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Themen - Agneta

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Wo Enzian und Freiheit ist / Wirr im Kopf
« am: Juni 17, 2018, 09:49:36 »
Wirr im Kopf

Anpacken, auspacken
- Kindheit weht um Umzugskisten.
Die Luft ist kühl des Nachts.
Wie damals.
Poesie vom Reißbrett,
angerissen, ausgerissen
Stücke meines Lebens, Düfte, Gräser,
Streuselkuchen wie vor fünfzig Jahren.
Gefühl erwächst aus Umzugskisten,
weggezogen ausgezogen
bis aufs Hemd.
In welcher Kiste war das noch?

2
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Der Krimi
« am: Mai 27, 2018, 13:11:29 »
Der Krimi

Er lief spät abends im Fernsehen. Ich war schon eingeschlafen und wachte wieder auf.
Ein Krimi aus einer Zeit,
wo Verbrecher aus einfachen Schichten kamen,
wo Väter ihre Kinder schlugen
und das für ihr gutes Recht hielten.
Ein Krimi aus der Zeit,
wo der Platz der Frau am Herd war,
wo man offiziell erst poppte, wenn man verlobt war
und wo angetrunkene Männer abends verwaschene Bademäntel trugen,
aus Baumwolle mit Streifen.
Manchmal waren sie blau, manchmal weinrot, die Streifen.
Eine Zeit also, wo alles noch seine Ordnung hatte.
Made in Germany.

Mitten in der Nacht löschte ich die Lichter in meinem schicken Einfamilienhaus am Stadtwald.
Meine Familie schlief längst.

Ich war daran hängen geblieben.
An dem Krimi aus den Sechzigern,
an der erbarmungswürdigen Armut der Figuren,
an den schwarzen, eingerissenen Fingernägeln der Arbeiter,
an der Düsternis der verfallenden Drahtzieherei
und an dem Bademantel,
den auch mein Opa immer getragen hatte.

3
Eulenspiegeleien / Kick und Klick
« am: Mai 16, 2018, 08:57:21 »
Kick und klick

Tausende von Fotos werden von unseren Nationalspielern gemacht, von Idolen der Jugend, die die Fotografen festhalten wollen. Von Vorbildern, die die Fans sehen wollen, besonders um und  in einer Weltmeisterschaft, wo jeder als Teil des Teams für SEIN Land spielt.
Dieses Foto jedoch, wo Mesut Özil und Ilkay Gündogan in trauter Kuschelatmosphäre mit dem türkischen Präsidenten Erdogan posieren, der nicht gerade für Demokratie und Liberalität steht, das war wohl eines zuviel. Dieses kurz vor dem türkischen Wahlkampf - ein Narr, wer Böses dabei denkt! Doch die Welt ist voller Narren…
Darum sind DFB und Fans alarmiert, so kurz vor der Fussball-WM, die Politiker sind brüskiert ( Sport soll nicht politisch sein). Die Bewertungen schlagen hoch von „ Die beiden müssen sich davon distanzieren“ bis hin zu: “Sie sollen aus dem WM-Kader genommen werden“. Von türkischer Seite, diesmal dem türkischen Verband, die übliche harte Kante, von „verleumderischen Kommentaren seitens des DFB Bosses Grindel“ ist die Rede. Höchste Zeit also, ein Zeichen zu setzen?

Bilder haben Macht und Wirkung, nicht umsonst zahlt die Werbebranche hohe Summen, um ins richtige Bild bei renommierten Veranstaltungen zu kommen. Kick und klick, millionendick.
Um Geld jedoch ging es hier wohl nicht. Worum aber dann? Schnell sind die beiden Sportler dabei, die „schiefe Verbeugung“ gerade zu biegen. Ein Akt der Höflichkeit sei es gewesen gegenüber Präsident Erdogan, absout unpolitisch.  Höflichkeit dem Mann gegenüber also, der noch vor kurzem die Deutschen als ein Volk von Nazis beschimpfte? Meinte er damit dann auch Özil, der einen deutschen Pass hat?
Hat sich Herr Ozil diese Frage mal gestellt oder fühlt er sich gar nicht gemeint, da er sich nicht als Deutscher empfindet? Kickt und klickt, wer weiß schon, wie der tickt.
 Scheinheilige Argumentationen bezüglich Herrn Gündogan, der ja eine doppelte Staatsbürgerschaft hat: „Für meinen Präsidenten“-  Ja, es ist ja auch sein Präsident – wirbeln die Diskussion über die doppelte Staatsbürgerschaft wieder hoch. Kann man auf beiden Hochzeiten tanzen, wenn die politischen Systeme so verschieden sind?
Emre Can, ein weiterer für den Nationalkader nominierter, aber wegen Verletzung nicht antretender türkisch-stämmiger Spieler, hatte die Einladung Erdogans zu dieser offensichtlichen Presseveranstaltung abgelehnt. Es geht also - darüber sollten alle DFB-Verantwortlichen nachdenken.

