die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Ingo Baumgartner am Juni 22, 2013, 09:21:12
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Da lodern die Flammen, es brennen die Berge,
das Licht feiert prasselnd den Gipfel der Macht.
Die Zungen der Feuer vetreiben Dämonen
und kürzen die Zeit noch der kürzesten Nacht.
Ein Brauchtum der Freude, der Jugend ein Fest,
mit Mühen verbunden, die Brandstatt zu nähren.
Jahrhunderte blicken zurück auf den Tag,
die Feier, die Sonne und Erdlauf gewähren.
Politischer Missbrauch germanischen Kultes,
er nimmt diesem Volksbrauch sein Ansehen nicht.
Den Lauf der Gestirne zu achten ist löblich,
das wechselnde Spiel auch von Dunkel und Licht.
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Das erinnert mich an Sonnwendfeuer in der Slowakei (90er Jahre), da leuchtete es von jedem Berg und alle riefen sich einander zu - das "He-Hoh!" war weithin zu hören.
Es waren wunderbare Feste, harmonisch, auch etwas spintisiererisch und sehr "geist"-reich.
(Meist Mirabellengeist).
Gefällt mir sehr, daß Du auch auf den Mißbrauch hingewiesen hast.
Lieben Gruß, Ingo,
von
Cyparis
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Hi, Ingo!
Sehr wuchtige, getragene, lyrische Sprache - gefällt mir!
Mit dem "politischen Missbrauch" spielst du wohl auf die Nazis an?
Fragen: Welche "Dämonen" sind in S1 gemeint, die die Flammen "vertreiben" und den Lauf der Nacht kürzen? Der Sinn dieses Bildes entgeht mir. Was ist gemeint?
Ansonsten sehr genossen!
LG, eKy
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cyparis und Erich, herzlichen Dank fürs Kommentieren. Erich, ich ertappe mich immer wieder bei unklarer Objekt - Subjekt-Stellung. :) Danke. LG ingo
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Ach ja - so rum ergibt das Sinn! :D - Sehr schön!
LG, eKy
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Hallo Ingo,
kaum zu glauben, dass die Sonne schon wieder ihren höchsten Stand erreicht hat
und von jetzt an wieder in die entgegengesetzte Richtung wandert.
Mit deinem stimmungsvollen Gedicht hast du dieses Ereignis gebührend gewürdigt.
Sehr gern gelesen!
LG Daisy
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Das Kürzerwerden der Tage ist mir gar nicht so rrecht, ich liebe die anwachsenden. :) Danke Daisy.