die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Erich Kykal am September 03, 2013, 23:36:48
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Im Anbeginn der Stille jener Nächte,
die ihre Dunkelheit aus Tränen weben,
verklingt dein unerhörter Ruf: Ach brächte
der neue Morgen doch ein neues Leben!
Und wäre Frohsinn und ein mildes Schauen
von treuen Augen deinem Blick entboten,
die unter zärtlich hochgewölbten Brauen
aus Liebe dich erweckten von den Toten!
Doch in die Stille muss dein Wort verhallen,
du bist, des Hoffens und der Freude bloß,
das allereinsamste Geschöpf von allen,
und ohne Wärme bleibt dein kalter Schoß.
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Hallo Erich,
ein großartiges Gedicht - wie könnte es auch anders sein - aber traurig und deprimierend, zur Zeit nicht mein Ding!
Kleiner Hinweis: "hochgewölbten Brauen".
Chapeau!
LG Daisy
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Hi, Dasiy!
Mist - ich hasse es, wenn ich bei Tippfehlern erwischt werde! ;) ;D
Vielen Dank für den Hinweis und die freundlichen Worte!
LG, eKy
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Hallo Erich,
schon wieder erwischt! ;)
Oder hast du meinen Namen absichtlich falsch geschrieben?! :D
LG Daisy
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UUUPS! - Ich und meine Würstelfinger!!! :o :D
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Lieber Erich,
ein erschütterndes Gedicht.
Umso erschütternder, als es wundervoll gestaltet ist.
Eines, bei dem ich einen Kloß in den Hals bekomme.
Herzlichen Gruß
von
Cyparis
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Was mich da wohl inspiriert hatte? Ein Gemälde? ein Film? ein Buch? Meine eigenen Verluste?
Ein wenig staksig erscheint mir die Satzkonstruktion heute mit Abstand, ein wenig allzu sprachverliebt in möglichst komplexe Formen. Naja, Geschmackssache ...
Das ist eine der grausamen Seiten des Lebens, mit der wir fertig werden müssen: Wir verlieren Geliebte, wenn wir lange genug leben, an Zeit oder tragische Umstände.
LG, eKy
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Schön gedichtet, lieber Erich.
Nach Titel und Thema wahrscheinlich durch ein älteres Gemälde inspiriert.
Das Sterben von Eltern und Geschwistern gehörte ja früher schon als Kindheiterfahrung zum Leben und begleitete es weiter. Hier scheint eine Frau vergeblich zu hoffen, dass ihr Mann weiterlebt und sie noch Kinder bekommt. Heute wird man oft erst Zeuge des Sterbens, wenn man selbst dran ist, und kann es nicht mehr malen oder beschreiben. Die diesbezügliche Trauer ist ebenfalls kaum mehr öffentlich (bzw. Pflicht wie früher) und hat daher auch nicht mehr das gleiche Gewicht. Aber ich denke, es nimmt auch der Freude etwas, wenn der Gegenpol schwindet.
Du wählst hier erlesene Worte, und mancher moderne Leser findet es wegen der Tendenz zum saloppen Wort vielleicht zu viel des Guten. Aber mir gefällt es sehr.
LG g
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Hi Gum!
Danke für die freundlichen Worte. Dies ist von 2013 - sozusagen 'a oide Hodern', wie wir in Ösiland sagen.
Das war die beste Zeit unserer Dichtertreffen bei mir, alle noch am Leben, schaffend ... - nichts bleibt für immer.
Wehmütige Grüße, eKy