die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: gummibaum am Juli 01, 2014, 19:12:51
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Wohin ich schaue, nichts als Stufen,
in jede Richtung steigt das fort,
und bannt mich seltsam, flieht den Ort,
hier sammelt sich ein Unberufen.
Und wollt ich weichen, meine Schritte
verirrten sich zum falschen Ziel,
und brächten mich zurück zur Mitte
in stetigem Verwirrungsspiel.
Entsetzlich ist die Zeit geweitet,
der Raum strömt fort, in Fernes ein,
ein letztes Hier und Jetzt entgleitet -
ich bin so grenzenlos allein.
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Einfach nur wundervoll und tief.
Streift heftig an Genialität.
Cyparis
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Hi, Gum!
Sehr schön, auch wenn die Stimmung albtraumhaft und beängstigend ist. Es liest sich ganz wie eine perfekte Antithese zu Hesse's "Stufen" - gewollt oder Zufall?
Jedenfalls höchst gelungen, beschwörend, zwingend - ein schauriges Kopfkinokaleidoskop!
Sehr gern gelesen!
LG, eKy
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Hallo Gummibaum,
dein großartiges Gedicht erinnert mich an einen Irrgarten oder auch an ein Spiegelkabinett. Je mehr der Versuch ans Ziel zu kommen misslingt, umso beklemmender wird die ganze Situation.
Gefällt mir sehr, sehr gut! Großes Kompliment!
LG Daisy
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Cyparis, Erich, Daisy,
ganz herzlichen Dank. Nein, an Hesse habe ich nicht gedacht.
LG gummibaum
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Nicht an Hesse (wie bei Daisys "Hommage"), aber an Escher, den auch ewig Suchenden, obwohl er im Grunde der Spititualität abhold war.
LG
Cyparis