die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: gummibaum am Juli 04, 2013, 13:31:44
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Vom Mond aus siehst du wunderbar ihr Schweben,
ein stilles Blau, gewaltig in der Nacht,
ein Teleskop zeigt, was sie anders macht,
das Blau ist Wasser und es spricht von Leben.
Wenn sich auf ihr die Kontinente zeigen,
wird des Planeten Vielgestalt entdeckt,
entdeckt des Lebens Wimmeln, das fast schreckt,
Geburt und Tod, Entwicklung, weiter steigen.
Es wächst so oft aus Ruhe großes Beben,
das die Gelassenheit zuletzt verdrängt.
Die ruhig Schwebende, sie hat gegeben,
was sich in Liebesglut und Kampf verschränkt.
Und doch sehnt alles sich nach ihrem Leben,
der Ruhe, die ein weiter Raum umfängt.
(Fundus)
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Lieber gummibaum,
ich lese das eher als Wunschtraum.
Neulich sah ich Teleskopaufnahmen aus dem All:
Überall Licht, keine wirkliche Nacht mehr (höchstens noch in Wüstengebieten), ungesundes Flimmern.
Aber gut gestaltet, Dein Gedicht!
Herzlichen Gruß
von
Cyparis
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Hallo Gummibaum,
ein schönes Gedicht, vor allem ein ausgefallenes Thema. Darum besonders.
Liebe Grüße
wolfmozart
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Hi, Gum!
Inhaltlich und sprachlich formidabel, indes, an deiner Sprachmelodie solltest du noch feilen. In deinen Zeilen verbirgt sich so mancher Zungenverdreher, für manche Lautfolgen ist unheimlich viel Bewegung im Mund nötig, und das Ergebnis wirkt akkustisch nicht rund und fließend. Auch die Vielzahl männlicher Kadenzen trägt dazu bei.
Ein schönes Gedicht, aber selbst beim stillen Lesen knarzt es ab und zu im Kopf! ;D
LG, eKy
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Ja, Cyparis, die Erde ist nervös geworden. Ich war schon immer ein Träumer, der -wie hier- "hinterm Mond" ist.
Hallo, Wolfmorzart, seit ich den ersten Mondspaziergang 1968 im Fernsehen sah, schaue ich gern von dort aus.
Hallo, Erich, ich hatte keinen rechten Schwung bei dem Gedicht. Dadurch ist es ein bisschen zusammengeleimt.
Liebe Grüße und Dank sagt
gummibaum