die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: a.c.larin am M?RZ 16, 2011, 20:47:14
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Hier sitzen wir und lachen, meinen,
dass uns nicht Böses kennt und trifft!
Und doch ist so viel Schmerz und Weinen
heut in der Welt! In düstrer Schrift
droht übergroß, apokalyptisch,
ein Grauen, das nicht Worte kennt:
Pandoras Büchse öffnet kryptisch
und lautlos sich. Dahinter brennt
aus Menschenhand und selbstgeschaffen,
ein Dämon der uns leis verzehrt!
Nun stehn wir da, wir schlauen Affen -
ob die Geschichte uns was lehrt?
Oh Nippon, Land der Morgenröte,
wie warst du weise, stolz und frei!
Ich bete, dass dich nun nicht töte,
was Hochmut schuf. Herr, steh uns bei!
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Liebe larin,
was für ein trauriges Gedicht! Es fängt genau die Weltuntergangsstimmung ein, die uns alle ergriffen hat.
Dabei haben wir noch das Glück, lediglich Beobachter der Katastrophe zu sein.
Trotzdem ein würdevolles Gedicht, in dem du dich voller Mitgefühl und ohne falsches Pathos nach Japan wendest.
Herr, steh uns bei!
Lieben Gruß
Jenny
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N o c h sind wir Beobachter.
Schaut mal auf den Globus:
Der Wind dreht sich, Wasser fließen ineinander.
Apokalypse w a r schon Tchernobyl. Hier ist sie einen Schritt vorwärts gegangen.
Gutes Gedicht!
cyparis
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Das sehe ich genauso. Die Katastrophe von Tschernobyl wurde tot geschwiegen, fordert aber immer noch sehr viele Opfer, und der Boden ist weiterhin verseucht.
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Da hilft kein Jammern und kein Beten.
Kein Meckern und kein Hilfe schrein.
Denn immer wieder ist in Nöten,
der arme Mensch, das arme Schwein.
Die reichen AKW-BETREIBER,
die wohnen alle anderwärts.
Sie schützen ihre Kinder, Weiber
und treiben damit keinen Scherz.
Zwingt sie doch mal, es wird sich lohnen,
die Aktien davon besitzen,
ganz dicht am AKW zu wohnen
Ich denke mir, sie werden flitzen!