die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Wo Enzian und Freiheit ist => Thema gestartet von: Seeräuber-Jenny am November 26, 2011, 22:30:50
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Ein wilder Knab die Rosi traf,
entriss sie dem Dornröschenschlaf,
brach sie und warf sie fort danach.
Der Traum ist aus. Sie ist hellwach.
Nachdem das Unglück ihr geschah,
liegt sie noch lange reglos da.
Still weint sie alle Kissen nass,
fühlt Schmerz und Scham im Übermaß.
Steht schließlich auf aus ihrem Bett,
spuckt Gift und Galle ins Klosett,
wischt sich das Sperma von der Brust,
die blau ist von des Knaben Lust.
Mit einem ehernen Gesicht
tritt sie hinaus ins Sonnenlicht,
und eine Rose schmückt ihr Haar
vom Strauß, der einst ihr Brautstrauß war.
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Wat is die Welt heut wieder schlecht
und zu den Weibern ungerecht.
Doch hohen Hauptes schreiten sie,
mit einer frohen Melodie.
Mit Schicksal schwer beladen,
zum nächsten Bäckerladen.
Das Schicksal tauscht man mit dem Kuchen,
um seinen Nachbar zu besuchen.
Dort wird dann, wie die letzte Nacht,
jetz frisch getärkt, Buhei gemacht.
Den Andern kann man ja erzählen,
es würden einen Geister quälen.
LG. Günter.
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Das Grausige ist besser als die Mehlhornsche Replik, obwohl die (in ihrem Rahmen) auch nicht von schlechten Eltern ist.
Mit einem Kuchen ist es nicht getan.
Da müssen andre "Sachen" ran!
Lieben Gruß!
Deine
cyparis-Anne
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Man liest, was kaum verwundern kann,
drauf solchen Reim von einem Mann.
Hab ich gesagt, der Knab' sei schlecht?
Nur was er tat, das war nicht recht.
Liebe Grüße
Seeräuber-Jenny
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Der Knab, er sah das Röslein stehn,
pflückt' es im Vorübergehn.
Schaute dann nicht mehr danach?
Ich hoffe, daß es schmerzhaft stach!
LG!
cyparis
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Der Dorn sitzt tief. Man weiß es ja,
dass nicht nur Röslein Leid geschah.
Doch will der Knab' ein Wilder sein,
leckt seine Wunden insgeheim.
Lieben Gruß
Jenny