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Themen - Copper

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1
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Der Suchende
« am: April 24, 2026, 23:58:56 »
Ich suche dich in allen Dingen,
in allem, was mich beugt und hält.
In frohen Liedern, die erklingen,
in jeder Träne dieser Welt.
 
Ich suche dich in jeder Freude,
in jeder Hoffnung, die mich trägt.
Im Gestern, Morgen und im Heute
und in der Trauer, die mich schlägt.
 
Ich suche dich mit weitem Denken,
mit allem, was die Seele rührt.
Mit meinen Sinnen, die mich lenken.
Wo ist der Weg, der zu dir führt?
 
Ich suche dich in allen Dingen,
im Ewigen, im Jetzt und Hier.
Ein Finden kann mir nicht gelingen,
drum bete ich mich hin zu dir.

2
Ach Natur Vergissmeinnicht / Erdig
« am: April 08, 2026, 15:17:50 »
In meinem Herzen scheint die Sonne,
die mir durch alle Sinne dringt.
So reicht mir schon zur größten Wonne,
wenn dort im Baum ein Vogel singt.

Ich will vom Leben nichts erwarten,
es schenkt mir viel, was es erschafft.
Und blüht so, wie ein bunter Garten
und spendet täglich neue Kraft.
 

3
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Fratze.
« am: April 04, 2026, 23:36:22 »
Mit hässlicher Gebärde,
die uns gut gefällt,
schleifen wir die Welt.
Wir töten diese Erde
und alles, was uns hält.

4
Das Blöken der Lämmer / Botulinumtoxin
« am: M?RZ 27, 2026, 20:18:45 »
Du wärst gern schön wie Taylor Swift?
Dann spritze dir doch Nervengift,
in dein Gesicht, unter die Haut.
Es hilft der Arzt, dem man vertraut.

Dann schwinden schnell die Zeitenfalten,
doch lässt sich mehr noch neu gestalten,
wenn du nur eifrig weiterspritzt.
Bis auf dem Hals was Fremdes sitzt.

Bis man - durch deinen Schönheitswahn,
dich anwirbt für die Geisterbahn.
Und jeder kommt, um dich zu sehen!
Und keiner will zur Swift mehr gehen!!

Nun die Moral von der Geschicht':
Gespritzte Schönheit gibt es nicht.

5
Verbrannte Erde / Wanderung
« am: Februar 20, 2026, 19:51:07 »
Dein Dasein ist ein schmaler Gang,
ein Gehen ohne Breite-
noch suchst Du nach mehr Weite.

So führt ein mattes Streben,
ein letztes "Sich Erheben"
den dunklen Abgrund Dich entlang.

6
Verbrannte Erde / Ewig
« am: Februar 17, 2026, 20:07:25 »
Wie soll ich mich entscheiden?
Soll ich nun mit Dir leiden,
oder dich verlassen
und in dunklen Gassen
mir neue Wege weiten?

Will eng mich an Dich binden
damit wir uns einst finden
im Licht der Ewigkeiten!

7
Verbrannte Erde / Chronisch
« am: Februar 10, 2026, 13:33:13 »
Jeden Morgen sterbe ich mich in den Tag hinein.
Jede Stunde hoffe ich es wird die letzte sein.

Tag zu Tag ein Weiterreichen
ausgelebter Zeitenleichen,
die nur Trauerreime singen.
Frohgesang will nicht gelingen.

Und wieder fällt ein Baum.
Das Herrchen schlägt den Hund.
Der Seele kümmerts kaum,
sie wird nicht mehr gesund.

8
Sprüche, Gedanken, Gescheites / Ach
« am: Februar 04, 2026, 17:19:39 »
Überlautes Vorwärtsschreiten,
hoffnungsvolle Aufrechtzeiten
gänzlich bleibt uns, alt und schwach
nur ein leis gebeugtes: -Ach.

9
Das Blöken der Lämmer / Güteklasse A
« am: Mai 06, 2025, 21:51:18 »
Ist spät am Abend man nicht satt,
ist glücklich der, der Eier hat.
Ob hart gekocht, gerührt, geschlagen
fünf Eier füllen schnell den Magen
und sind schön warm noch obendrein,
ja, Eier schmecken köstlich fein.
Am besten schmecken mir nur die;
von Nachbars buntem Federvieh.
Ich will mir schnell mal welche holen,
in dunkler Nacht auf leisen Sohlen.

