die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: gummibaum am April 26, 2014, 15:01:39
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Ich sitze, in drängendes Denken gekauert,
das Kinn auf dem Rücken der Hand aufgestützt,
ein Nackter, der nichts als sich selber besitzt,
auf kippendem Weltstumpf, vom Wahnsinn umlauert,
und denke mir alles so sinnlich ins Leben,
die Lust ohne Sünde, die kopflose Gier,
und pflanze im Denken in jeden sein Tier,
um Menschen bereichert ins Dasein zu heben.
Denn ist nicht ein Fallen vor allem Beginnen
und drängt nicht erst Eros den schlafenden Keim
zum Wachsen, den Mensch aus dem traulichen Heim
ins bildende Schaffen mit all seinen Sinnen?
Nach: A. Rodin: Der Denker (Plastik aus dem Höllentor)
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Hi, Gum!
Gut be- und verdichtet! Ich sehe in Rodin's berühmtem "Denker" ja eher einen "Grübler" oder "Brüter" ;D, aber das mag ein subjektiver Eindruck sein.
Sehr gern gelesen!
LG, eKy
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Danke, Erich. Ja, man kann ihn verschieden deuten. Ein bisschen ist Rilkes Sicht eingeflossen.
http://www.textlog.de/3685.html
Alles Liebe
gummibaum
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Lieber Gummibaum,
ich sehe ihn auch eher grüblerisch, nachdenkend, kontemplativ.
Aber kein Wunder, daß Du auf Rilke hinweist: Waren die beide doch Freunde.
Dein Gedicht ist sehr gelungen; wieder eine Perle auf der Wiese!
Herzlichen Gruß
von
Cyparis