die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Juni 06, 2011, 10:00:36

Titel: Zeitliebens
Beitrag von: Erich Kykal am Juni 06, 2011, 10:00:36
Ich träum', es möchte anders sein:
Wie in vergangenen Tagen,
da wir von Herzen gut und rein
im sommerwarmen Sonnenschein
zusammen traulich lagen ...

Wie haben wir es weit gebracht
vom Gestern bis ins Heute:
Der Zeiten kalter Stein bedacht,
was fügsam uns und müde macht
wie all die andern Leute ...

Ich träum', es möchte anders gehn
mit uns als wie mit jenen!
Ach könnten wir, auf ewig schön,
gemeinsam uns im Tanze drehn
und aneinander lehnen ...

Doch nein, es wird nicht anders sein,
der Mensch soll menschlich enden:
Erst fallen uns die Wangen ein,
dann folgt der Rest, und bloß Gebein
bleibt von den heißen Lenden.
Titel: Re:Zeitliebens
Beitrag von: Guenter Mehlhorn am Juni 07, 2011, 18:39:28
Warum solls anders sein als wie?
Das unterscheidet uns vom Vieh.
Wir können denken, können meckern
und philosophisch uns bekleckern.
Titel: Re:Zeitliebens
Beitrag von: cyparis am Juni 26, 2011, 20:21:21
Wortspielerei (nicht nur) auf Niveau!



cyparis
(immer zahnloser)