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Themen - Curd Belesos

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Ach Natur Vergissmeinnicht / Das große Blühen
« am: März 15, 2019, 22:11:51 »

Fort zog der Winter, doch die kalten Horden
verließen Wald und Flur zur zögerlich,
obgleich der Schnee den Sonnenstrahlen wich,
ist die Natur nur langsam wach geworden.

Zwar steht der Krokus schon in bunten Farben,
auch sieht man gelbe Winterlinge stehn,
doch Leberblümchen sind noch nicht zu sehn,
so muss man bis zum Frühlingsanfang darben.

Doch lässt man uns ja nicht mehr lange warten,
weil schon der Haselstaub die Nase reizt,
und auch die Weide nicht mit Kätzchen geizt,
so kann der Lenz das große Blühen starten.

Auch spür ich schon in mir ein leises Beben
tief in der Seele und vor Lebenslust
schlägt mir das Herz noch wilder in der Brust,
denn es erwacht zu neuem Liebesleben.

© Curd Belesos

2
Das Blöken der Lämmer / Ruhet in Frieden II
« am: März 10, 2019, 18:32:03 »

Hier ruht der Pfandbeleiher Herr Claus Tal,
geboren einst im schönen Zellerfeld,
sein Leben endete mit Schmerz und Qual,
man nahm es ihm und stahl auch noch sein Geld.

Hier ruht der Zahnarzt Herr K. Ries
dem ich gern seine Blümchen gieß,
denn er hat meinen Zahn gezogen,
ganz ohne Schmerzen – ungelogen.

Im Massengrab liegt hier der Herr G. Beine
ganz ruhelos und nimmt es daher krumm.
Er liegt seit langer Zeit schon ganz alleine,
denn alle andern bettete man um.

Hier ruht der Architekt R. Bauer
die meisten hielten ihn für schlauer,
doch stürzte ihm sein Hochhaus ein
und ihn erschlug ein Ziegelstein.

Der Schneidermeister Herr G. Flickt
ruht hier in Frieden in der Gruft,
er war im Leben zwar ein Schuft,
doch Frauen hat er stets beglückt.

Hier ruht der Spanier Z.el Kasten,
der war zu dick und wollte fasten,
doch hat er es dann übertrieben,
nur Haut und Knochen sind geblieben.

Hier liegt der reiche H. B. Nichts,
der nie etwas gegeben.
aufgrund des himmlischen Gerichts,
darf er nun nicht mehr leben.

© Curd Belesos 28.02.2019

3
Ach Natur Vergissmeinnicht / Sturmflutwarnung
« am: Februar 15, 2019, 15:11:35 »
Wenn hoch zum Deich die Meeresfluten steigen,
und sich gleich Irrlicht wie aus einem Traume
die weißen Flocken von der Wellen Schaume
wie Blüten in den windgepeitschten Zweigen

von Bäumen hängen, die die Wipfel neigen,
spür ich in mir ein heimlich stilles Bangen,
denn jede Sturmflut hat so angefangen,
und in den Häusern herrscht ein tiefes Schweigen.

Es kann kein Stern am  Firmament sich zeigen,
weil dunkle Wolken durch den Sturm getrieben
sich vor den Mond und alle Sterne schieben,
egal wie hoch sie stehn im Himmelsreigen.

Doch sieht man dann im Lichte früh am Morgen,
dass trotz des Drängens der Naturgewalten
die Deiche diesen Kräften standgehalten,
ist mir das Herz befreit von Angst und Sorgen.


© Curd Belesos

4
Das Blöken der Lämmer / Ruhet in Frieden I
« am: Januar 30, 2019, 22:03:13 »
Hier ist das Urnengrab von H.G. Stolz,
er war aus einem ganz besondern Holz,
und brannte lichterloh mit seinem Sarge,
auf dass kein Holzwurm jemals an ihm nage.

Hier ruht in Gott, der selige K. Plan,
er nahm sich armer Menschen gerne an.
Sein letztes Hemd verschenkte er zum Schluss,
so dass er nackt im Grabe liegen muss.

Hier ruht der alte Penner Otto Mane,
der Winter deckt sein Grab mit weißer Plane,
denn er erfror in seinem Pappkarton
im hohen Schnee hinter der Busstation.

Ein Bettler, dessen Leben karg
und ohne Freud gewesen ist,
ruht hier in einem Pappesarg
für Ewigkeiten öd und trist.

Hier ist das Grab von Frau S. Cort,
auch der Bestatter liebte sie,
nun ist sie samt dem Sarge fort
neigt er denn zur Nekrophilie?

Hier ruht der Gärtner Peter Silie
im Erbbegräbnis der Familie,
man pflanzt ihm Blumen zwar so dann und wann,
doch er schaut sich nur noch die Wurzeln an.

