die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: Ingo Baumgartner am Juni 22, 2010, 08:40:12
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Die Ähre verneigt sich und wiegt sich im Wind,
sie streckt ihre Grannen zur Sonne empor.
Nach Wärme ruft flehend ihr körniges Kind
mit hundert Geschwistern, ein elfischer Chor.
So füllt sich die Ähre, das Korn speichert Kraft,
verbündet dem Sommer in Würze und Glanz.
Sie reift, wenn das Schicksal mit Hagel nicht straft,
gelobt und gefeiert beim Danksagungstanz.
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hallo ingo,
dass du die kornkinder zu kleinen elfen erklärst, erinnert mich an die illustrationen alter kinderbücher:
da tanzten auch die wiesenblumen mit menschengesichtern oder es waren die sonnestrahlen oder die regentropfen...
das löst ein leicht nostalgisches empfinden bei mir aus. ich fand diese figuren immer niedlich.
in der dir eigenen , frieden ausströmenden art führst du dann das gedicht weiter bis zum harmonischen abschluss.
den reim kraft ( gelsen: krafft) und straft halt ich für nicht ganz sauber, aber das ist ja nur ein kleines korn in dem ganzen kornfeld.....
liebe grüße,
larin
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Lieber Ingo,
Du bist und bleibst unnachahmlich.
Schon die beiden ersten Verse ziehen in Bann.
Die Überleitung zum Erntedankfest tut ein Übriges!
Lieben Gruß
von
cyparis