die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Erich Kykal am Oktober 19, 2011, 19:25:35
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Aus meiner tiefsten Mitte gerissen
und verschleudert ins Nichts
schau ich der Welt ins Gewissen.
Geschworener keines Gerichts
erbitte ich niemandes Lauschen,
bevor mich das Schweigen schlägt.
Ob keiner je mit mir tauschen
mag, eh es mir Trauer trägt?
Bald sterben auch die Gedanken,
treib ich mir selber davon.
Es fallen die Säulen ins Wanken,
sag, bersten die Mauern schon?
Sag, halten die fallenden Tage
ein Weniges kostbar und heil?
Erlaub mir die Gnade der Frage:
Liebt mich die Erde noch, weil
enthobenes Sichgewöhnen
nicht weiß, was die Stunde schlägt?
Haben mein Schluchzen und Stöhnen
am Ende sie gar nicht erreicht?
Und wenn sie mich doch nicht mehr trägt -
sag: Wird mir das Fortgehen leicht?
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Lieber eKy -
sehr düster, bis auf die halbtröstliche letzte Zeile.
Nun bist Du also auch Meister des Akrostichons geworden.
Meine Beweunderung steigt - obwohl mir das nicht möglich schien.
Lieben Gruß
von
cyparis
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Hi, Anne!
Naja - hab grade mal 3 Akrostichons bisher, und eines davon gefiel dir nicht wegen des "deftigen" Gerüstes! Da schon von "Meisterschaft" zu sprechen....
Dennoch: Hab Dank dafür! Du ölest fürwahr meine rostige Seele! ;) :D
LG, eKy
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Deine Seele wird niemals rosten können,
denn sie ist aus lautrem Gold.
Anne
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Ja - Katzengold! ;D ::)
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Verspotte mich nicht, sonst muß ich in meine Kissen weinen! :)