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Themen - Erich Kykal

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1
Zwischen Rosen und Romantik / D/s
« am: Juni 16, 2022, 21:35:52 »
Dominant

Versonnen will ich deine Anmut ehren,
wenn du ins Knie fällst, meiner Lust zu dienen,
die deine spiegelt, wenn sich unsre Mienen
begegnen mit des anderen Begehren.

Ich darf dich führen, fördern und behüten,
geadelt durch dein innigstes Vertrauen.
Ich breche dich, um stärker dich zu bauen,
und so dir deine Liebe zu vergüten.

Ich schenke dir die Kraft, dir zu verzeihen,
entrückt den Dingen, die dein Leben quälen,
und die dein wahres Auferblühen hemmen:

So viel an Aufgestautem hinter Dämmen,
weil du nie wagen durftest, selbst zu wählen -
du wähltest mich, dich endlich zu befreien.


submissive

Wie ist mein unverbrüchliches Verehren
Beruhigung mir, Geborgenheit verheißend,
wenn deine große Stimme, an mir reißend,
gebietend mahnt, dir alles zu gewähren.

Aus deinem Becher will ich alles trinken,
was er mir schenkt. Dir einzig zu gehören,
will ich Gehorsam dir und Treue schwören,
und ganz in deiner Dominanz versinken.

Der süße Schmerz aus deinen heißen Händen
erlöst mich aus gelernten Konventionen,
die mich erschlagen und gebrochen fänden,

wenn nicht dein ernstes Strafen und Belohnen
mich so versöhnte mit dem Drang der Lenden,
dass du mich schaffen konntest und bewohnen.

2
Verbrannte Erde / Lebensdiagnose
« am: Juni 09, 2022, 21:53:23 »
Die Nacht erstickt die Blicke nach der Ferne,
und eine Stube rückt mir seltsam nah,
in der zu wenig von zu viel geschah,
woraus ich lebe - und das Leben lerne.

Im Dunkel nisten schon die ersten Sterne
dort draußen, die ich selten funkeln sah.
Wie lange, frag ich, bin ich wohl noch da,
und frag mich vieles - und nur wenig gerne?

Die Zeit erscheint mir wie ein Zauberbuch,
darin ich keinen Spruch zu deuten wusste.
Das Leben ängstigt wie ein Arztbesuch,

der über kommendes Geschick entscheidet,
und was man dabei bang erfahren musste,
bestimmt ein Schicksal, das man still erleidet.

3
Im Gras wispert Hoffnung / Liebe lieber
« am: Mai 25, 2022, 11:04:37 »
Traurig stehst du, tief verschlossen,
an der Kante der Gedanken,
bringt dein Gleichgewicht ins Wanken,
in Erinnerung zerflossen.

Liebe lieber, liebes Leben,
deiner Tage Auferstehen,
die dein sinnliches Erflehen
trinken möchte und erheben.

Grübelnd grämst du dich im Kerker
ewig kreisender Probleme,
steigerst dich in die Extreme
wahnhaft wütender Berserker.

Liebe lieber, liebes Leben,
deiner Stunden Auferweckung,
deren flüchtige Entdeckung
dich begehren macht und beben.

Trübe wandelst du im Schatten
greiser Träume, und ihr Zerren
wie Befehle kalter Herren
lässt dein wundes Herz ermatten.

Liebe lieber, liebes Leben,
die minütliche Erfahrung
deiner Sinne: Die Bewahrung
aller Dinge, die wir geben.

4
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Tenebrae
« am: Mai 16, 2022, 20:36:01 »
Vergangen, verloren, im Dunkel vergoren,
woran ich einst glaubte mit glühender Pein.
Entraten, verbogen, ins Dunkel gelogen
der Rest, den ich trug durch ein aschenes Sein.

Entkommen scheint möglich in seltenen Stunden,
wenn Lust mir wie Licht meine Nächte erhellt.
Danach bin ich weiter dem Dunkel verbunden,
das gnädig verhüllt, was mein Leben entstellt.

Dem Dunkel verwandter, dem Dunkel vertrauter
als allem, was leuchtet und strahlt ohne mich,
wird weicher das Harte, das Leise wird lauter,
und süßer der Schmerz, der dem Herzen entwich.

