die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Seeräuber-Jenny am September 11, 2011, 03:07:17

Titel: Einer ist immer der Schuldige
Beitrag von: Seeräuber-Jenny am September 11, 2011, 03:07:17
Wir zweifeln an dir, Gott!
Wärst du allmächtig, ewig, groß
und wärest kalt und gnadenlos,
verdientest du nur Spott.

Denn sähest du nicht, Gott,
wie Hinz und Kunz dein Banner trägt,
in deinem Namen Schlachten schlägt,
und übrig bleibt nur Schrott?

Und hörtest du nicht, Gott,
wie Tiere schreien voller Qual,
wie Kinder weinen ohne Zahl
vor ihrem leeren Pott?

Bist du längst tot, oh Gott,
warst Ausgeburt der Fantasie
von Narren, die gebeugt ihr Knie
vorm Kreuz und am Schafott?

Es wird wohl so sein, Gott:
Wir werden selber schuld dran sein
und trotten trostlos und allein
dahin im Lemmingstrott.
Titel: Re:Einer ist immer der Schuldige
Beitrag von: Guenter Mehlhorn am September 11, 2011, 17:55:18
Oh Petralein, wer hat dich gebissen.
Das Leben ist nun einmal beschissen.

Doch kommt es auf die Optik an.
Bestimmt kommt einst der rechte Mann,
der Sterne dir vom Himmel holt
und nicht, wie bis_her, dich verkohlt!