die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: a.c.larin am M?RZ 27, 2011, 10:50:52
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Entsetzen, war’s auch schier unsäglich,
wird bald Gewohnheit und alltäglich.
Die Welt verdrängt, die Welt vergisst,
was ihr zu unerträglich ist.
Wer will auch schon im Morgengrauen
nach Trübem suchen, Dunkles schauen?
Wer sehnt sich nicht, will Frohes Hoffen?
Das Chaos schmerzt und macht betroffen.
Dann lieber neue Krisenherde
und neue Klagen und Beschwerde!
So geht der Mensch durch seine Zeit
und mit ihm gehn auch Tod und Leid.
Es mag ihn, eh der Morgen graut,
ein Grauen überkommen, laut:
Wo geht die ganze Reise hin?
Macht denn das Heute heut noch Sinn?
Die Frage quält. Dann wird es Nacht.
Ob uns ein guter ein Engel wacht?
Quo vadis, Mensch? Woher? Wohin?
Ach, hörte ich doch in mir drin
die Stimme, die mir Richtung gibt,
und hofft und glaubt und tapfer liebt…….
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Liebe larin,
welch ein tiefes Gedicht, das fast (mit Abstrichen) ausdrückt, was ich selbst empfinde!
Abstriche:
Ich kann mich an den Schrecken nicht gewöhnen, im Gegenteil.
Die apokalyptischen Reiter sind unterwegs.
Da versagt sich jedes Lob, obwohl es mich danach drängt.
Lieben Gruß
von
cyparis
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liebe cyparis,
ich mag mich -wie du- auch nicht daran gewöhnen (lassen).
deshalb bestürzt es mich ja so, zu sehen, dass die schlagzeilen in der zeitung schon wieder aus dem althergebrachten bestehen:
korruption, neue mode, fußball....
und in der zwischenzeit geht die verseuchung still und leise voran.
noch können wir uns kein bild davon machen.
doch wenn wieder die ersten verkrüppelten babys zur welt kommen, wird es schon zu spät sein.....
lob ist hier fehl am platz, da hast du recht.
ich kann kaum schreiben, so eine tiefe trauer erfüllt mich.
vielleicht helfen uns ja gebete.....
liebe grüße,
larin
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Das liegt halt Menschen so im Blut.
Sehr vielen geht es halt zu gut!