die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Dezember 28, 2013, 14:24:54
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Der Himmel ist wie blaue See
voll weiß gekrönter Wolkenwogen,
durch eine Dünung hell wie Schnee
verläuft des Horizontes Bogen.
Durchs Meer aus Weite ohne Grund
ist etwas wie ein Pfeil geflogen,
ein silberstarrer Falke, und
er hat dort seine Bahn gezogen,
gerade wie ein Messerrist.
Das Bild erscheint nun wie gelogen -
so hat, was allzu menschlich ist,
das eigne Himmelreich betrogen!
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Lieber Erich,
mir ist nicht klar, was Du hier mit allzu menschlich meinst.
Wenn meine Augen genarrt werden und die Wolken sich anders formen - ist das denn Betrug?
Verzeih, mit meinen grauen Zellen ist in der letzten Zeit kein Staat zu machen!
Liebe Grüße
von
Cyparis
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Hallo Erich,
Der Pfeil/starre Vogel ist für mich ein Flugzeug, aber vielleicht ist es nur ersehnt, hineinprojiziert. Passt zu Schnee nicht eher Brandung als Dünung?
LG gummibaum
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Hi, Cypi, Gum!
Du hast recht, Gum. Das Gedicht beschreibt einen Himmel, der vom Kondensstreifen eines Passagierjets in großer Höhe verunstaltet wird.
Wenn du, Cypi, dich an den TITEL des Gedichts erinnert hättest, wäre dir sofort klar gewesen, was das "was allzu menschlich ist" sein soll: Der Fortschritt, dem die Natur, das Schöne geopfert werden.
Vielen Dank für eure Echos!
LG, eKy
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Als kleines Kind schon fragte ich empört: "Warum machen die Kratzer an den Himmel?" Denn ich wusste ja, wie weh es tat, wenn mich eine Scherbe ritzte.