die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: a.c.larin am Juli 29, 2011, 11:33:55
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Er wuchs in jener dunklen Hülle
heran zu dem , was er schon immer war,
in seinem Drange stetig und im Wollen klar,
als wüsste er um seiner Buntheit Fülle.
Als er die Form erlöste, sie befreite
und sich mit ihr, erfüllte sich sein Traum:
Noch sammelnd auf dem Blatte ahnte kaum
er Sinn und Ziel, er fühlte nur ins Weite.
Doch da er nun, vom Sonnenlicht in der Sekunde
durchdrungen, alle Schwere hinterließ,
dem Wind gehorchend, der ihn lockend hieß,
Beengtes abzustreifen, das ihn hielt am Grunde -
da gab er sich dem Atem innigst hin: Er bebte!
Und seine Flügel öffnend war er schon bereit -
und flog davon in alle Zeit und Herrlichkeit,
als ob der Himmel selber ihn umschwebte…..
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Da würde ick sagen: Pegasus, besoffen!
Vaßeiung, aba ick kann nich anders.
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Nicht ganz , aber ein anderes geflügeltes Wesen.... ;)
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Ich sehe Francois Villon vor mir ...
Nachfolger des großen apollinischen Orpheus.
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Als Schmetterling????
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Hi, larin!
Tja, das ist der Preis,den man zahlen muss, wenn man einen prosaischen Falter so sprachintensiv zu beschreiben weiß, dass dem Leser viel tiefgründigere Assoziationen kommen!
Ach, welch wundervolle Zeilen - da spüre ich Rilke wiedergeboren: Welch eine Wucht, welch eine berauschende Sprachgewalt! Das arme Tierchen ist ja fast zu gering, zu klein für soviel Überfülle der Wortbilder, groß gefügt zu berauschenden Strophen!
Ich stehe gebannt, erhöht - und ein wenig neidisch! Chapeau!
LG, eKy
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Hallo Erich,
nana - du kannst das aber auch!
ich bin grad wieder mal dabei, in deinen "weltenwegen" zu schmökern.
dabei finde ich viele, viele, zauberhäfte schauplätze.
vor allem aber erstaunt mich deine wortwahl.
du musst da ein geheimes spezialwörterbuch ("besonders lyrische wendungen") haben.
den gaukler muss ich übrigens noch nachbessern - weil ich auf ein paar dinge noch hingewiesen wurde.
liebe grüße, larin