die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Januar 28, 2013, 12:44:52
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Wie oft wir auch die ganze Welt umarmen,
sie kennt uns nicht in ihrem alten Gange,
wir frieren fest an ihrer harten Wange -
ihr kaltes Lasten weiß uns kein Erbarmen.
Wie oft wir auch einander zärtlich bange
die Seelen zeigen, diese seltsam warmen
Behauptungen von Sinn in einer armen,
entseelten Umwelt - es hilft niemals lange.
Wir gehen immer nur die unbewachten,
die längsten Wege, die dem Licht zu minder
erscheinen, das wir zage dorthin brachten.
Wir bleiben immer die verwaisten Kinder
der toten Götter, die wir uns erdachten.
Wir bleiben immer die verstoßnen Sünder.
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Lieber Erich -
das ist ein gar reichhaltiges Sonett.
Da stimmt alles auf eine höchst raffinierte Art und Weise. Allein das Reimschema ist Gold wert.
Der Inhalt tut ein Übriges dazu.
Welche Erkenntnis und Selbsterkenntnis!
Würdig, von einem wahren Dichter wie Dir behandelt zu werden.
Meiner Bewunderung sei gewiß!
Grüße
von
cyparis
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Hi, Cypi!
vielen Dank für soviel Begeisterung - das Reimschema allerdings ist das für Sonette allgemein gebräuchliche.
LG, eKy
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Hallo Erich,
da kann ich nur mit offenem Mund staunen und ehrfürchtig den Hut ziehen!
Mit Begeisterung gelesen.
LG Daisy
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Hi, Daisy!
Vielen Dank für die Blumen! Ich halte mich selbst allerdings bestenfalls für "guten Durchschnitt" als Dichter... ;D
LG, eKy