die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Erich Kykal am April 27, 2011, 09:45:25
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Wir gehen tief wie unverheilte Wunden
durch jene Erde, die uns willig trägt.
An ihren Schmerz sind wir im Sein gebunden
als jene Kraft, die ihr die Wunden schlägt.
Wir gehen tief in unsrer Väter Spuren,
als schürften wir die Zeit, die uns zerrinnt,
und drehten nur, wie Zeiger unsrer Uhren,
in Kreisen uns des Lebens, taub und blind.
Wir gehen tief in uns an mancher Stelle
und halten inne, wo uns nichts mehr treibt,
als lauschten wir dem Rauschen einer Quelle,
die alle Namen in ihr Wasser schreibt.
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Lieber Erich Kykal -
was soll ich ansgesichts solcher Schönheit und Tiefe schreiben?
Mir versagen sich die Worte.
cyparis
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Hi, Anne!
Vielen Dank für deinen Zuspruch! Dieses Gedicht soll die "Deutung", also sozusagen das Leit- und Widmungsgedicht meines nächsten Buches (so in ca. 5-10 Jahren) sein.
LG, eKy