die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Oktober 05, 2013, 14:33:40
-
Hörst du auch beinah wie Meeresrauschen
den Verkehr der nahen Autobahn?
Wo an himmelhohen Schallschutzwänden
Jugendträume ohne Laut verenden,
unerfüllt und wie die Zeit vertan,
die wir für Gewöhnlichkeiten tauschen...
-
Hörst du auch beinah wie Meeresrauschen
den Verkehr der nahen Autobahn?
Wo an himmelhohen Schallschutzwänden
Jugendträume ohne Laut verenden,
unerfüllt und wie die Zeit vertan,
die wir für Gewöhnlichkeiten tauschen ...
Ja, lieber Erich Kykal
Und mein Herz zerbricht an jedem,
Jungen - Maien, dessen Augen
sich in meinen Spiegeln.
LG
Phönerle
-
Sorry, Phönix, aber dein seltsamer Satz sagt mir nichts. Kannst du ihn so formulieren, dass mir sein Sinn weniger kryptisch erscheint?
-
Zitat: Erich Kykal
„Sorry, Phönix, aber dein seltsamer Satz sagt mir nichts.
Kannst du ihn so formulieren, dass mir sein Sinn weniger kryptisch erscheint?“
Ja gerne. Was ich mit meiner Antwort zum Ausdruck bringen wollte,
war das Gefühl, das dein Gedicht bei mir hinterlassen hat.
Ich habe es so verstanden, dass du hier von aktuellem Zeitgeschehen sprichst.
Dem immer schneller dem immer weniger zuhören
der Oberflächlichkeit im zwischenmenschlichen Bereich.
Die Überschüttung oder Überhäufung mit Tand -
geschuldet der Hatz nach Geld, Erfolg und Anerkennung.
Das, was Wunsch und Sehnsucht war, vergessen wird, bzw.
Überdeckt wird mit Gewöhnlichkeiten.
Wenn ich heute die Kinder und Jugendlichen beobachte,
beschleicht mich ein ungutes Gefühl, was ihren Weg anbelangt.
Keiner von ihnen hat es verdient mit solchen Lasten in die
(Zukunft) geschickt zu werden.
Ich hoffe, dass ich mich erklären konnte.
Das Thema für mich wäre hingegen:
Die Entdeckung der Langsamkeit.
LG
Phönix
-
Lieber Phönix, offenbar ist dir der Titel des Gedichts entgangen. Es geht um Schrebergärten, meist eingeklemmt zwischen Gewerbegebieten, Industriebrachen und den örtlichen Autobahnkreuzen, umrahmt von Lärmschutzwänden: Inbild einerseits des Pragmatismus und der Sehnsucht finanziell unterprivilegierter Stadtbewohner nach etwas Grün, andererseits von kleingeistigem Spießbürgertum in sämtlichen negativen Ausprägungen: Kleingeistigkeit, Vereinsmeierei, Nachbarschaftskontrolle, Gartenpolizei, usw...!
LG, eKy
-
Hallo Erich,
in wenigen Versen fängst du alles das ein, was so eine "Schrebergarten-Idylle" ausmacht!
Ich selbst habe zwar nie Erfahrungen mit Schrebergärten gemacht, kenne aber aus Besuchen bei Freunden einen Platz für Dauercamper und ich denke, dass es da deutliche Parallelen gibt.
Kurz und treffend! Gefällt mir! :)
LG Daisy
-
Hi, Daisy!
Danke für das Lob! Es war eine Eingebung des Augenblicks, eingedenk auch der alten "Kottan ermittelt"-Folge, wo es um Mord im Schrebergartenmilieu geht... :D
LG, eKy
-
Hallo Erik Kykal
Nein ich hatte die Überschrift nicht überlesen. Vielmehr habe ich sie anders interpretiert, sozusagen als Rückzugsorte ins kleine Idyll.
Wie dem auch sei, du hast es dann ja ausführlich erklärt.
Danke dafür.
LG
Phönix
-
Lieber Erich -
die parzellierte Rückzugsidylle mit Statuten, strengen Regeln, Eifersüchteleien - wia im richtign Läbn ;D -
und doch ein eignes kleines Stückchen Eden..
Gut geschildert!
Herzlichen Gruß
von
Cyparis