die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: Ingo Baumgartner am September 16, 2013, 09:57:41
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Das Bächlein fließt durchs Wiesenweit
in Stille und Beschaulichkeit.
Nur selten lädt ein Wackerstein
zu leisem Plätscherplaudern ein.
Mäandern folgt die kühle Fracht,
das Spiegelbild der Sonne lacht
fast ungetrübt zurück zum Rain,
trägt Gold ins blaue Nass hinein.
Da stemmt sich ein Fels mit gebrochener Kante
dem Wasser entgegen, das nunmehr gebannte
gemächliche Fließen staut an sich zum Drängen,
die hindernde Sperre mit Urkraft zu sprengen.
Gar zwei Elemente vermengen im Toben
des Falles zur Gischt, die von Mächten geschoben
in silbernen Bändern, dem Sprühtropfenglanze,
zum Weiterfluss streben, dem Ende der Schanze.
Jetzt fließt der Bach, vom Druck befreit,
in Stille und Beschaulichkeit.
Nur selten lädt ein Wackerstein
zu leisem Plätscherplaudern ein.
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Hallo Ingo,
sehr schönes Gedicht!
Mir gefällt die "Geschichte", die erzählt wird und vor allem die Form.
Der Übergang vom vierhebigen Jambus in den Daktylus mit jambischem Auftakt betont sehr schön die Dramatik.
Auch das Zurückfallen in den ruhigen Takt unterstreicht den Höhepunkt noch einmal und führt zu einem friedlichen Ausklang.
Sehr gelungen!
Herzlichen Gruß! :)
Galapapa
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Danke dir, Galapapa. Wenn man das Bächlein verfolgt, drängt sich eine unterschiedliche Taktfolge auf. ;) LG Ingo
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Lieber Ingo,
ich kann nur immer wieder Deine Wortkunst, die meisterliche, bewundern und bestaunen.
Wie reich ist unsere Wiese an Schätzen!
Ganz herzliche Feiertagsgrüße
von
Cyparis
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Ha, das ist wohltuend zum Lachen, dieser Wechsel ins Balladenmaß, S3/S4.
Gern genossen! LG gummibaum