die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: galapapa am April 21, 2014, 12:20:27
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Als sacht die ersten Regentropfen fielen,
da wuschen sie ein Warten aus der Zeit.
Die Stunden schienen mit dem Sein zu spielen,
als seien sie vom Lauf der Welt befreit.
Ein wilder Wind verwirbelte das Schweigen
am Wegesrand mit trocknem Straßenstaub,
verfing sich müde in den stummen Zweigen,
starb flüsternd im erregten Eschenlaub.
Der Himmel hatte längst sein Blau vergessen,
schon als der Morgen aus dem Dunkel stieg,
als wollte er den Tag am Trauern messen,
das aus den ungezählten Gräbern schwieg.
Das Leben hat beim ersten Hieb verloren,
das Kampfgeschrei klang hohl, war ohne Sinn.
Die Helden blieben blass und ungeboren.
Verstanden hat man nie, von Anbeginn.
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HI, Charly!
Schöner könnte man es nicht in Worte kleiden - das ist ein ganz großes Gedicht von dir!
Was sollte man auch noch groß sagen können zum Maß menschlicher Kurzsichtigkeit und Blindheit? Wir werden es wohl nicht mehr erleben, dass man sich weltweit von großen Völkerschlachten lossagt, und wenn doch, findet man eben Gründe, sich zu "verteidigen"...
Solange es Maschinengewehre und alles gibt, was noch besser tötet, so lange wird es auch Arschgeigen geben, die all das benutzen, um zu bekommen, was sie wollen, und sei es nur mittels Erpressung.
Traurig, aber unabänderlich. Erst wenn bei uns im genetischen Gedächtnis verankert ist, dass Gewalt keine Lösung ist, wird sich da etwas ändern, und das dauert sicher noch an die zig Jahrzehntausende...
Allergernst gelesen vom lyrischen Standpunkt!
LG, eKy
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Lieber Galapapa -
dieser resignierende/resignierte Schmerzgesang ist ebenso deprimierend wie wunderschön gestaltet.
Aber wann je hat Erkenntnis Freude bereitet?
Im besten Falle die Akzeptanz der (eigenen) Vergänglichkeit.
Ein sich-damit-abfinden.
Beschönigend Altersweisheit genannt.
Naja - für mich.
Auf jeden Fall sind Verluste schmerzhaft - ob ich nun jung oder alt bin.
Der letzte Vers trifft ins Schwarze und unter die Haut.
Ich hätte die Eschen Espen (Zitterpappel) genannt.
Ganz lieben Gruß
vom
alten
Cyparis
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Lieber Erich,
danke für Deine lobenden Worte.
Triebfeder ist immer wieder Macht- und Habgier, ob es um Waffenproduktion geht oder deren Anwendung.
Solange die Rücksichtslosigkeit des Egoismus nicht ausgerottet ist, solange wird sich nichts ändern. Traurig aber wohl wahr.
Liebe Grüße!
Charly
Liebe Cyparis,
hab lieben Dank für Dein Lob und Deine Gedanken zum Text!
Ich liebe Eschen ihres gefiederten Laubes wegen. Auch diese Blätter tanzen aufgeregt im Wind durch ihre besondere Form.
Ich werde mal meine Eschen behalten und Du bist mir deshalb sicher nicht böse.
Liebe Grüße!
Charly
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Ein wilder Wind verwirbelte das Schweigen
am Wegesrand mit trocknem Straßenstaub,
verfing sich müde in den stummen Zweigen,
starb flüsternd im erregten Eschenlaub.
........da mag ich gar nicht mit einem moin moin Charly, dir für diese Zeilen danken.
Es ist für mich die bewegendste Strophe.
Sprachlosen Gruß
Curd
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Hallo Curd,
dann sag ich mit einem kräftigen "moin moin" herzlichen Dank für Deinen anerkennenden Kommentar!
Liebe Grüße!
Charly