die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Zwischen Rosen und Romantik => Thema gestartet von: cyparis am Juli 16, 2014, 19:28:36
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Ich muß Dich lassen.
Weiß nicht, wie ich's werd tragen können.
Weiß nur: Bricht alles nun entzwei.
Erneut der Gang durch dunkle Gassen,
die keinen Trost mir gönnen.
Droben: Scorpion, Cassiopei.
Die letzten Blicke.
Weiß nicht, ob nicht zu Asch ich werde;
Jedoch: Da ist ja keine Glut.
Zum Später weder Weg noch Brücke,
vor mir die trostlos graue Erde.
Und woher nehm ich neuen Mut?
Das endlich letzte Wort.
Die Kehle brennt mir jetzt schon von den Tränen.
Vorbei. Die Tür an Henkers Statt.
Und letzter Schritt. Und fort.
Da draußen wird der Abgrund gähnen.
Und ich: Von Deinem Blick so matt.
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Ein "Verarbeitungsgedicht", das zeigt, dass Du mit einem Thema noch lange nicht zu Ende bist und wohl nie zu einem Ende kommst. Denn diese Art Gedicht von Dir lese ich schon seit längerer Zeit, es sind immer neue Variationen. Aber gerade daran ist erkennbar, wie viele neue Gedanken und Verarbeitungsmöglichkeiten entstehen können. Und jedesmal trifft es ins Herz.
LG
Aspasia
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Hi, Cypi!
Sehr gelungen - da möchte ich mal gar nichts verändern! Über die Ursachen für diese Art der Thematik weiß ich wenig bis nichts (hab auch nie gefragt). Dennoch sehr gern gelesen!
LG, eKy
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Hi, Aspasia und Hi, Erich -
ja, das ist ein Thema, das mich wohl so bald nicht loslassen wird.
Danke fürs "gelungen"!
Liebe Grüße
von
Cyparis