die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: gummibaum am Juli 17, 2013, 01:47:15

Titel: Motten
Beitrag von: gummibaum am Juli 17, 2013, 01:47:15
Die Nacht ist da und mit ihr auch die Motten,
die um die Lampe flattern, lichtgelockt,
gleich wie sich Schatten um Gedanken rotten,
so dass Erkenntnis doch im Dunkeln hockt.

Da kannst du um dich schlagen, wie du magst,
es werden nur vermehrt die Schatten kommen,
umsonst, dass du dich in den Nächten plagst,
dein Licht wird, kaum entzündet, dir genommen.
Titel: Re:Motten
Beitrag von: cyparis am Juli 21, 2013, 19:01:08
Lieber gummibaum -


sehr wehmütig und deprimierend, gleichzeitig so wohlgestaltet!


Herzlichen Gruß
von
Cyparis
Titel: Re:Motten
Beitrag von: Erich Kykal am Juli 21, 2013, 20:10:57
Hi, Gum!

Ein schönes Gleichnis!

In S2Z1 fehlt ein "du".

S1Z4 - Dass die Erkenntnis "hockt", klingt für mich weniger gediegen, bedenkt man, was für ein erhaben Ding sie sei... ;)

S2Z3 - hier muss man das "du besonders betonen, um im Rhythmus zu bleiben. Ich rate zu einer leichten Vereinfachung ohne Komma, um die Satzmelodie freier fließen zu lassen: "umsonst hast du in Nächten dich geplagt".
Eine Alternative, um die Parallele zum Menschenleben hervorzuheben: "im Leben" statt "in Nächten"?

Sehr schöne Conclusio!

Sehr gern gelesen!

LG, eKy
Titel: Re:Motten
Beitrag von: gummibaum am Juli 21, 2013, 21:17:01
Vielen Dank, Cyparis und Erich!

Das "du" ist schon eingefügt. "stockt" statt "hockt" ? Partikel auf die Hebung zu setzen, ist allerdings nicht sehr gekonnt. Für eine entsprechende Änderung muss ich das Bild aber wiedererwecken. Demnächst.

LG gummibaum