Hier ruht der kluge Zauberer Herr Lich
in seinem reich geschmückten Grabe,
er hatte eine selt‘ne Gabe,
doch nützt sie ihm nicht mehr seit er verblich.

© Curd Belesos

5
Zwischen Rosen und Romantik / Der Lenz im Herbst
« am: Januar 30, 2019, 00:19:23 »
Der Mai der Jugend hat mir nicht gegeben,
was mir der Herbst an Liebe nun gebracht,
auch selbst in Träumen hätt ich nie gedacht,
dermaßen Schönes einmal zu erleben.

Nun ist der Lenz im Herbst zu mir gekommen,
da mir dein strahlend blaues Auge lacht,
was mir das Herz so froh und glücklich macht,
seit du mich zärtlich in Arm genommen.

Mein Leben lief in einsam, stillen Bahnen
des grauen Alltags ruhig vor sich hin
es konnte nichts von diesem Glücke ahnen.

Doch seit ich deinem Charme erlegen bin
weiß ich der Liebe Füllhorn zu genießen,
und will mich den Gefühlen nicht verschließen.

© Curd Belesos

6
Zwischen Rosen und Romantik / Endymion
« am: Januar 28, 2019, 23:48:09 »
Mein Leib schmiegt sich ganz zärtlich an den deinen,
mit wilder Lust und voller Emotion,
du bist mein junges Glück Endymion,
wenn wir uns beide liebevoll vereinen.

Dir will ich mich mit jeder Faser schenken,
denn deine Manneskraft macht mich verrückt;
weil sie mich jedes Mal erneut entzückt,
kann ich auch nur noch an das Eine denken,

das still im Herzen sehnsuchtsvoll verborgen.
Auch blieb mein Mund seit Jahren ungeküsst,
und weil es Herbst in meinem Leben ist,
wünsch ich mir dieses Glück mit dir auch morgen

und für die Zukunft dann an allen Tagen.
Ich will dir dankbar in die Augen sehn,
denn die Gefühle sind so wunderschön;
dass sie mich in den siebten Himmel tragen.

© Curd Belesos

7
Mit Löwenzahn und Lebensfreude / Weinselig
« am: Januar 27, 2019, 23:12:49 »
Wie schön begegnet mir im Herbst das Leben,
wenn zwischen bunten Blättern an den Zweigen
sich groß und prall die süßen Trauben zeigen,
denn der Gedanke an den Most der Reben

lässt mir das Herz im Leib vor Lust erbeben,
und bei der Winzerinnen frohem Reigen
zu Flötenklang und stimmungsvollen Geigen
möcht ich beglückt in andren Sphären schweben.

Doch will ich auch der Liebe mich ergeben,
trifft Amors Bogen mich mit seinen Pfeilen
und liebestrunken zu der Einen eilen,

um dann mit ihr gefühlvoll zu erleben,
was wir in stillen Stunden oft schon dachten,
doch bisher nur in unsern Träumen machten.

© Curd Belesos

8
Ach Natur Vergissmeinnicht / Wintergedanken
« am: Januar 26, 2019, 23:33:59 »

Der Winter hat das Zepter nun erhalten,
denn eisig stürmt der Wind am Meeresstrand,
treibt seine Flockenherde übers Land
und wird die Welt nun weiß und kalt gestalten.

Zwar hat der Herbst mit seinem Erntesegen
in einer bunten Welt uns reich beschenkt,
doch wenn man auch mit Freude an ihn denkt,
ist er doch viel zu früh dem Frost erlegen.

Nun müssen Bäume große Lasten tragen,
die weiße Pracht drückt ihre Zweige schwer
ein mancher Ast beugt tiefer sich und sehr
bald lässt der lange Schneefall ihn verzagen -

er wird mit Krachen sich dem Druck ergeben.
Doch wenn im Lenz ein neues Grün dann sprießt,
ein warmes Sonnenlicht sich hell ergießt,
erwacht nicht nur der Wald zu neuem Leben.

© Curd Belesos

9
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Niederdeutsch
« am: Januar 26, 2019, 16:37:27 »

Ich sitze stundenlang im Arbeitszimmer
und hoffe, dass die Verse mir gelingen,
nur kann man den Erfolg ja nicht erzwingen;
doch meine liebste Muse hilft mir immer,

und rät mir einen Apostroph zu machen,
wo ich ein ganzes, langes Wort geschrieben,
womit ich ihr den Blutdruck hoch getrieben,
doch sie erzählt mir auch noch andre Sachen,

vom Niederdeutsch an Nord- und Ostsee Küsten,
wo nur die Alten noch das Plattdeutsch kennen,
die sie die Sprache ihrer Ahnen nennen,

und die wir unbedingt erhalten müssten.
Man wird das Deutsch an Schulen neu gestalten,
um so das Platt der Nachwelt zu erhalten.

