die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Juli 22, 2013, 11:37:53
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Stehst du im Frühling deines Lebens,
erfreust du dich an Sommern gern,
doch tilgt ein Herbst schon deinen Stern
und haucht die Grüne deines Strebens,
die einst dich stark gemacht und rein,
in seinem Gange welk und mürbe,
als ob ihr Glanz in dir erstürbe -
was kann dir da ein Sommer sein!?
Und doch - wird er auch unerreichter,
du lebst ihn reifer, wohlbedacht,
und alles, was dich wachsen macht,
trägt deines Winters Schatten leichter.
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Hier braucht es keinen Lektor - und wenn, dann hätte er nichts zu tun. Wunderschönes Gedicht, an dem ich jetzt auch schon den Autor zu erkennen vermag. Die Strophen übergreifenden Reime werden zum Markenzeichen. LG Ingo
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Vorerst:
Das ist keine Sommerweisheit,
die Dir anstünde - das ist eine fiktive Herbstweisheit.
Später mehr, Du "Schäker" * !
Cyparis
* kokettierst Du? Oder ist es Voraussicht?
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Hallo Erich,
ob nun Sommer- oder Herbstweisheit, es ist in jedem Fall weise und auch wahr.
Schönes Gedicht! :)
LG Daisy
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Hi, Ingo, Cypi, Daisy!
Vielen Dank für eure freundlichen Kommis!
Ingo - "Markenzeichen" wäre zuviel gesagt, haben andere, bessere Dichter es mir doch erst vorgemacht, siehe Rilke usw..
Cypi - Wenn einer so faul, fett und träge ist wie die Haarlose-Affen-Version von Garfield (und das bin ich mit Gewissheit!), fühlt er sich immer wie ein alter Mann, egal, was auf der Geburtsurkunde steht - und meine Chancen, überhaupt erst alt zu werden, stehen dementsprechend! Ich kokettiere nicht - ich spreche aus bitterer Erfahrung! :-[
Daisy - G'schamster Diener, gnä' Frau! ;)
LG, eKy
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Der Anteil Sommer im eigenen Leben schwindet, wird aber bewusster erlebt. Verlust und Finden sind gut miteinander verwoben. Nichts wirkt hier gewollt, alles organisch. Sehr gern gelesen, Erich.
LG gummibaum
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Nie beantwortet, sorry - lang, lang ist's her. Eins meiner Frühen, aber liftungswürdig, also ...