die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: gummibaum am April 22, 2014, 18:33:39
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Ich kann euch nicht mehr sehen, ihr Gedichte!
Ihr Singsang aus der Wort- und Bilderwelt.
Noch eines mehr und all der Kitsch zerspellt
an meiner Lebensuhr die Taktgewichte.
Ich werde mich fortan solider halten,
mein Haus vergrößern, Ehrgeiz im Beruf
mit Aufstieg adeln, und was Mammon schuf
auf Auslandskonten steuerfrei verwalten.
Doch während ich den schönen Wandel träume,
der mich vom Lager auf die Beine bringt,
ist wilde Poesie darin, ich zäume
den Typus auf, der ich nicht bin, da hinkt
Reales mehr denn je. Ihr Wörterschäume,
erlöst mich aus dem Wirrsten, das mir winkt.
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H, Gum!
Ein treffliches Sonett "ad absurdum"!
3 Vorschläge zur gütigen Inbedachtnahme:
S1Z4 - "an meiner Lebensuhr die Taktgewichte."
S4Z2 - "...mehr denn je."
S4Z3 - "..., das mir winkt.
Weidlich schmunzelnd gelesen! ;D
LG, eKy
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Hi eKy,
das übernehme ich promt. Ich war mit diesen Stellen auch nicht zufrieden, hatte aber kein besseren Einfall. Die Lebensuhr wäre mir aber niemals eingefallen. Ein schönes Bild! Danke.
LG gummibaum
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moin moin, ein absolut realer Gedanke, den ich in meinem Leben umgesetzt habe. Erst die Arbeit, die Mammon bringt, dann entspannt darüber Gedichte schreiben.
Fröhlichen Gruß
Curd
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Lieber Gummibaum -
so gut in Verse gesetzt - das möchte ich auch einmal können!
Ich halte es - da Rentner - mit der Gewichtung anders:
Erst die Poesie, dann lange nichts und dann, wenn es sein muß, die Fron. ;)
Mitleidenden Gruß
von
Cyparis
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Hallo lieber Curd, lieber Cyparis,
hat ein bisschen gedauert, bis ich Dank sage. Aber jetzt mit Nachdruck wie ein Donnerschlag : D A N K E !
LG gummibaum
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Solche Gewitter liebe ich! :)
LG!
C.