die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Oktober 12, 2013, 22:38:41
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Umwebte nicht der Glanz der stillen Stunden
das wenige an Glück, das ich bewahrte,
so oft des Lebens Weh sich offenbarte -
ich hätte nie den Weg zurück gefunden
aus Labyrinthen, die ich nicht gewahrte,
da ich, der Lebensfreude lang entbunden,
ermattet schon und mit ihr hingeschwunden,
mich quälte, bis der welke Himmel klarte.
In dieser Stille, dem Geschenk der Tage,
die nichts von uns verlangen und erwarten,
erzog ihr Licht die Saat in meinem Garten.
Der sachte Schimmer, den ich seither trage,
erhellt den Pfad, auf dem ich Schritte wage
und nicht mehr fürchte, dass sie mir entarten.
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Hallo Erich,
ich kann hier nur ein besonderes Lob lassen!
Schon die Zusammenstellung der Reime verleiht dem Sonett einen besonderen Glanz.
Je öfter ich es lese, desto mehr habe ich das Gefühl, dass das lyrische Ich aus einer großen, bodenlosen Eisamkeit herauskommt, ganz langsam und zaghaft und in einer fremden, feindlichen Welt erste Schritte wagt.
Da lassen sich eine Menge Dinge hineininterprtieren.
Du bist wieder in Höchstform! Und da hast Du den da verdient: Chapeau!
Herzlichen, neidischen Gruß aus dem kreativen Nichts! :)
Charly
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Hi, Charly!
Höchstform? Naja, ein wenig konstruiert wirkt es zuweilen schon, an manchen Stellen geschniegelt - Kravattenlyrik... :D :scratch:
Das Leben besteht aus vielen kleinen Einsamkeiten, und jede schlägt irgendwann besonders hart zu. Aber wie es so schön heißt: In der Ruhe liegt die Kraft! Mir helfen eben nicht Trubel unter Menschen, Ablenkung und Betäubung, sondern Einkehr, Schweigen, Selbstspiegelung.
Das Gedicht sagt also eigentlich das Gegenteil aus: Wann immer ich durch Menschen verletzt wurde (oder selbst Täter war), zog ich mich in Isolation zurück und genas am "Glanz der Stille", schöpfte neue Kraft aus dem inneren Monolog. Dies erst gab mir die Kraft, in die welt zurückzufinden und mich erneut daran zu versuchen, diemal hoffentlich weiser und rücksichtsvoller. Es ist ein Loblied auf die Kontemplation der Einsamkeit, nicht die Beschreibung eines zagen Ausstreckens von Fühlern in eine kalte, harte Welt.
Vielen Dank für's Lesen und Loben! :)
LG, eKy
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Hallo Erich,
mindestens teilweise Gesundung in der Ruhe und Abgeschiedenheit, die das Zutrauen zu sich selbst wiederbringen, ist in den gewählten Sprachbildern meisterhaft wiedergegeben.
Sehr gern gelesen. LG gummibaum
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Hi, Gum!
Vielen Dank!
LG, eKy
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Hallo Erich,
das finde ich überhaupt nicht, dass deine Gedichte zuweilen ein wenig konstruiert wirken, für mich sind es kunstvolle Gebilde!
Es ergibt sich lediglich aus der Gedichtform und dem jeweiligen Thema, dass sich manche Texte leichter und manche schwieriger präsentieren.
Dieses Sonett hier ist jedenfalls wieder ein besonderer Leckerbissen! Ein Stück für Genießer! :)
Auch das Reimschema ist faszinierend und zeugt von wahrem Können.
Vom Thema und Inhalt liegt es ganz auf meiner Linie und gefällt mir auch deshalb besonders gut.
LG Daisy
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Hi, Daisy!
Vielen Dank für dein nachhaltiges Lob, das versöhnt mich wieder mit meinen Wortspielereien! :) ;)
LG, eKy
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per aspera ad astra
soll hier als unverschlüsseltes Lob stehen.
Du Licht in meinen dunklen Stunden, lieber Erich!
Für mich ist dieses Sonett einer der unzähligen Glanzpunkte in Deinem Schaffen.
Wie nahe ich mich dem Inhalt oft fühle, ahnst Du nicht.
Dankbaren Gruß
von
Cyparis
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Hi, Cypi!
Vielen Dank für diesen Hymnus! :)
Ja, Ruhe, Kontemplation und Selbstanalyse - das hilft! Keine Erwartungen erfüllen müssen, nicht mal eigene. Sich treiben lassen im umarmenden Bewusstsein, am richtigen Ufer anzulanden!
LG, eKy
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Lieber Erich Kykal
Dein Gedicht ist dir, wie eine Decke die dich schützt. So habe ich es empfunden!
Ich selbst trage meine die mir das Leben webte und unter ihr die wenigen,
doch so kostbaren Momente des inneren Friedens des Abstandes zu allem Getöse.
Diese Schau auf den Kern des wahrhaftig sein. Licht des inneren Friedens!
Ich wünsche dir viele weitere Schritte auf deinem Weg, an denen du wachsen kannst.
Bewegt gelesen.
Der Phönix
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Hi, Phönix!
Vielen Dank für deine freundlichen Wünsche und Gedanken!
LG, eKy