die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: Erich Kykal am August 08, 2013, 11:32:24
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Wie von Wogen sanfter Hügelketten,
angehalten vor der Menschen Zeit,
und des Waldes Schattenreich umfangen,
munkeln dunkle Wasser in den Betten
lichten Sandes aus dem grünen Kleid
heller Wiesensäume vom Verlangen,
das den stillen Wanderer bestürmte:
Eins zu sein mit solchen Szenerien,
die uns Herz und Seele überrauschen!
Und wo Felsen sich auf Felsen türmte,
saß er endlos lange, wie es schien -
Herz und Seele waren eins im Lauschen.
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Hallo Erich,
wenn ich Erfrischung ersehnte, halte mein Auge in deine Verse. Sie bewahren das Empfundene so getreu, anschaulich und gefühlstief, das ich als ein Neugeborer den Fluten ensteige. Das Gedicht verlockt zu einer Sprachanalyse, weil sich auf allen Ebenen (phonetisch bis sytaktisch) reichlich gediegene Auswahl und Relationen finden, aber ich werde es mir verkneifen. Ein Gruß an die schöne Natur.
LG gummibaum
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Hi, Gum!
Danke für dein vollmundiges Lob!
Ja, am besten bin ich bei Naturbeschreibungen, da bin ich emotional am ehesten beteiligt. Mein Herz hängt an solchen magischen Flecken, und ich versuche, ihren Zauber quasi einzuatmen und zu verinnerlichen!
Kannste googeln: Lohnbachfall Rapottenstein/Pretrobruck. Hier ein Link:
http://www.google.at/search?q=lohnbachfall&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=L28DUvaIJc3AtAag24CgCg&sqi=2&ved=0CDcQsAQ&biw=1600&bih=754
Allerdings "komponiere" ich solche Texte nicht bewusst nach bestimmten Kriterien - ich bin eher Gefühlsdichter, so aus'm Bauch heraus. Wenn die Emotion stimmt, fügen sich Inhalt und Sprachmelodie fast wie von selbst.
LG, eKy
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Hallo Erich,
das ist auch meine Erfahrung: die Stimmungstiefe ist weder fürs Leben an sich noch für seine unmittelbar kostbare Sprachäußerung, die Lyrik, als ein Ursprung zu übertreffen. Und die Natur ist lebenslang unsere nährende und wundersame Mutter. Ich habe den Lohnbachfall im Internet angeschaut und konnte die Kontraste Hell/Dunkel, Bewegung/Ruhe usw., die du eingefangen hast, gut erkennen und das Überfließen des Gefühls noch einmal nachempfinden. Danke. Auch die Musik vermag ja Ähnliches.
LG gummibaum
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Später! :)
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Wie von Wogen sanfter Hügelketten,
angehalten vor der Menschen Zeit,
und des Waldes Brandungsschaum umfangen,
munkeln dunkle Wasser in den Betten
lichten Sandes aus dem grünen Kleid
heller Wiesensäume vom Verlangen,
das den stillen Wanderer bestürmte:
Eins zu sein mit solchen Szenerien,
die ihm Herz und Seele überrauschten!
Und wo Felsen sich auf Felsen türmte,
saß er endlos lange, wie es schien -
Herz und Seele waren eins und lauschten.
Ich bin, was sonst?, hingerissen.
Deine Wortkunst steht außerhalb jeglicher Beurteilung, Kommentierung, Rezension von meiner Seite.
(Szenerien ist wunderschön, aber Galerien erscheint mir auch sehr passend, weil mehrdeutig).
Ganz herzlichen Nachtgruß
von
Cyparis
(semper fi)
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Hi, Cypi!
Vielen Dank für deine lieben Zeilen!
Galerien? Wie sollte das passen? Vielleicht "Felsengalerien", was das Gesamtbild aber nur unvollständig beschriebe, okay - aber worin besteht die erwähnte Mehrdeutigkeit?
LG, eKy
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http://de.wikipedia.org/wiki/Galerie
such's Dir aus -
Ich dachte an an eine Bildergalerie - und die Natur bietet die schönsten Bilder!
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Es hängt davon ab, wie das LyriIch sich sieht: Deins steht vielleicht vor Bildern in einer Galerie, meins aber befindet sich vor Ort, inmitten der Natur selbst, die es beschreibt. Deshalb bleibe ich bei "Szenerien". :)
LG, eKy
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Hast ja Recht, obwohl ich mich auch "inmitten" sehe.
Laß mich doch ein wenig wortsimpeln! ;)
Lieben Gruß!
C.
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Hallo Erich,
ganz genau so habe ich diese Naturschönheit bei unserer Wanderung erlebt und mit diesem schönen Gedicht lässt du mich diesen Tag noch einmal erleben!
Vielen Dank dafür! :)
LG Daisy
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Hi, Daisy!
Das freut mich - auch wenn wir leider keine Zeit hatten, uns irgendwo mal hinzusetzen und die Bilder sinken zu lassen! Schade.
LG, eKy