die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Februar 27, 2013, 21:01:07
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Du Berg des Wortes, übergroße Ruh -
wie fühlt man sich vor deinem Fuß als Zwerg,
spann doch kein andrer aus dem groben Werg
des Deutschen solchen Seidenglanz wie du.
Ein stiller, unaufdringlicher Beachter
des Kleinen, Zärtlichen und des Gefühls
warst du inmitten täglichen Gewühls
der Welt des Schönen heimlicher Betrachter.
Wie zogen deine Zeilen mich ins Tiefe,
als wären allen Sinnen sie Magnet
um deine Mitte, und darunter schliefe
das große Auge einer weisen Seele,
die aller Blicke Prüfungen besteht,
und der ich immerzu mich anbefehle.
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Lieber Erich Kykal -
welch eine gelungene Eloge auf den Meister und ganz im Sinne des Meisters!
Magst Du auch manchen Lesern als Epigone erscheinen - Du bist es nicht, Du bist sozusagen ein dienender Fürst.
(Meintest Du wirklich den Genitiv im ersten Terzett, Vers zwei, oder wäre hier nicht dar Dativ angebracht?)
Bewundernden, tiefergriffenen Gruß
von
Cyparis
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Hi, Cypi!
Als wären sie Magnet aller Sinne - als wären aller Sinne sie Magnet - als wären sie Magnet der Sinne aller.
Du hast Recht - in dieser Umstellung ist das so nicht ganz korrekt formulierbar oder zumindest leicht missverständlich. Gemeint hatte ich: Magnet der Sinne aller. Ich schreibe es um. Vielen Dank für den Hinweis!
Das Lob freut mich besonders hier - will ich mich doch gerade seiner Lyrik einigermaßen als würdig erweisen in meinem Versuch des Lobes an ihn!
LG, eKy
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will ich mich doch gerade seiner Lyrik einigermaßen als würdig erweisen in meinem Versuch des Lobes an ihn!
was Dir stets auf's Neue gelingt!
Wie dankbar dürfen wir sein, daß er in Dir einen würdigen(den) Bewahrer, Neuerer und Großen gefunden hat.
Ich weiß, was Du ausdrücken wolltest, aber die Formulierung hat mich verwirrt und irritiert.
"um Deine Mitte" sehe ich immer noch ein wenig anders.
"in Deiner Mitte" (als wirkliches Zentrum) steht vor meinem inneren Auge.
Vorläufig lieben Gruß
von
Cyparis
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Hi, Cypi!
Ja, wie kam ich zu "um deine Mitte"...logischer wäre ja zweifelsohne deine Version.
Ich hatte das Bild eines Strudels im Meer, eines Wirbelsturmes oder eines Sonnensystems vor Augen: Alles kreist um die Mitte, in der das Wesentliche ruht, der innerste Kern, den nichts drumherum erreichen oder berühren kann.
In Strudel und Sturm ist diese Mitte eine (vielleicht buddhistische) Leere, ein "Auge", im Sonnensystem das lebenserhaltende, Licht und Wärme spendende Element - die Sonne selbst.
Dieses Bild wollte ich in dieser Formulierung vermitteln - vielleicht zuviel gewollt... :-\
Ich werde deinen Vorschlag bedenken. Vielen Dank für deine Gedanken!
LG, eKy
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Hallo Erich,
diese großartige Hymne habe ich noch gar nicht kommentiert, wie nachlässig von mir!
Dem aufmerksamen Leser entgeht natürlich nicht, wie sehr dir Rainer Maria Rilke am Herzen liegt und das hast du
in grandiosen Versen bewundernswert ausgeführt.
Hier gebührt der Applaus ganz allein dir! :)
LG Daisy
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G'schamster Diener, gnä' Frau! ;D :-*
LG, eKy