die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: gummibaum am Oktober 29, 2013, 20:01:59
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Die Haut ist mir zu eng geworden.
Wie viele Häute streifte ich
von meinem Wesen schon! Und morden
kann doch die letzte, zähe mich.
Vollkommen wär ich, wenn sie risse,
Entfaltung gäbe Bestes frei,
doch eine Angst, ins Ungewisse
mich zu verlieren, steht ihr bei.
Und alles, was in stolzen Farben
nach außen drängt, verkrüppelt nur,
zieht sich zusammen, schrumpft zu Narben,
und so verliert sich meine Spur…
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Hi, Gum!
Das ist - groß! Ein treffenderes Wort finde ich nicht. Das gehört gleich vorne in dein Best-of!!!
Alles am richtigen Platz, keine Unwucht, weder sprachlich noch inhaltlich noch klanglich - ein Meisterwerk, das verdient hätte, im Fundus der wenigen von vielen gekannten Glanzstücke deutscher Dichtkunst zu stehen!!! Chapeau!
Leicht neidvolle ;) Grüße, eKy
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Lieber Erich,
hab herzlichen Dank. Ich freue mich ganz toll über dein Lob.
Liebe Grüße
gummibaum
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Lieber Gummibaum,
ich kann mich Erich nur anschließen.
Obwohl mich Dein Gedicht zutiefst melancholisch zurückläßt.
So düster, so ohne "Licht am Ende"!
Passend zu Wetter und Gedenktag.
Herzlichen Gruß
von
Cyparis
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Es ist die Jahreszeit... Ein Sonnenstrahl für Cyparis!
LG gummibaum