die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: gummibaum am Juli 17, 2013, 17:19:13

Titel: Begegnung
Beitrag von: gummibaum am Juli 17, 2013, 17:19:13
Manchmal begegnet dir die Zeit,
die sonst nur weitergeht,
nichts als Momente tauscht und reiht,
als wenn da jemand steht.

Dann tritt sie nah an dich heran
für einen Augenblick,
fasst etwas in dir leise an
und tauscht dir aus ein Stück.

Dann hast du plötzlich das Gefühl,
du bist in fremder Hand
und spürst herangerückt schon kühl
den Hauch am letzten Rand.
Titel: Re:Begegnung
Beitrag von: cyparis am Juli 21, 2013, 20:24:25

Manchmal begegnet dir die Zeit,
die sonst nur weitergeht,
nichts als Momente tauscht und reiht,
als wenn da jemand steht.

Dann tritt sie nah an dich heran
für einen Augenblick,
fasst etwas in dir leise an
und tauscht dir aus ein Stück.

Dann hast du plötzlich das Gefühl,
du bist in fremder Hand
und spürst herangerückt schon kühl
den Hauch am letzten Rand.




Das ist, als fasse mir eines Eiseshand ans Herz.
Ich hätte in der 2. Strophe anders formuliert, aber das spielt keine Rolle.

Dir gelingt es immer wieder, mir das Gefühl zu geben, daß Du mein Allerinnerstes durchschaust.
Manchmal ist das beunruhigend.


Abendgruß
von
Cyparis
Titel: Re:Begegnung
Beitrag von: gummibaum am August 06, 2013, 19:07:55
Tut ir leid, Cyparis, dass ich nicht reagiert habe. Ich habe es übersehen. Danke nachträglich.

LG gummibaum
Titel: Re:Begegnung
Beitrag von: wolfmozart am August 24, 2013, 15:22:37
das ist ein besonderes Gedicht. Sprachlich und vor allem auch inhaltlich.

...fasst etwas in dir leise an
und tauscht dir aus ein Stück...
das finde ich besonders gut!

Lg wolfmozart
Titel: Re:Begegnung
Beitrag von: gummibaum am September 01, 2013, 01:43:53
Danke,  wolfmozart. LG gummibaum
Titel: Re:Begegnung
Beitrag von: Erich Kykal am September 01, 2013, 11:55:56
Hi, Gum!

Sehr schön!

Bloß am Anfang etwas indifferent, da das "manchmal" betonungsmäßig problematisch ist: Hier muss man die 2. Silbe betonen, was sich aber erst aus den Folgezeilen ergibt. Da normalerweise und zumeist die erste Silbe von "manchmal" beim Lesen betont wird, kommt es beim ersten Lesen hier automatisch zu "Rhythmusstörungen".

Ist aber keine große Sache, bloß eine kleine Lästigkeit. Beim neu Ansetzen gibt es keine Ruckler...

Sehr gern gelesen!

LG, eKy
Titel: Re:Begegnung
Beitrag von: gummibaum am September 01, 2013, 15:22:34
Danke, Erich. Mir fällt im Moment nichts Besseres ein.

LG gummibaum
Titel: Re:Begegnung
Beitrag von: Erich Kykal am September 01, 2013, 21:02:17
Wie wäre das!?

"Zuweilen blickst du in die Zeit," (...schaust du durch die Zeit, ...starrst du in die Zeit, ...)