5
Verbrannte Erde / Ledig und kinderlos
« am: Mai 16, 2022, 20:21:25 »
Ich habe reichlich an der Welt gerochen,
die sich mir lüstern bunt entgegen wand
und mich erfüllte bis zum letzten Rand,
bis ich verbogen wurde und gebrochen.

Ich habe mich dem Kommenden versprochen
wie eine Lust, die nie Erlösung fand,
verlor mich und den letzten Rest Verstand
in diesem Spiel und meines Blutes Pochen.

Was bleibt von mir, der sich vergoss ins Leben,
und doch nichts zeugen konnte von Bestand?
Was trägt von all dem willigen Bestreben,

das nichts gebar, das irgendetwas zählte?
Die linke hält allein die rechte Hand,
um Leere auszusperren, die sie quälte.

6
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Die menschliche Natur
« am: April 17, 2022, 13:25:13 »
Im Osten wird entrechtet und geschlachtet
im Namen dummer Männer an der Macht.
Auch Kinder werden dabei umgebracht
von Mördern, hirn- wie herzlos und umnachtet.

Doch nicht mal diese Metzelei von Tieren
erachtet wohl der Wohlstandsmensch als Grund
genug, sich aufzuraffen. Sein Befund
erweicht ihn nicht, sich ganz zu engagieren.

Am Bildschirm tritt Gewöhnung ein – das Sterben
erreicht die Augen noch, doch nicht die Herzen
genug mehr, dass die ungestillten Schmerzen
der Leidenden uns je den Tag verderben.

Man tut, als gehe das verlogne Morden
uns gar nichts an, sind wir nicht selbst betroffen,
und nur, wer Menschen noch nicht kennt, fragt offen:
Wie sind wir, und warum, je so geworden!?

7
Verbrannte Erde / Täter und Opfer
« am: April 12, 2022, 09:50:32 »
Die Härte züchtet Mordmaschinen
aus einstmals sanften Arbeitsbienen,
und Russlands Militär war hart
vom Zaren bis zur Gegenwart.

Kein gutes Wort für die Kadetten,
die sich in den Gehorsam retten,
um einzig nur zu überleben,
was ihre Obersten erstreben:

Brutal und grausam sei der Affe
mit der ihm anvertrauten Waffe
zu jedermann in Feindeslanden,
bis möglichst keiner mehr vorhanden!

Er töte wahllos Zivilisten
(die wären ohnehin Faschisten),
auch deren Frauen oder Kinder
wie in der Schlachterei die Rinder,

denn Härte sei Soldatenehre!
Was kann man tun bei solcher Lehre,
als die Versehrten zu begleiten -
Geopferte auf BEIDEN Seiten ...

8
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Wladimir, was denkst du dir?
« am: April 12, 2022, 09:35:57 »
Es ist im Großen wie im Kleinen:
Die Kleinen balgen sich und weinen -
die Großen müssen Beispiel geben
für ein verständnisvolles Leben,
damit die Kleinen sich erraffen,
einst mehr zu werden als nur Affen.

Dein Land ist groß, mein Wladimir!
Was also bitte denkst du dir,
dich wie ein Schulbub zu betragen,
wenn andere dir widersagen?
Schlägst um dich ohne Fühl und Reife -
mein lieber Wladimir – begreife,

dass du ein Vorbild gibst für alle!
Der Mensch geht leicht in jene Falle,
die ihm verspricht: Wenn er sich prügelt,
sich nicht mehr für Gemeinschaft zügelt,
wird alles klar und einfach hier!
Ach Wladimir, was denkst du dir?

9
Im Gras wispert Hoffnung / Osterritus
« am: April 09, 2022, 10:45:55 »
Und wieder wird es Zeit für Rituale,
als könnten wir nicht ohne ebendiese
gemeinschaftlich bestehen. Die Verliese
des Geistes drehen weiter die Spirale

von stumpfer Wiederholung: Deren Bande
versichern schwache Seelen ihrer Nähe
im Trost, den ohne Handlung keine sähe
in einem in Konsens erstarrten Lande.