Bierhoff und andere Funktionäre, die den WM-Kader in seiner multi-kulturellen Ausrichtung gerne als einen Beweis für gelungene Integration darstellen, wurden somit hinsichtlich Özils und Gündogans wohl eines Besseren belehrt.
Erwachsene Männer stellen sich zu einem Bild auf und sind sich der Wirkung nicht bewusst, sind „missbraucht worden“, wie verteidigende Gutmenschen mit feuchten Augen argumentieren? Ja, klar!
Ok, es mag Menschen geben, die sich in Trier neben das Marx-Denkmal stellen und sich fotografieren lassen, ohne ein Marxist zu sein und in China neben eine Winkekatze, ohne eine Katze zu sein. Aber würde sich ein Atheist neben den Papst stellen und ihm sein Hemd schenken? Klick und schick,’ ne Spur zu dick.

Diese Aktion, gepaart mit dem Verweigern des Nationalhmymesingens hat schon ein fettes Geschmäckle und wirft nicht nur die Frage auf, was von Sportlern in Nationalkadern zu erwarten ist, sondern auch, ob man die deutsche Staatsbürgerschaft so leichtfertig vergeben sollte, wie Deutschland es tut ( zumal man sie ja nicht so einfach wieder entziehen kann). Winkekatze - wer will sich schon vor der WM mit so was belasten?
Wo die Fans doch gerade dabei sind, die alten EM-Fahnen fürs Auto im Keller zu suchen. Und die dreissigtausend Deutschtürken in Köln ihre Wahlkampffahnen für Erdogan, um sie pathetisch wieder am Rheinufer in Köln zu schwenken. Doppelpass, Ecke, Tor.

Es wäre ein Zeichen gewesen, ein vielleicht notwendiges Zeichen, das man hätte setzen können, müssen, die beiden Sportler aus dem Kader zu nehmen.
Dies FÜR alle die, die sich glaubhaft integriert haben und es täglich tun und GEGEN alle die, die die KickundKlick-Chose nun rechts ausbeuten wollen.
Hört, Ihr Fotophoben:
Wir brauchen keine Zeichen.
Der Bundestrainer hat entschieden und er hat anders entschieden – er nimmt Özil und Gündogan dennoch in den Kader. Dummer Jungenstreich, Leute, mehr nicht. Kick und klick und wenn Merkel dann wieder vor dem nackten, schmalbrüstigen Oberkörper Özils in der Kabine steht und zum Siegertor gratuliert, na, dann ist doch alles vergessen, oder  nicht? Doppelpass, Ecke, TOOR!- oder doch letztendlich Eigentor?











4
Im Gras wispert Hoffnung / Zwischen-Zeit
« am: Mai 12, 2018, 09:52:48 »
Zwischen-Zeit

Kindheit fliegt  mir auf.
Ein wilder Vogel flattert
ungelenk, vielleicht, und weiß doch stets,
wohin.

Sanfte Hügel streicheln,
fangen meinen Blick,
treffen auf den Schatz, gehütet
in der Seele, überlagert,
still gelegt vom platten Land.
Etappe nur auf meinem Weg
mit einem Fuß
im Gestern.

Zurück ins Lieb-liche,
zur Sanftmut schmaler Glitzerbäche,
zur Ruhe alter Eichen,
zu Fleckenkuh und Sternenmoos
zurück und doch nach vorn
zu einem Ich,
vergessen irgendwo
dazwischen.


5
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Asphaltspuren
« am: Mai 04, 2018, 08:33:36 »
Asphaltspuren

Er hebt und senkt sich
wie der Atem tief
in meiner Brust,
als hätte er gewusst
um eine lange Reise.

Er schmilzt und fließt
dahin im Sonnenlicht,
als hätt er kein Gewicht,
als mache Starrheit keinen Sinn,
vergießt er sein Gesicht.

