die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: gummibaum am Februar 16, 2014, 18:18:07
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Die Angst liegt an der Wurzel. Alles Schaffen,
selbst große Kunst und Liebe, wehrt ihr nicht.
Sie schält, wenn sie es braucht, aus jeder Schicht
des Menschlichen den nackten Affen.
Enteignet ist, was Mensch war. Was besessen,
gehört ihm nicht mehr, alles fällt, wird Tand,
er liegt entwurzelt blass in ihrer kalten Hand
und hat den Einspruch selbst vergessen.
Und doch gebührt der Angst, dass wir sie loben,
weil einzig sie uns zur Entfaltung zwingt,
so dass es uns für kurze Zeit gelingt,
uns überirdisch auszutoben.
Das Ende ist suboptimal und vorläufig, sorry.
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Hi, Gum!
Wenn das noch ein "work in progress" ist, will ich niucht weiter stören, nur soviel: S2Z3 hat einen Heber zuviel. Ich würde das "kalten" streichen.
Was ich bis jetzt zu lesen finde, gefällt mir sehr gut.
LG, eKy
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Bei mir persönlich ist der Ausdruck "überirdisch" anders besetzt.
Auf die pflanzliche Metapher bezogen, gefiele mir ein oberirdisch (auf der Erdoberfläche oder darüber) besser.
Ansonsten:
Von wahrer Qualität!
Herzlichen Gruß, gummibaum,
von
Cyparis
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Lieber Gummibaum,
auch ohne einen vollendeten Schlussteil ist dein Gedicht ganz vortrefflich!
Die längeren Verse sind ganz ungewohnt gegen deine anderen Texte,
aber ich finde es gut, auch mal andere Wege zu gehen.
Ein feines Gedicht!
LG Daisy