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Themen - gummibaum

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1
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Dreifaltigkeit
« am: Heute um 20:37:14 »
Der Teufel ist präsenter, als wir dachten.
Drei Viertel fast sind dunkle Energie,
die Galaxien auseinander brachten.
Das Dunkle stemmt sich gegen Harmonie.
 
Und doch erscheint der Teufel nun als lieber, 
als jemand, der die Schöpfung still bewahrt,
der Schwerkraft trotzt als Auseinander-Schieber,
und uns den Kollaps in das Nichts erspart.   

Drum Vorsicht mit entrüstetem Getöse,
fängt euch der Teufel wieder einmal ein.
Und wären wir auch fast drei Viertel böse,
es könnte etwas Gutes darin sein …

2
Verbrannte Erde / Verblendung
« am: Heute um 15:49:03 »
Die Lichtschutzbrillen ausverkauft?
Das kümmerte mich nicht.
Ich bin kein Mensch, der Haare rauft,
ich liebe Sonnenlicht.

Die Finsternis war wunderschön.
Doch folgt dem Trotz die Stille.
Ich muss sie lebenslänglich sehn
und trag jetzt eine Brille …

3
Das Blöken der Lämmer / Mein Seelchen
« am: Heute um 15:04:40 »
Die Maus auf meinem Tisch hat mich gebissen,
als ich die linke Taste angetippt,
und mir beim Scrollen in die Hand geschissen.
Ich wäre, glaubt mir, beinah ausgeflippt.

Beim Rechtsklick hat sie mit dem Schwanz geschlagen.
Die Kabelpeitsche fuhr mir durchs Gesicht.
Wie konnte sie nur solche Bosheit wagen?
Vielleicht erkannte ich ihr Seelchen nicht.

Ich habe sie mit Käs und Speck gefüttert
und mich für ihren treuen Dienst bedankt.
Vor Freude hat das kleine Tier gezittert
und gleich nach meiner Steuerhand verlangt … 


4
Das Blöken der Lämmer / gelöscht
« am: Heute um 14:53:59 »
gelöscht

5
Das Blöken der Lämmer / Therme & Co.
« am: August 11, 2026, 23:23:37 »
Das Wasser salzig, sprudelnd, warm,
ein Polster Luft um jeden Arm.
Er paddelt wie ein kleiner Hund
und spritzt mich nass mit seinem Mund.

Danach, gestärkt im Eiscafé,
erbricht er einen Milchshakesee,
doch äußerst sich, betreten still,
dass er gleich morgen wieder will …

6
Im Gras wispert Hoffnung / Von Pech zu Glück
« am: August 11, 2026, 23:18:27 »
Seniorenheime, kleine Läden
und Bänke, schattig und verträumt.
Die Bächlein zieren Algenfäden,
und jeder Weg ist so gesäumt.

Ein Kind betrachtet kleine Schnellen
mit Wasserstrudeln ganz entzückt
und nascht von süßen Mirabellen
und Zwetschgen, die ich abgepflückt.

Ein Schiffchen, aus Papier gefaltet,
tritt seine Fahrt an, doch es kippt 
und wird zum Fetzenfloß gestaltet,
das auf den kleinen Wellen wippt.

Das Missgeschick zu überwinden,
verschließt das Kind nun seinen Mund
und wirft das Obst … wir beide finden
es rollend auf des Bächleins Grund.

Mal schnell, mal langsam, mal mit Hüpfen.
Ein jedes Stück nach seiner Art. -
Das Spiel, das wir ins Fließen knüpfen,
ist überreich an Gegenwart …


7
Ach Natur Vergissmeinnicht / Müde
« am: August 09, 2026, 15:30:18 »
Die Sonne macht die Bäume trocken,
es fällt ihr Laub schon im August,
im Schwarz der Ackerbohne Flocken
von Weiß aus Disteln müder Lust.

Die Eicheln, unreif abgefallen,
es knarzt der Schritt auf ihrem Schrot,
und durch des Bergblicks Weite wallen
die Stäube wie des Lichtes Tod.

Ich sammle mich aus allen Dingen
als einer, der mit ihnen fühlt,
und berge meiner Seele Schwingen
im Innern, wo mein Schatten kühlt …

8
Das Blöken der Lämmer / Abebe Bikila
« am: August 07, 2026, 22:36:31 »
Ich kann mit meinen achtzig Jahren
beim Schuhkauf langsam Rente sparen,
denn mit Arthrose in der Fessel
genügt ein Spurt zum Fernsehsessel.

Nun hat mein Enkel mich gebeten,
doch wieder aus dem Haus zu treten,
er suche nämlich Unterhaltung
beim Training neuer Laufentfaltung.

Da er jetzt hundert Meilen eile,
besuche ihn die Langeweile,
doch explodierten zwanzig Stunden
bestimmt mit Opas Blindschach-Runden.

Kein Brett sei nötig, noch Figuren,
nur Sport & Hobbies Laufbandfluren.
Ich solle dort nur gleich die besten
der Hundertmeilenstiefel testen.

So weit, so gut, wir wurden einig.
Mein Wermutstropfen blieb alleinig
der Preis der ultrasanften Sohle,
das tat mir weh um meine Kohle.