Dahin, dahin -
und eine Meise
zwitschert voller Lust,
als sänge sie
mir eine Abschiedsweise.

6
Eulenspiegeleien / Möseale Ejakulation (Kommentar)
« am: April 29, 2018, 09:31:19 »
Möseale Ejakulation

Du weißt nicht, was das ist? Dann lebst du nicht in der realen, modernen Welt und müsstest dringend an dem Workshop der Asta, Uni Münster, teilnehmen, denn sonst bist du dir nie wirklich nahe gekommen.
Und das brauchen wir doch alle. Wenn in dieser rauen Welt nichts mehr zu einem steht, dann sollten wir doch wenigstens selber in uns zu uns stehen. So als Frau, oder?
Während also die Bayern nun überall Kreuze aufhängen und möseales Gedankengut dort wohl eher mit den 68- igern ausstarb, stellen sich die Nordis ganz neuen Herausforderungen. Dildo ist out, die Frau ist mit sich eins.
Keine Blümchen im Haar, keine Drogen, keine streets of San Fransisco. Nein, die Revolution tobt in the streets of Munster. Und in geschlossener Gruppe und ohne Veröffentlichung des Veranstaltungsortes gibt man pragmatische Hilfestellung zum feuchtfröhlichen Frauenworkout.
Ja, das Thema mag sich für den Stammtisch eignen, für Männerfantasien in biergetränktem Dunst, zum Andenkopftippen verführen,  aber eigentlich ist es im Rahmen der Themenwoche „Geschlechter, Sexualität und Macht“ aufgerufen worden.
Streng wissenschaftlich also.
Irgendwie konnotiert es aber weniger Emanzipation, sondern  erinnert erschreckend ( Warum gibt es Bedarf für ein solches Seminar?)  an die rosa Heftchen, die Anfang der Siebziger in den Schulen verteilt wurden und schamhaft in der Pause auf dem Klo oder hinter der dicksten Eiche durchblättert wurden.

Wie also hat man sich das vorzustellen - wie die Betriebsanleitung des neuen Rasenmähers?
Legen Sie die Hand ganz nach hinten an das Band an und schieben Sie sie zärtlich nach vorne. Greifen Sie dann kräftig zu und pumpen etwas, besonders , wenn der Rasenmäher nach langem Winter kalt ist oder Sie ihn zum ersten mal anlassen. Wenn er knallt, dann haben Sie etwas falsch gemacht. Bleiben Sie ruhig und versuchen Sie es noch einmal. Oder rufen Sie den Werksdienst…
Wie peinlich ist das denn? Heute fahren wir Frauen Sportwagen, machen Kampfsport, schwenken Akkustaubsauger, fliegen Tornados, sind digital vernetzt, werden Bundeskanzlerin  und…   wissen nicht, wie ein Rasenmäher funktioniert?







7
Im Gras wispert Hoffnung / Soll ich?
« am: April 20, 2018, 09:43:53 »
Soll ich?

Soll ich verwahren,
was in Jahren
sich angesammelt hat?
In Kisten packen,
tragen vor mir her,
als wär es nur ein leeres Blatt?

Nein, voll geschrieben
ist ein jedes, mir geblieben
in Erinnerung -  Momente,
die es sacht umwehen.
Gehen will ich nur mit kleinem Koffer,
offerier mich nicht der Welt.

Will still bewahren,
nur im Sinn,
was in den Jahren
mich selbst zu der gemacht hat,
die ich heute bin.

8
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Die Magnolie
« am: April 10, 2018, 09:27:07 »
Die Magnolie

Noch einmal schaute ich zu ihren Zweigen,
an denen Blüten vage Himmel küssten.
Als wüssten sie von menschlichen Gelüsten,
erblühten sie in ihrem rosa Reigen!

Mal wirkte es, als schmollten die Belippten,
mal streckten sie die Kelche stolz empor,
als hätten sie noch Ungeahntes vor,
derweil die ersten Bienen emsig nippten.

Wie ein Gemälde stand der Baum, berauschte,
veredelt, mit der Pracht, die an ihm bauschte.
In eine Welt, die Rosa längst vergaß,

schwarz-weiß konform mit festen Mustern maß,
flog Samen keusch in einen kalten Tag,
auf dem ein zarter rosa Schimmer lag.