Den einen ist es heiligste Verrichtung,
den anderen nur Brauchtum, Kolorit,
doch viel zu viele machen eifrig mit
bei dieser zerebralen Fehlgewichtung.

Wann wird die Menschheit jemals wohl erreifen,
kann ohne Krücken aufrecht stehn und handeln
und diese Welt in einen Ort verwandeln,
den alle als den einzigen begreifen?

10
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Schlüssiger Vergleich
« am: April 08, 2022, 19:39:38 »
Der Putin macht's wie Hitler fein,
der einst die freien Länder foppte -
verleibt sich kleine Happen ein,
zu sehen, ob ihn jemand stoppte.

Und als die Mehrheit peinlich schwieg
zu Rheinland, Ostmark und Sudeten,
schien sicher ihm der Polensieg -
jedoch die Welt hat sich's verbeten!

Auch Putin folgt nun der Prämisse,
dass Krieg noch immer statthaft sei,
und Wahrheit knetbare Kulisse
für sein erhabnes Konterfei!

Er malt die alten Feindesbilder
dem eigne Volke an die Wand
und wütet täglich immer wilder
mit herzenskaltem Unverstand!

Zuletzt soll die Ukraine zahlen
dafür, dass sie zum Westen wollte!
Egal der Zivilisten Qualen -
er straft den Sklaven, dem er grollte!

Ein Großreich will er wieder schaffen,
gefürchtet von der ganzen Welt.
Und treulich folgen ihm die Affen
der eignen Art, ganz wie bestellt.

Wie Hitler will's der Putin machen,
wie Stalin auch im eignen Land:
Wer anders denkt, hat nichts zu lachen,
und wer erst tot ist, hält den Rand ...

11
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Keine Verallgemeinerung!
« am: April 07, 2022, 18:04:15 »
„Die Mörder sind Russen!“ - Nicht nur sie, aber wahr.
Die Bedeutung ist klar.
Doch „Die Russen sind Mörder!“ im Umkehrschluss -
das ist und bleibt Stuss!

Ein jedes Volk hat Mörder – doch das sind nicht alle!
Geht der Verallgemeinerung nicht in die Falle!
Die Körper müssen tun, was Köpfe kalt befehlen!
Ersetzt die Köpfe bloß, damit sie Frieden wählen!

12
Verbrannte Erde / Schadimir Blutin
« am: April 07, 2022, 17:31:49 »
Der Schadimir, der Schadimir,
der ist ein kaltes Mordgetier -
greift wie Neander gern zur Waffe,
um zu erobern wie ein Affe -
Schadimir Blutin!

Der Schadimir, der Schadimir,
sprach zu sich selber: Ich verlier
jetzt jede Achtung vor dem Leben,
um mich zum Halbgott zu erheben -
Schadimir Blutin!

Der Schadimir, der Schadimir,
entschloss sich weiter: Ich kastrier
die freie Presse, mache Meinung
zu wahreitsleugnender Verneinung -
Schadimir Blutin!

Der Schadimir, der Schadimir,
der träumte sich als großes Tier,
das anfällt, was es fressen möchte -
Ach Schadi – wenn so jeder dächte!
Schadimir Blutin!

Der Schadimir, der Schadimir
wird weitermachen dort wie hier,
denn seine Macht hängt an der Lüge,
mit der er heiligt seine Kriege -
Schadimir Blutin!

13
Zwischen Rosen und Romantik / Liebe
« am: April 02, 2022, 14:13:58 »
Liebe ist Vertrauen, Nähe,
ist dem Liebenden, als sähe
er in Augen, die ihn trinken,
seine eigenen versinken.

Liebe ist Vergebung, Güte,
deren herzgereifte Blüte
in den Händen, die sich fassen,
duften will und nie verblassen.

Liebe ist Berührungsfülle
in- und außerhalb der Hülle,
die uns trägt durch alle Jahre.
Liebe ist: Das Wunderbare.

14
Verbrannte Erde / Alles wiederholt sich
« am: M?RZ 29, 2022, 10:18:12 »
Von Stalin zu Putin, wer sah es wohl kommen?
Sinister die Herren der östlichen Zeit.
Verhärtete Taten, Gewissen verschwommen
und blind gegenüber verursachtem Leid.

