die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Wo Enzian und Freiheit ist => Thema gestartet von: gummibaum am Dezember 19, 2013, 22:04:46
-
Man hört die Schritte derer, die mich jagen,
ihr Keuchen und mein Klatschen an die Wand,
mal laut, mal leiser, je nach Schwung der Hand,
und wer nicht trifft, wird lachen oder klagen.
So geht ihr Spiel inmitten glatter Wände,
ich bin dem Takt der Schläger ausgesetzt,
und fall, von Schranken im Karree gehetzt,
erneut in ihre sportlich muntren Hände.
Danach sind sie es, die sich prächtig fühlen,
entkleiden, duschen und bei einem Saft
entspannen und die heiße Stirn sich kühlen,
derweil mich schon, erneut in Folterhaft,
in einem dieser Käfige die Mühlen
der Freizeit mahlen, Fitnessleidenschaft.
-
Lieber Gummibaum,
dieses "sportliche" Sonett ist Dir wieder hervorragend gelungen.
Der Sklave seiner Obsession - wer kennt das nicht?
Aber wer, außer Dir, könnte es so hinreißend in Verse kleiden?
Dir meine Bewunderung mit lieben Grüßen!
Cyparis
Könnte Dir muntren statt muntern gefallen?
-
Danke, Cyparis. LI ist hier der Ball. Ich hatte "muntren", aber mein Korrekturprogramm machte einen roten Strich darunter.
LG gummibaum
-
aber mein Korrekturprogramm machte einen roten Strich darunter.
Es weiß nicht, was Lyrik bedeutet. :)