9
Wo Enzian und Freiheit ist / Das fremde Kind
« am: März 31, 2018, 09:07:33 »
Das fremde Kind

Schicksal, du schickst ihr ein Kind in ihr Leben,
dunkel gelockt und mit Augen des Rehs.
Zufällig, irr sinnig hast du gegeben
nach all den Jahren der Trauer, des Wehs.
Ach, diese Sprache, die Gestik, Gedanken,
die sich ihr schenken wie windende Ranken!
Plötzlich erblühn sie an alternden Streben

rund um das Haus, das sie bald wird verlassen
- just im Moment, da die Stütze ihr bricht.
Nach all den Jahren mit menschlichen Massen,
die doch mit Floskeln aus Staub uns bespricht.
führst du ihr einen, der Ehre noch kennt,
der noch für Stolz und für Werte entbrennt,
zu. Sie will zulassen, fühlen und fassen

das, was geschieht. Dieses Kind ferner Welt,
die ihr die Zeit zu Vergangenheit machte,
tritt in ihr Leben als Schützer, als Held.
Fast wie ihr eignes, das über sie wachte.
Kind fremden Glaubens und ferner Kultur
tritt neben ihr wie ein Sohn seine Spur,
fällt ihr als Schnuppe aus nachtblauem Zelt.

Fährst du nun Kind, das so nah ihr gekommen,
heimlich dorthin, wo das Böse verbindet,
in jenem Ruf des Muezzins verschwommen?
Wo falscher Glaube Rechtfertigung findet,
wird manche Schandtat als Losung getarnt.
Sie hat als junge Frau niemand gewarnt,
als ihr ein Nazi den Sohn hat genommen.

Bist wieder da und du lächelst wie immer.
Bist wieder da und ihr Herz springt vor Glück.
Auf deinem Blick schwebt ein trauriger Dimmer.
Alles ist gut, denn du kamst ja zurück.
Kind fremden Glaubens mit fremdem Gesicht,
bringst in ihr Leben doch Wärme und Licht
wie eine Kerze mit seidigem Schimmer.

Niemals lasst uns mehr die Götter anbeten,
die wir uns schufen in menschlichem Wahn,
die wir um falsche Triumphe anflehten,
die uns nur führen auf irrige Bahn.
Schicksal, du schicktest ein Kind aus der Ferne,
dunkel gelockt und mit Augen wie Sterne.









10
Wo Enzian und Freiheit ist / Attacke!
« am: Januar 03, 2018, 11:09:56 »
Attacke!

Die „Bullen“ haben sie vermöbelt
und sind mit sich im Reinen.
Und gerne wurde auch gepöbelt
mit „Säuen und mit Schweinen“.

Für Sanitäter, Feuerwehr,
da gab es von dem Mob,
als gäbe es kein Morgen mehr,
Silvester auch Geklopp.

Was geht in solchen Menschen vor,
was macht sie aggressiv?
Gepolt von links, von rechts – im Chor
klingt Dumm-Parolen-Mief.

Doch unsre Kanzlerin sieht fern,
ist nie dabei zugegen
und dankt den Opfern immer gern
in Reden, nie verlegen.

Erlass Gesetze, dummes Weib,
der Mob muss Gitter sehen.
Er ist Gefahr für Leben, Leib
und wird’s nur „hart“ verstehen.








11
Mit Löwenzahn und Lebensfreude / Rubai-Erotik
« am: Januar 01, 2018, 19:07:20 »


Ach, schreib mir einen Rubai, Kai,
so’n schönen Liebesruba im Mai,
weil Maik mir sonst ’nen Haikai schreibt,
machst du mir keinen Rubai, Kai!

So schreib mir doch ’nen Rubai, Kai,
’ne ganze Rubai-Lita-iih-nei,
weil es mich sonst zu Maiki treibt.
Denn der schreibt gar die Haika in Thai!


