die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Erich Kykal am Oktober 20, 2011, 18:14:32
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Wie ruft mich Schicksal manche Erdentage
ans Tiefe, und wie jämmerlich versage
ich vor den Zielen, die es mir gesteckt.
Bewirkte je ein abgrundtiefes Schämen,
dass wir auf's Neue eine Chance bekämen,
ich hätte meine Schande nie versteckt!
Wie überirdisch scheinen solche Stunden
den armen Leuchten, die ihr Licht gefunden
für die Momente, die die Prüfung währt;
und ach, wie abgrundtief ist alle Schwärze
im hohlen Hintergrund der letzten Kerze,
die flackernd gegen alles aufbegehrt,
was wir nicht schafften oder nie erreichten
an großen Hürden, diesen niemals leichten,
die uns das Dasein in die Wege stellt.
Die Abgrundtiefen ihrer hohen Schwellen
begraben mich Versager in den Wellen
der Dunkelheit, die keine Kerze hellt.
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Is ja schon jut.
Nu schneid dir blos keen Ohr ab.
Jünta.
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Neeee - sowat mach ick jrundsätzlich bei anderen! ;)
Ach weeste - so'ne Jedicht is für mir so 'ne Art Reinijung - den Frust schreib ick mir so vonner Seele, un wech isser! Zurück bleibt nur det Jedicht für dir zum Lesen un beschwoofen.
Kennste mir doch!
Jrüße, der sojenannte Meisterdichter - wer kommt uf sowat.... ;) ;D
LG, eKy
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wie auf einer letzten insel
lebt es sich als einfaltspinsel!
lässt der ehrgeiz langsam nach,
werden manche wogen flach.
lernst du fehlen, lernst du scheitern,
dich am ungemach erheitern,
bist du insgesamt entspannt
und nicht gar so ausgebrannt.
hilft alles nix: mit zunehmendem alter müssen gewisse ziele niedriger gesteckt werden!
mehr und mehr und mehr - das iss nicht drin!
immerhin ist dir ein schönes gedicht gelungen!
das ist doch auch schon was. ;)
(und in hundert jahren nennt man eine straße nach dir oder den kleinen beserlpark um die ecke....)
liebe grüße,larin
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Lieber eKy -
wer oder was spricht aus diesem abgrundtief melancholischen Gedicht?
Scham, Schande und Lichtloses paßt nicht zu dem Erich, den ich ein ganz klein wenig zu kennen glaube.
Dennoch:
Wie viele große Künstler litten unter Selbstzweifeln!
Wie immer:
Hinreißend.
cyparis
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Hi, Anne!
Siehe Antwort an Günter: Ist reine Selbstreinigung. Sich den Frust, die Traurigkeit von der Seele schreiben. Hinterher ist das Gedicht traurig, und ich nicht. ;) :D
Mach dir keine Sorgen.
LG, eKy
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Hi, Leutz!
Sorry wegen Doppelpost, aber ich hab den alten Text überarbeitet. Waren einige metrische "Unregelmäßigkeiten" drin. Und ehe ihr fragt: Nein, die alte Version hab ich gelöscht - wär mir allzu peinlich, wenn jeder sähe, was für gravierende Schnitzer ich früher gemacht hab...(Schäm!)
LG, eKy
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Lieber Erich, Du Dummerle (vornehmer: Du Törichter) -
und wie sollen neue Wiesenbewohner den Unterschied feststellen können? :) :-*
Nicht jeder Neuankömmling verfügt über die Möglichkeiten..
Das Löschen sollte Dir im Grunde keine selbstauferlegte Pflicht sein.
Na ja -
wozu predige ich?
Möchte lamentieren -
Deine Größe wird es nicht berühren.
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Der Unterschied ist nicht wesentlich, da die vorherige Version ohnehin Makulatur ist. Wesentlich sollte nur der nun verbesserte Genuss des Gedichtes an sich sein. ;) ;D
LG, eKy
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Wenn der Unterschied
nicht wesentlich
ist, wieso ist dann die Erstfassung Makulatur! ??? :-\
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Hallo Erich,
das schöpft ja gigantische Dimensionen aus und stände der attischen Tragödie gut zu Gesicht. Das Versagen ist tief gefühlt, da die Ansprüche so hoch sind. Sich in das ewige Dunkel geworfen zu fühlen, ist das bittere Los derer, die strahlen wollen statt zu funzeln.
Aber den Leser erhebt es!
LG gummibaum
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Hi, Cypi!
Der "Unterschied an sich" ist gemeint, nicht der spezifisch textliche durch die Änderung. Für mich steht das Gedicht selbst und ganz für sich im Vordergrund, nicht die akribische Mitteilung der textlichen Änderung.
Aber wenn es dir so wichtig ist, will ich versuchen, künftig daran zu denken. :)
Hi, Gum!
Vielen Dank für deinen Kommi! "Den Leser erhebt es!" - Welch ein auch den Dichter erhebendes Lob! :)
LG, eKy