die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Seeräuber-Jenny am Januar 29, 2011, 21:51:58
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Bestreiten lässt sich wirklich viel,
fast alles widerlegen.
Wir irrn durchs Leben ohne Ziel,
wolln keinen Finger regen.
Zwar heißt es, unser Land sei frei,
doch gibt's viel arme Leute,
und tust du jemals einen Schrei,
bist du der Staatsmacht Beute.
Wir geben unsre Stimme ab
für Kernkraft, Cash und Kriege,
und falln wir müde in das Grab,
juckt's höchstens eine Fliege.
Ein Feigling, wer nur immer fragt
und die Kapitalisten
nicht endlich mal zum Teufel jagt
innerhalb kurzer Fristen.
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Ach, was bin ich Staatsverdrossen.
Früher warens die Genossen,
heute Kaptalisten.
Wenn wir das blos wüsten:
Wer führt uns ins Paradies,
wo es nicht so furchtbar mies.
Da schlag ich die Jenny vor,
Enterbeil und Pusterohr.
Und mit Augenklappe.
Die ist nicht von Pappe!
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Ach, wenn unser Volk mich ließ',
führte ich's ins Paradies,
Mann und Maus, ob schwarz, ob weiß,
von dem Säugling bis zum Greis.
Wenn sie einmal kommt, die Zeit,
steh ich jedenfalls bereit.
Werde mit dem Enterhaken
alle feinen Herrn verjagen.
Aber meine große Klappe
ist gewiss auch nicht von Pappe.
Gott zum Freund, der Welt zum Feind,
bis die rote Sonne scheint!
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Mit wild entschlossner Hinterlist
machst Du noch Gott zum Kommunist!
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Den Kommunismus, lieber Günter,
erfand Gott selbst für seine Kinder.
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Das glaub ich nicht, denn würds ihn geben,
dann würden Menschen anders leben!
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Liebe Seeräuber-Jenny!
Ja, wenn das so einfach wäre!
Ich schlüge vielen Ackermännern den Enterhaken in den wohlgenährten Hintern!
Prima, Dein Gedicht!
cyparis
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Hi ihr Zwei!
Es kann so einfach sein, wie dies
Tunesiens Volk uns erst bewies.
Ein Wille und ein bisschen Mut,
dann wird am Ende alles gut.
Gott mischt sich nicht ins Leben ein,
er möchte demokratisch sein,
auf dass sein Funke hell erglüht,
wenn der Jasmin in Tunis blüht.
Gruß Jenny