12
Eulenspiegeleien / Silvesteransprache der Bundeskanzlerin 2017
« am: Dezember 28, 2017, 12:34:20 »
Silvesteransprache der Bundeskanzlerin 2017

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wieder ist ein Jahr vergangen, manches lassen wir hinter uns, manches nehmen wir mit ins neue Jahr. Mich zum Beispiel, denn ohne die CDU kann keine Regierung gebildet werden und die CDU bin ich. Eigentlich haben wir im Moment ja keine Kanzlerin, ich mache das ja nur kommissarisch, bis ich eine Regierung zusammengestellt habe. Und dabei sind wir auf einem guten Weg, einem sehr guten Weg!
Bissige Zungen meinen ja, dass es an mir liegt, dass niemand mit mir koalieren will. Aber ich wüsste nicht, was ich hätte anders machen können. Es wäre unmenschlich gewesen, die Grenzen in 2015 zu schließen! Falls wir in der Flüchtlingskrise Fehler gemacht hätten, haben wir sie längst ausgebügelt. Familiennachzug wird es mit uns nicht geben. Das ist  nicht unmenschlich, sondern konsequent! Sie kennen mich als konsequenten Menschen! Ich bleibe immer bei meinem Standpunkt, es sei denn, eine andere Partei hätte  mit ihrem Erfolg bei den Wählern - dann schwenke ich auf deren Thesen um und verkaufe sie als meine. Flexibilität und Konsequenz, das sind die gnadenlosen Eckpunkte einer erfolgreichen Kanzlerin wie mir. 12 Jahre, das nehme ich als Kompliment und als Ansporn für die Zukunft, in die ich unser schönes Land führen will.
Ein Land, in dem es sich gut und gerne leben lässt. Das wollen wir doch alle und das will auch Ihre Regierung für Sie! Darum haben wir das Kindergeld erhöht ( um 2 Euro), um die Kinderarmut in Deutschland, die es ja nicht gibt, zu bekämpfen. Auch den Harz-Vier-Satz haben wir um 5 E für ein Kind erhöht.
Es soll uns allen gut gehen, in diesem Land, in dem es sich gerne leben lässt. Das sind immerhin 5 leckere Cheeseburger bei dem größten Börger-Anbieter der Welt! Und mehr als 5 sind ohnehin ungesund.
Wir haben viel geschafft und werden noch mehr schaffen!
Für die nächste Legislaturperiode haben wir keine allzu starren Pläne, aber die Digitalisierung muss unbedingt vorangebracht werden. Darum spielen wir mit dem Gedanken, dass Sparguthaben demnächst nur noch in Bit-Coins angelegt werden dürfen. Unglaublich hohe Zinsgewinne winken. So werden die Banken entlastet und Sie, liebe Bürger, können endlich wieder Zinsen einkassieren.
Wir blicken auf ein starkes Land, die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosenzahlen sinken, die Kriminalitätsrate geht zurück. Also, ich wüsste wirklich nicht, was ich hätte anders machen können! Wenn Sie zu den Wenigen gehören, die 3 Jobs haben, um über die Runden zu kommen, dann freuen Sie Sich, denn auch Sie tragen zu dieser tollen Statistik bei. Alles für den Dackel, alles für den Club ( entschuldigen Sie, mein Ghostwriter hat wohl auch für diese Hausmeisterserie geschrieben…)!
Und machen Sie Sich keine Sorgen, irgendwann werden wir auch wieder eine Regierung haben. Das ist wie bei Unterrichtsausfall. Der Ersatzlehrer macht mal dies, mal jenes und der eigentliche Stoff wird nicht im Unterricht behandelt. Aber irgendwann ist der Lehrer ja wieder da und dann wird rangeklotzt.
Man darf sich nie auf seinen Lorbeeren ausruhen. Im Moment haben wir Stoff für 8 Millionen Verkaufswert am Hamburger Zoll. Die Bundesbeamten haben Kokain im nämlichen Wert sichergestellt. Wir könnten überlegen, ob wir nicht bei den Rücknahme- Verhandlungen mit den afrikanischen Staaten…
An dieser Stelle möchte ich auch einmal allen Polizisten danken, die jeden Tag treu und brav ihre Arbeit zum Schutz von Staat und Bürgern verrichten. Die Herausforderungen sind hoch. Safalisten, die wir jahrelang sich in Ruhe haben aufbauen lassen, weil wir ja Religionsfreiheit haben, werden nun etwas übergriffig. Damit konnte ja niemand wirklich rechnen! Und wir überlegen nun tatsächlich, die Polizei im Zuge der Digitalisierung mit neuen PCs und Programmen auszustatten, damit sie nicht immer über Face-Book gehen müssen.
Ich möchte Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, nicht noch einmal mit Neuwahlen belasten, auch mich nicht, denn die neuesten Forza-Umfragen zeigen, dass nur noch 30 Prozent mich als Kanzlerin für 4 Jahre möchten. Das ist ein bisschen unfair, finde ich, denn schließlich kann ich ja nichts dafür, dass der Lindner plötzlich ausschert, wo wir doch bei fast allen Punkten schon Einigkeit erzielt hatten ( bis auf so ein paar Hundert). Aber ich setze auf  Sie alle, meine Bürgerinnen und Bürger!
Außerdem, wer soll es denn machen? Der Spahn ist doch noch grün hinter den Ohren, die Damen haben alle Kinder ( wollen Sie die von ihren Müttern trennen?), Herr Altmaier hat bestimmt Diabetes und Kohl ist tot. An dieser Stelle noch einmal ein Hoch auf den großen Staatsmann, den Kanzler der Einheit, der es mir überhaupt ermöglicht hat, mich hier politisch einzunisten, äh, festzusetzen ( Mann, wer hat das denn geschrieben? Wohl zuviel Glühwein getrunken?) - äh, zu etablieren.
Mit großem Stolz habe ich seine Nachfolge angetreten und ich wüsste wirklich nicht, was ich hätte anders machen sollen…



