die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: Ingo Baumgartner am November 09, 2012, 08:43:05

Titel: Nebelfegen
Beitrag von: Ingo Baumgartner am November 09, 2012, 08:43:05

Ich friere,
vom Stegholz perlt Tau.
Mein Atem
bläst Nebel in Nebel.
Ich schmunzle,
die Weide lernt Tauchen,
ins Seekalt
versenkt sie die Zweige.
Gekrächze,
das Gähnen der Krähe.
Die Stunde
der Besen ist nahe.
Sie kehren
das Trübe zum Klaren,
erst tief noch
und später hoch oben.
Das Wasser
folgt spiegelnd dem Fegen.
Ich friere,
vom Stegholz perlt Tau,
doch friere
ich wundersam gerne.
Titel: Re:Nebelfegen
Beitrag von: cyparis am November 09, 2012, 11:50:08
Lieber Ingo!


wer Deine Naturgedichte kennt (wie ich z.B.) steht völlig überrascht dieser Form gegenüber. Sehr ungewöhnlich: Ungereimt.
Trotzdem vermitteln die Verse das Nebel- und Kältegefühl.
Besen und Fegen verbinde ich mit dem Wind, der ebenso die Nebel fegt wie den Schnee.

Interessant!

Lieben Gruß
von
cyparis




(verzeih, daß ich einfach kopiert habe)