Sie fanden sich Feinde im „gierigen Westen“,
verseuchten die Köpfe der reifenden Brut,
und wüteten hart in den schüchternen Resten
all jener, die ehrlich noch waren und gut.

Wer schweigt oder mitmacht, hat bessere Karten!
Willkommen im Reigen der schändlichen Tat!
Sie herrschen durch Angst oder Lüge mit harten
Parolen und Märchen vom „bösen Verrat“.

Von Stalin zu Putin – wer sah es nicht kommen,
der offen es wagte zu schauen, was kam?
Doch hat deren Stimme wohl keiner vernommen -
die Süße es Wohlstands macht träge und lahm.

So kommt's, wie es kommt, seit sich Menschen erdreisten,
von „Größe“ zu träumen und lockender Macht.
Das Lebenslicht flackert – es jubeln die meisten
sich blind in die Schwärze der kommenden Nacht.

15
Erzählungen von Tausend und einem Halm / Geschichtsblind
« am: M?RZ 29, 2022, 09:50:53 »
Die Menschen lernen nichts aus der Geschichte!
Durfte man nach dem Schisma des 2.WK noch eine Zeit lang glauben, wir hätten, zumindest in den sog. "freien Ländern", unser kindisches Territorialverhalten, was Kulturen und Ideologien betrifft, und unsere Unfähigkeit, neue empathielose Diktatoren kommen zu sehen, endlich für längere Zeit überwunden, so muss man sich nun eingestehen, dass sich die Geschichte wohl rascher wiederholt, als so mancher angenommen hatte, der sich noch an all die Lügen und Gräuel jener Zeit erinnern konnte!
Die Menschen lernen nichts aus der Geschichte!
Die alten Lügen werden von soziopathischen und perfiden Männern der Macht um jeden Preis neu gesponnen, und neue Generationen fallen genauso darauf herein wie ihre Urgroßväter – immer wieder, trotz moderner internationaler Medien – das Internet wird sogar noch von den Verbreitern menschenfeindlicher Ideologien und Geschichtslügen geschickt missbraucht, um ihren herztoten Gedankenmüll rasch verbreiten zu können! - Und die vermeintlichen Guten, die „freien“ Demokratien des „Westens“, ergehen sich lieber in korrupter Selbstdemontage, oder kriechen den neuen Diktatoren willig bis hilflos in den Allerwertesten, um nur ja die Wohlstandslage ihrer Länder und damit die Wiederwählbarkeit ihrer Parteien nicht zu gefährden.
Dabei bemerken sie kaum, wie sehr ihre eigenen Gesellschaften bereits von extrem rechtem Gedankengut unterwandert worden sind, tun zu wenig und zu spät etwas dagegen, während die manipulierten bildungsfernen Wutbürger aller „neuen“ Ideologien haltlos herumkrakeelen und die Stabilität der Gesellschaft immer weiter unterminieren. Und wer hilft mittels professioneller Trollfabriken zu manipulieren? Ebenjene neuen Diktatoren, die alle sie gefährdenden Demokratien möglichst nachhaltig destabilisiert sehen wollen!
Die Menschen lernen nichts aus der Geschichte!
Wie eh und je verführte und belogene Massen, die an die Gerechtigkeit ihrer jeweiligen Sache und an das Gerechtfertigtsein jeglicher Mittel glauben, um sich gegen verordnete und agitativ untergejubelte Feinde durchsetzen zu dürfen! Die neue Zeit der harten Fronten, der harten Worte und der harten Taten ist da – nicht dass welthistorisch sensibilisierte Leute wie ich nicht seit Jahrzehnten davon geredet und dagegen angeschrieben hätten … - Aber was nützt das, wenn Menschen wie seit eh und je lieber Parolen und einfachen Lösungen nachlaufen, oder väterlich gestenhaften starken Männern, die so tun, als hätten sie nur das Wohlergehen ihrer „Schäfchen“ im Auge …
Die Menschen lernen nichts aus der Geschichte …

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