13
Im Gras wispert Hoffnung / Vorweihnachtszeit
« am: Dezember 19, 2017, 10:11:29 »
Vorweihnachtszeit

Komm mit - es ist soweit,
ich kram nach Zier im Keller
zur düstren Jahreszeit
wird meine Welt nun heller.

Mein Herz klingt voller Lieder,
was sich alljährlich gleicht,
sing’ ich doch immer wieder
und meine Welt wird leicht.

Ich knet tagein, tagaus,
dass Plätzchenduft erfülle
das reich geschmückte Haus,
und meine Welt wird stille.

Verpacke dann Geschenke,
Konsum soll zwar nicht sein,
doch dass ich an dich denke,
das leg ich mit hinein.

Die Zeit bleibt mir die Liebste,
vergessen ist manch Not.
Was mich so sehr betrübte,
schmilzt im Berliner Brot.

Ein kurzes Innehalten
ist diese heilge Zeit,
ein Fliehen vor dem Kalten.
Brich auf - es ist soweit.


Anm. Ich wünsche Euch allen den Frieden des Weihnachtsfestes, unabhängig davon, was Ihr glaubt oder nicht glaubt.





14
Sprüche, Gedanken, Gescheites / Menschenfänger
« am: Dezember 14, 2017, 10:47:22 »


Was ist das, wenn dich jemand dominiert,
dich fast erstickt mit seinem bunten Tuch?
Was ist das, wenn die Seele, irritiert,
nicht antritt gegen dessen bösen Fluch,

der von dir lebt, des Bauch sich stetig rundet?
Denn unermüdlich ist sein täglich Werken,
der deiner Seele keinen Rest mehr stundet.
Und du sagst mir, du würdest nichts bemerken?

Du denkst, der Dominante brüllt und keift,
er macht dich nieder, droht mit seiner Axt?
Nein, mancher Dominante ist gereift,
sein Tonfall weich, als wäre er gewachst.

Scheint Helfer dir und will dich freundlich leiten
und doch wird er die Grenzen überschreiten.

*

Was ist das, dass du all das nicht verstehst,
den Dominanten lustvoll werken lässt?
Was ist das, dass du bleibst, nicht einfach gehst?
Er wob um dich ein kuschelweiches Nest,

war immer für dich da, weiß guten  Rat,
hat jede Menge Zeit und viel Geduld,
war immer schon Person der schnellen Tat.
Du denkst vielleicht, du wärst in seiner Schuld.

So macht er sich für dich schnell unentbehrlich
und beißt doch alle weg, die nah dir waren
und die, um dich besorgt, von Herzen ehrlich,
nicht an Kritik am Dominanten sparen.

Er frisst dich auf, er wird dich einverleiben.
Sein Fettwanst zeigt: Fast nichts wird von dir bleiben.















15
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Mobbing-Poker( sapph. Ode)
« am: Dezember 11, 2017, 10:38:47 »
Mobbing-Poker ( Sapphische Ode)

Macht will jener, der sie verleitet – herrschen.
Mag er auch ein Spiel heut gewinnen, seine
kleinkarierten Mitläufer pokern niedrig,
zinken gern Karten.

Macht will jener, der sich verleiten lässt, doch
mag er auch beim Spiel nur dabei sein, Asse
trägt er ohne Skrupel in Hosentaschen.
Sicherheitshalber.



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