die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: galapapa am Mai 29, 2013, 19:20:21
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Wie nasses Tuch klebt Warten an der Zeit;
sie schleppt es mit sich durch den kalten Regen,
doch bessre Tage scheinen endlos weit
entfernt und neue Hoffnung so entlegen.
Aus welken Apfelblüten tropft das Nass,
im späten Frost erlosch ihr junges Leben;
vom langen Sonnenhunger leichenblass
geworden, haben sie sich aufgegeben.
Nicht eine Imme tanzt im Wiesenflor,
sein Gelb ist mit dem Harren schon vergangen.
Befreites Jubilieren, es erfror;
das Werden scheint im kühlen Dunst gefangen.
Vom Flieder trieft der abgewaschne Duft,
als wäre er zu Kümmernis vergoren.
In Pfützen schwimmt der Blütenstaub der Luft,
der Frühling hat sein Hochzeitskleid verloren.
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Hi, Charly!
Oje - Schlechtwetterdepression!
Hier hast du die Frustseite des Regenwetters kongenial verdichtet.
Ich habe bloß einen Vorschlag: In S2Z4 gefiele mir "sich" anstatt "längst" sprachlich besser.
Sehr gern gelesen!
LG, eKy
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Hallo Erich,
danke für Dein Lob!
Als Hobbygärtner wird man da wirklich fast depressiv; weniger wegen des Regens als vielmehr wegen der Kälte.
Danke auch für Deinen Vorschlag! Den werde ich übernehmen.
Liebe Grüße!
Galapapa
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Lieber galapapa -
wäre das Gedicht nicht so wunderschön, könnte man depressiv werden.
So aber ist plötzlich die Sonne bei mir aufgegangen.
Ganz herrlich!
Lieben Feiertagsgruß
von
Cyparis
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Hallo galapapa,
ein ausgesprochen feines Schlechtwettergedicht, das trotz Regen und Kälte herzerwärmend ist!
Wunderschöne Verse und sprachlich erstklassig.
Gefällt mir ganz ausgezeichnet!
LG Daisy
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Liebe Cyparis,
danke für Dein schönes Lob!
Die Stimmung ist bei mir aus der Sicht des Hobbygärtners schon gedrückt; nichts will recht gedeihen außer dem Gras und den Schnecken. ;D
Aber ich bin zuversichtlich, das wird schon werden. Nach bösen Hagel(rück)schlägen habe ich oft beobachtet, wie schnell die Natur solche Wunden heilt.
Liebe Grüße! :)
galapapa
Liebe Daisy,
ein tolles Lob, hab herzlichen Dank!
Nach einem kalten Dauerregen letzte Nacht hab ich heute früh die Heizung wieder angemacht; in der Wohnung hatte ich zuvor 13 Grad gemessen.
So einen Mai habe ich mit Sicherheit noch nie erlebt.
Aber man darf nicht verzweifeln; das wird schon werden.
Meine Großmutter selig pflegte zu sagen: "Der Krieg war schlimmer."
Liebe Grüße!
:)galapapa