natur Vergissmeinnicht / Im Wintersturm
« am: Dezember 04, 2023, 17:24:30 »
Was die Winterstürme raunen,
wenn sie über Gipfel wehn,
sich in Böen, ihren Launen,
an den Wipfeln jäh vergehn?

Wie sie johlen, höhnisch lachen,
dennoch achtlos weiterziehn,
selbst wenn Bäume niederkrachen,
machtlos, ihnen zu entfliehn -

Wie die Winterstürme dröhnen,
spukend in der Dunkelheit,
bis die Wälder ächzend stöhnen:
Du erbarmungslose Zeit!

Nächtens ist mir bang geworden,
nur die Katze macht mir Mut
vor den eisig-wilden Horden!
Nahe an der Ofenglut

suchen wir uns zu erwärmen -
da ist noch ein wenig Licht!
Dieses Tosen, Brüllen, Lärmen:
Triffts uns - oder triffts uns nicht?

Beide warten wir nun bange,
teilen doch das gleiche Los:
Herz an Herz und Wang an Wange
legt der Sturm die Seelen bloß....

10
Wo Enzian und Freiheit ist / Wie ein Biber
« am: Dezember 02, 2023, 20:02:23 »
Wie ein Biber baute er die Dämme:
Hoch und höher! Bäche staute er
in der Hoffnung, dass er überschwemme
alles Land dahinter. Bis es bräche
liebte er sein Machwwrk sehr!

Aber nur, um es voran zu treiben,
fiebernd nach dem neuen Höchstrekord!
Um dann schaudernd anzusehn das Treiben,
wie gebannt am Ufer zu verbleiben,
riss der Wasserdruck die Äste fort!

So ist wohl der Mensch: Er sucht das Viele,
will das Größte, Höchste ohne Maß!
Und kann doch nicht anders als die Ziele
selbst zu sabotieren, im Gefühle
der Zerstörungslust! Doch welch ein Spaß

liegt, geheimnisvoll, im Niederbrechen?
Alle Dinge gehen ihren Gang!
Und so wird der Mensch sich selber schwächen:
Trägt Zerstörtes in sich ein Versprechen?
Tod und Leben, Untergang - und Neuanfang?

11
Ach Natur Vergissmeinnicht / Grauer Tag
« am: November 30, 2023, 07:59:07 »
Nur allmählich wird die Stunde heller
und die Nacht verkriecht sich unterm Stein -
die Erstarrten atmen wieder schneller,
lässt das Licht schon Raum genug, zu sein?

Über Nacht ist jede Lust erfroren
und dein Schritt hat einen fremden Klang!
Stell den Kragen hoch, versteck die Ohren,
denn die Stille macht so weh und bang!

Es ist nichts - und dennoch mag es drohen
wie Gewitter, das den Berg erklimmt -
welches, was da war an lichten, frohen

Lebenspuren in den dunklen, rohen
Rachen trüber Zeiten schleudert,
alles Licht und alle Hoffnung nimmt.





12
Das Blöken der Lämmer / K(n)opflos!
« am: November 29, 2023, 13:44:45 »
Es lebt der Mensch nach Gottes Willen
nicht allzu lang, drum nimmt er dann,
wenns an der Zeit ist, ein paar Pillen,
damit er länger bleiben kann.

Was muss er da sich einverleiben
an Tees, Tabletten und Dragees?
So kann er sich die Zeit vertreiben-
und manchmal auch all die Wehwehs!

Nur gilts, die Brille aufzusetzen,
sonst geht die Sache blöde aus-
und merk dir ja, an welchen Plätzen
du dir was hinlegst, denn - oh Graus!-

der Knopf vom Hemd war abgerissen!
Er lag ganz harmlos auf dem Tisch,
daneben, in der Form ihm ähnlich
die Kapsel.(Öl vom Meeresfisch)

Na klar - das musste ja so kommen:
Man guckt nicht hin, schon ists zu spät!
Den Hemdknopf hab ich eingenommen-
die Pille an das Hemd genäht!

13
Verbrannte Erde / Schicksalsfragen
« am: November 28, 2023, 07:18:33 »
Unweigerlich dreht sich das Rad der Zeit
im Kreislauf eines strengen "Auf- und - Nieder",
das längst Vergangene kommt immer wieder,
bewegt das Helle sich in neue Dunkelheit!

Willst du voran, oh Mensch? Du gehst im Kreise!
Und niemals wirst du dir auch selbst entfliehn -
magst du auch hoffend neuer Wege ziehn:
Du lebst und stirbst auf die dir eigne Weise!

Wie kannst du je darin den Sinn begreifen,
das Wesen deiner eignen Existenz?
Wie kann dein Geist und deine Seele reifen?

Entlang des Abgrunds wirst du suchend schweifen!
Wird dich ein Blitzstrahl der Erkenntnis streifen,
der dich entheben wird der Progredienz?


14
Mit Löwenzahn und Lebensfreude / Im Sprachfluss
« am: November 26, 2023, 08:25:18 »
Ich weiß nicht, wo die Wörter sind -
wenn ich Gedichte schreibe,
dann ists, als ob ein Bächlein rinnt,
in dem ich selig treibe!

Ein Strom, der durch die Seele drängt,
den eignen Maßstab setzend,
fast zwingend sich durch Engen zwängt,
das Leben neu benetzend.

Ich weiß nicht, wo das alles war,
woraus ist es entsprungen -
dem unbewussten Lebensgrund
quecksilbrig abgerungen?

Und wenn es einmal fließen will,
dann scheint es auch zu wissen,
warum es fließt, geheimes Ziel,
es sucht danach, beflissen!

Dann bin ich ein Getriebener
und fühl mich dennoch frei -
im Einklang mit mir selbst und dem,
was werden will: Es sei!

15
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / An Grenzen
« am: November 22, 2023, 07:25:48 »
Wenn heut geboren wird ein Kind
geht es in welche Welt?
An Kriegen wird die Menschheit blind,
Zusammenhalt zerfällt.

Was rät man ihm, dem kleinen Licht,
bei all der Dunkelheit?
Kann man es schützen oder nicht
vor dieser neuen Zeit?

Wie lehrt man es Wahrhaftigkeit,
Geduld und Toleranz -
wenn so viel Leid zum Himmel schreit?
Morbider Totentanz!

Sie kommt an Grenzen, diese Welt,
lässt viele dort allein!
Wenn heut ein Kind geboren wird:
Wie mag sein Leben sein?

An Grenzen wandert es dahin,
wohl selten leicht und froh -
ein Kampf um Leben, Wert und Sinn,
war das schon immer so?


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