die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: cyparis am April 27, 2011, 19:40:29

Titel: Dunkel
Beitrag von: cyparis am April 27, 2011, 19:40:29

In Deinen dunklen Höhlen: Augen,
sah ich so jammervoll Dein Neigen
einem Schicksal; gnädig schnell bestimmt.
Vier schwere Tage sollten Dir noch taugen,
schon geprägt von letztem Schweigen,
das zu wahrer Stimme nicht mehr klimmt.

Hinter Dir den schwarzen Schatten sah ich wohl,
dunkle Schwingen ohne wahren Namen,
das halbe Bang in Deinen Händen.
Der andre Alltag wurde Dir so hohl.
Weil alte Namen Dir zu nennen kamen,
wolltest Du noch einmal her zu mir Dich wenden.

Künden von der frühen Jugendqual,
Knecht in groben Vaterhänden,
gepfercht in mehr als nur die Scheuer.
Dir stiegen auf die Ungeheuer,
das Schlagen und das Schänden.
Und Deine Liebste: Sie nur war Dir teuer.

Die Erde deckt Dich und Dein Leiden.
Hier oben ließest Du zurück
der späten Jahre Frucht und Glück.

Gerade heute möcht ich's Dir fast neiden.
Titel: Re:Dunkel
Beitrag von: cyparis am April 30, 2011, 10:05:06
Ist Euch wohl zu düster?
Titel: Re:Dunkel
Beitrag von: Guenter Mehlhorn am April 30, 2011, 14:55:27
Jau!
Titel: Re:Dunkel
Beitrag von: cyparis am Juli 01, 2011, 08:43:51
Na, wenn schon.
Guck doch nur auf die Kunst.... :)!
Titel: Re:Dunkel
Beitrag von: Erich Kykal am Juli 01, 2011, 09:54:18
HI, Anne!

S3 und 4 finde ich sehr gelungen, davor machen mir gewisse Phrasen und Satzstellungen Probleme. Manchmal ist weniger "geschraubt" besser!

Ein sehr dunkles Werk, fürwahr! Aus realem Anlass geschrieben?

Sehr gern gelesen.

LG, Erich