die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Erich Kykal am Februar 16, 2013, 20:05:13
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Von eisengrauen Schindeln tränt der Regen
in diese nebelfeuchte, dunkle Stadt.
Wer hier Verpflichtung und ein Leben hat,
erfüllt wohl beides ohne Glanz und Segen.
Der immergraue Himmel wird gespiegelt
im kalten Brunnen, in der Lachen Schmutz,
und steinern recken Giebel blanken Trutz
in bleiche Lüfte, die ein Blitzschlag siegelt.
Dort wächst der schwarze Schimmel in die Wände,
greift in die Räume als der Schatten Gast
und fasst dabei, als wüchsen ihm noch Hände,
nach kranken Seelen, die - an ihrer Last
verzweifelnd - flehen um ein sanftes Ende,
auch wenn es nicht zu diesen Mauern passt.
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Lieber Erich,
wie sag ichs nur, wie drück ichs aus?
Deine Gedichte springen mich immer wieder voller Macht an, sie bannen mich, sie reißen mich hin.
Welch ein unversiegbarer Born strömt in Dir!
Dankbaren Gruß
von
Cyparis
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Hallo Erich,
ich bin hin und weg, was für ein starkes Stück!
Deine Wortwahl und Formulierungen sind brillant und lassen diese "Verfluchte Stadt" so bildhaft vor mir erstehen,
dass ich mich ganz in dieser grauen, feuchten Welt verfange.
Wie schade, dass so wenig Menschen an Lyrik interessiert sind. Die wissen gar nicht, was ihnen da entgeht.
Bin restlos begeistert.
LG Daisy
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Hi, Cypi, Daisy!
Vielen Dank euch beiden für volles Lob!
Ich dachte hier an die verrußten Industriestädte, die uns ab dem 19. Jhdt bis in die Achtziger Jahre begleitet haben: Backsteingewordene Depression!
LG, eKy