Jedoch hab ich für Blindschachrunden
beim Langlauf ein Idol gefunden.
Denn Barfußsieg war längst schon da.
Ich folg Abebe Bikila …

(Der äthiopische Marathonläufer wurde 1960 in Rom barfuß Olympiasieger.)

9
Wo Enzian und Freiheit ist / Lach doch mal!
« am: August 04, 2026, 14:55:11 »
Ich konnte oft als Kind nicht lachen,
und es verursachte mir Qual,
es mühsam andern nachzumachen,
denn immer hieß es: „Lach doch mal!“

Beim Foto auf der grünen Wiese,
mein Papa hielt die Kamera,
rief Mama: „Hallo, nicht so miese!“
Ich übte ernst ein „Ha-ha-ha.“ 

Gekünstelt war es immer wieder,
ich hatte aber keine Wahl,
und blickt wer heute traurig nieder,
entfährt mir hilflos: „Lach doch mal!“ …

10
Verbrannte Erde / Im Rollstuhl
« am: Juni 30, 2026, 22:02:45 »
Geborgen zwischen meinen Schenkeln
fährt eine Batterie von Enkeln
mit mir im Rollstuhl durch die Auen
und sucht im Land nach Kinderfrauen.

Die letzten sangen abends Lieder.
Es blieben nur zerfetzte Glieder.
Die Kinder warnten noch: „Gespenster!“
Dann flog der Drohnenschwarm durchs Fenster.

Die Eltern sind vor ein paar Jahren
vom Urlaub nicht mehr heimgefahren:
„Den Opa wird sein Glück erfreuen,
im Krieg die Kleinen zu betreuen“ …


11
Das Blöken der Lämmer / Barometrische Askese
« am: Juni 30, 2026, 21:59:30 »
Ich fühlte mich total belastet
vom Luftdruck, etwa 20 Tonnen.
Ich habe deshalb streng gefastet
und mit den Messungen begonnen.

In Schritten sank die Oberfläche
der Haut erfreulich auf zwei Drittel,
der Druck verspürt schon eine Schwäche,
nur 13 Tonnen noch im Mittel.

Die Depression ist schlicht verschwunden,
und schaff ich weitre 13 Tonnen,
leb ich den Göttlichen verbunden
fernab der Luft in höchsten Wonnen …

12
Im Gras wispert Hoffnung / Erlösung
« am: Juni 29, 2026, 12:18:26 »
Die Hitze ließ die Menschen giemen.
Sie hielten ihren Atem an.
Ihr Denken keuchte unter Striemen.
Die Sonne schlug wie ein Tyrann.
 
Heut früh war Tanz auf allen Straßen.
Der Regen fiel, es wurde kühl,
und alles, was wir schon vergaßen,
begegnete sich im Gefühl… 

13
Im Gras wispert Hoffnung / Alternder Mohn
« am: Juni 02, 2026, 17:43:19 »
In einer Vase welkt der Mohn, 
den ich am Feldrand pflückte.
Das zarte Rot zerknittert schon,
verliert die Frische, die entzückte.

Doch ist er anders schön auch jetzt,
mit seinen Runzeln eher eigen,
als könnte er, von Zeit verletzt,
nun standhaft seine Würde zeigen.

Und plötzlich trägt er mein Gesicht.
Es lächeln alle Falten. -
Verliert das Altern sein Gewicht,
und ich die Sorgen, die ihm galten…

14
Verbrannte Erde / Andere Wege
« am: Juni 01, 2026, 13:39:55 »
Mein Vater, Staragent James Bond,
belächelt meinen Horizont,
und nuschelt zur Berufsidee:
„Von mir aus mach doch Makramee!“

Er jagt die dunkle Macht im All
und paddelt durch den Wasserfall,
derweil ich wolkige Gefühle
in den Hospizen sorgsam kühle…

15
Das Blöken der Lämmer / Gemeine Hundsrute
« am: Mai 26, 2026, 21:13:59 »
Im Wald, an einem hübschen Ort,
steht eine Bank und lädt uns ein,
bei milder Rast im grünen Hort
des Stifters eingedenk zu sein.

Heinz war hier gerne, steht geschrieben,
und wünscht den Späteren ein Gleiches,
denn, was von diesem Mann geblieben,
erfreut sich eines fernen Reiches.

Wir nehmen Platz für eine Rast,
und meine Frau wirkt recht verzagt,
weil etwas nicht zum Gleichklang passt,
das durch das Laub am Boden ragt.

Ich sehe es orange schimmern
und feg die Blätter leicht zur Seite,
in Sorge, etwas zu verschlimmern,
als ich mit Fingern drüber gleite.

Ein rauer Schaft, so mäßig steif,
orange und mit schwarzem Spitz,
und ehe ich ihn zart umgreif,
denk ich: oh, nein, der folgert: spritz.

Ich wende mich, um froh zu sagen:
„Ein Pilz!“, und sehe meine Gute
am Handy jetzt, KI zu fragen:
„Er nennt sich hundsgemeine Rute.“

So weit, so gut, die Garantie. -
Im Weiterwandern löst sich keins
der Worte unsrer Phantasie:
Es war bestimmt ein Stück von Heinz …


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