die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: a.c.larin am April 07, 2011, 17:30:10

Titel: Zuletzt
Beitrag von: a.c.larin am April 07, 2011, 17:30:10
Oh wie die Wege nun doch
auseinander gleiten!
Kaum, dass sie sich fanden,
kam schon abhanden
der Traum vom Verstehn!

Oh, wie die Brücken
nun doch in die Fluten sinken!
Wollten einander begleiten-
Nun, ohne zu winken,
sieht man sie gehn.

Was letztlich bleibt:
Abschied und ehernes Schweigen.
Keiner mag zeigen,
wie’s ihm erging, zuvor.
Aber der Pfad durch die Trauer,
schmal, zeigt genauer,
Sehnen – und wie sichs verlor…..
Titel: Re:Zuletzt
Beitrag von: Erich Kykal am April 08, 2011, 08:03:10
Hi, larin!

Ungewöhnliches Reimschema mit dem einen oder anderen "offenen Ende", was aber insgesamt kaum auffällt, weil der Rhythmus einfach stimmt und die bestimmenden Reime so schön sind.

So wie du staffelst: ABCCD - EFBGD - HIIJKKJ
Strophenüberfreifende Reime fett gedruckt.

Mein Vorschlag: Mehr strophenübergreifende Reime!

Z.B "gleiten" in S1 fände dann eine Entsprechung in S2:

"Oh, wie die Brücken doch fallen
im Wandel der Zeiten!

Ansonsten ein sehr schönes, wenn auch trauriges Stück Lyrik vom Allerfeinsten!
Sehr gern gelesen!

LG, eKy

PS: Schon deine Nachrichten gecheckt?!
Titel: Re:Zuletzt
Beitrag von: cyparis am April 08, 2011, 09:50:51
Liebe larin -

wunderschön, gerade durch die tiefe Melancholie.
Schließe mich vorbehaltlos Erich Kykal an!


Liebe Grüße
von
cyparis