die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: cyparis am August 24, 2011, 11:10:30

Titel: Stumm
Beitrag von: cyparis am August 24, 2011, 11:10:30


Stumm leidet sie. Ihr Angesicht:
fahlgrau.Verdorrte Erde
hofft, daß aus den Wolken bricht,
was ihr Gesundung werde.

Krank liegen Büsche wie Gebein;
der Himmel ist zu nah. Zu weiß.
Platanen häuten sich und fein
krüllt sich das Gras. Es ist so heiß.

Die Sonne ist, wie ewig, Feuerball;
sie kümmert weder Ziel noch Widerhall,
noch nie war Mitleid ihr zueigen.

Mag ich auch tränenvoll mich neigen
vor Feldern, die nach Wasser schrei'n:
Verbranntes Antlitz wird heut schweigen.
Und morgen voller Narben sein.











(Juli 2008)
Titel: Re:Stumm
Beitrag von: Guenter Mehlhorn am August 24, 2011, 15:44:34
Hallo Cyppi.

Hübsches Gedicht.
In der 3. Zeile würde ich noch ein "es" einfügen.

L.G. günter.
Titel: Re:Stumm
Beitrag von: cyparis am August 25, 2011, 09:17:26
Hallo, Günter -

nö - das macht die Metrik kaputt... :)



Bussi:
cyparis
Titel: Re:Stumm
Beitrag von: Guenter Mehlhorn am August 25, 2011, 15:18:27
Den Gefallen, mich mit dir zu streiten tue ich dir nicht!
Ha, ha, ha!
Günter.
Titel: Re:Stumm
Beitrag von: cyparis am August 25, 2011, 19:10:46
Da haste aber glück gehabt, mein Lieber!


cyppi!