10
Sprüche, Gedanken, Gescheites / Zu Gast
« am: Mai 04, 2025, 23:27:45 »
Ich sitze gern in fremden Gärten,
dort darf ich faul und freier werden.
Im eigenen ist's schwer zu ruh'n,
er zwingt mich ständig was zu tun.

So bin ich gern im Nachbargarten,
ich muss von mir dort nichts erwarten.
Doch mach ich mal in meinem Rast,
stört mich sofort ein dürrer Ast.


11
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Tacheles.
« am: Februar 23, 2025, 20:29:51 »
Es wird, weil wir die Freiheit lieben,
das Ungewollte abgetrieben.
Bevor man einen Schreihals stillt,
wird er im Mutterleib gekillt. 

Rund Hunderttausend Mal im Jahr
bringt man der Freiheit Opfer dar.
Der Bauch der Frau gehört nur ihr.
Drum Störenfried, schnell weg mit dir.
 
An Mutter sein will sie nicht denken,
sie will ihr Leben nicht verschenken
nur wegen einer geilen Nacht.
Nein, Kleiner, du wirst umgebracht.

Nun gehts dem Leben an den Kragen.
Kein Schreien hört man und kein Klagen.
Der Unvernunft ihr letzter Wille,
vollzieht der Arzt in aller Stille. 

Nun mein Vergleich, wenn's euch auch graust:
Es gibt ihn noch, den Holocaust,
noch ein Gedanke nebenbei:
Statt Arbeit macht Abtreibung frei.

Rund Hunderttausend Mal im Jahr
bringt man in Deutschland Opfer dar.

12
Im Gras wispert Hoffnung / Begegnung
« am: Januar 21, 2025, 12:19:24 »
Mich bittet aus der Ferne
der Tod zum Rendezvous.
Er wartet nicht so gerne,
ruft mir ein "Eile!" zu.

"Du musst nicht mehr verharren,
in dieser dunklen Welt,
nun steige auf den Karren,
er ist für dich bestellt!"

Und als ich zu ihm eile,
wird mir das Herz so leicht,
als ob ich ganz verheile,
weil jede Sorge weicht.

Das Glück, nach dem wir streben,
das ewiglich besteht,
kann nur der Tod uns geben,
weil Leid mit ihm vergeht.

Ich fürchte nicht das Sterben,
mich trägt die Zuversicht:
Der Leib, er wird verderben,
und ich geh heim ins Licht.

13
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Weihnachtskater
« am: Januar 05, 2025, 13:09:22 »
Es sind mir jene Geister fremd
die durch die Gegend flitzen,
mit Plastikkrönchen auf dem Haupt,
mit Kleidern die schlecht sitzen.

Sie treiben es zur Weihnachtszeit,
am sechsten Januar.
Besuchen jedes Haus im Dorf
und bringen Ständchen dar.

Sie singen für den Gottessohn
den Lobpreis auf den Herrn,
weil jener die Erlösung bringt,
doch diese scheint mir fern.

Es wird gesagt, erst nach dem Tod
wird die Erlösung kommen.
Erlösung gäbs im Himmel nur
und dort nur für den Frommen.

So wandeln wir durch diese Zeit
ertragen Schmerz und Not
und glauben dass Erlösung kommt,
zumindest nach dem Tod.

14
Das Blöken der Lämmer / C+M+B
« am: Dezember 02, 2024, 12:43:01 »
Sie kommen gelaufen zu mir jedes Jahr:
Der Kaspar, der Melchi und auch Balthasar.
Sie singen ein Liedchen, es klingt nicht sehr toll
und schreiben mit Kreide die Haustüre voll.
Dann schauen sie freundlich, nun wollen sie Geld,
umsonst gibt es nichts mehr in unserer Welt.
Man sollte beim Spenden kein Geizkragen sein,
drum werf ich zwei Euro ins Geldkästchen rein.
Sie ziehen von dannen, es nebelt Weihrauch,
sie klingeln beim Nachbarn, dort betteln sie auch.

15
Sprüche, Gedanken, Gescheites / Unbesorgt
« am: November 24, 2024, 18:46:38 »
Ich bin auf dieser Welt nicht ewig,
drum kümmert mich die Welt sehr wenig.

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