© Curd Belesos

10
Mit Löwenzahn und Lebensfreude / Prost Neujahr
« am: Januar 01, 2019, 00:30:48 »
Hier im Land zwischen den Meeren,
an dem schönen Ostseestrand
will ich das neue Jahr heut ehren
ist hier doch mein Heimatland,
wo Silvester Böller krachen
und der Rum in Strömen fließt;
hier kann man gut Urlaub machen
wenn’s nicht grad aus Eimern gießt.
Doch das neue Jahr lässt hoffen,
dass manch Wunsch sich noch erfüllt
denn es sind sehr viele offen,
die das alte nicht gestillt.
Lasst uns nun nach vorne schauen,
hoffend, dass uns viel gelingt,
und die Werke die wir bauen,
nicht nur Wolkenschlösser sind.

In diesem Sinne – Prost

© Curd Belesos

11
Mit Löwenzahn und Lebensfreude / Silvester Brauchtum
« am: Dezember 30, 2018, 14:25:10 »

Wenn uns der Feinstaub durch die Gassen  weht,
und wir bei Champus, Hugo und Mojito sitzen,
die Leuchtraketen in den Himmel flitzen,
dann weiß das alte Jahr Bescheid - und geht,
weil schon ein neues vor der Türe steht.

Wenn dann ein jeder froh das Glas erhebt,
kann man dem alten Jahr den Abschied singen,
so dass dem neuen gleich die Ohren klingen,
denn nun ist man nur noch darum bestrebt,
dass Lärm und Saufen Jahre überlebt.

© Curd Belesos

12
Geburtstagskinder / Knackis "Happy Day"
« am: November 30, 2018, 00:08:04 »
Lieber Knacki,
auch wenn du schon sehr lange nicht mehr geschrieben hast, jedenfalls nicht hier, wo ich dich lesen kann, alles Liebe zum "Happy Day" oder ist er das nicht für dich ???

LG
CB

13
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Buß und Bettag ???
« am: November 26, 2018, 21:35:47 »

Wurd uns das Sein von einem Gott gegeben?
Muss man ihm dafür ewig dankbar sein?
Fühlt er sich denn so einsam und allein,
dass er mit Menschen spielt und deren Leben?

Wer schuf denn ihn am Anfang aller Zeiten,
und gab ihm Macht die Erde zu erbau ’n?
Warum soll man nur ihm allein vertrau ’n,
wo doch die Teufel seine Macht bestreiten?

Er hat uns all nach seinem Bild erschaffen.
Ist er narzisstisch, findet sich so schön,
lässt uns als kleine Doppelgänger gehn,
sind unsre Ahnen nicht vielleicht doch Affen?

Mit dem Verstand, ist das nicht zu ergründen,
er gab nicht all sein Wissen mit hinein,
denn ganz wie er sollten wir wohl nicht sein,
drum werden wir die Antwort niemals finden.

© Curd Belesos

14
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Endlich ist das Leben (Totensonntag)
« am: November 25, 2018, 16:27:40 »

Endlich ist es, was wir Leben nennen
und was sich uns auf der Erde zeigt.
Niemand wird vor seinem Tod erkennen,
dass ein Gott sich gnädig zu ihm neigt,

um ihn nach dem Sein zu sich zu nehmen,
wie es Abraham dereinst versprach.
Das sind doch nur religiöse Themen -
gibt es denn ein Leben im Danach?

Alle Schöpfer wurden nur erkoren,
weil der Geist das Dasein nicht erfasst
und wir sind auch ohne sie verloren,
selbst wenn es den Gläubigen nicht passt.

Viele Götter hat es schon gegeben.
Jeder hat die Menschheit drangsaliert.
Keiner zeigte ihr den Sinn im Leben,
sondern hat aus Machtgier sie verführt,

den Propheten, Predigern zu glauben,
bis man sich ihm sklavisch dann ergab,
ließ sich auch sein freies Denken rauben -
doch niemals steigt er auf aus seinem Grab.

© Curd Belesos

15
Zwischen Rosen und Romantik / Oh komm mein Herz
« am: November 16, 2018, 22:02:42 »

Wie wunderbar ist doch das Leben
seit du in meinem Herzen bist;
ich bin dir willenlos ergeben,
wenn mich dein Mund so zärtlich küsst.
   
Die Mächte, die das Schicksal weben,
sie geben auf uns beide acht,
wenn eng wir zueinander streben
mit süßer Lust in mancher Nacht.

Ich will nach edler Minne streben,
Gedichte schreiben nur für dich;
hinauf zum siebten Himmel schweben -
oh komm mein Herz und liebe mich.

© Curd Belesos

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