die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Curd Belesos am Juli 24, 2014, 00:34:47
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He alter Mann, verzagst du nun am Leben,
Weil dir die Kraft zum Weiterleben fehlt?
Hat man dir nicht genügend Geld gegeben,
Ist nicht dein Herz von Mammon tief beseelt?
Bist du verletzt, weil niemand hier auf Erden
Dir ehrlich Antwort auf die Fragen gibt,
Was einmal mit dir nach dem Tod soll werden,
Da du dich immer selber nur geliebt?
An Gold und Silber kann dein Blick sich weiden,
Doch klingt dir erst der Totenglocke Ton,
Wirst du als Bettler aus dem Leben scheiden,
Denn all dein Reichtum ist nur Illusion.
© Curd Belesos 06.12.2013
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Hallo Curd,
geht nun der Arme leichter in den Tod? Weil er sich immer schon an Immateriellem bereichern musste und der Tod dessen Quintessenz ist?
LG gummibaum
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Hi, Curd!
Sehr gut geschrieben! Treffend umreißt du die Strafe der Gier.
Einzig eine Kleinigkeit: In S1Z1,2 wiederholst du "Leben/Weiterleben". So kurz hintereinander fällt das auf. Alternative: S2 - "Weitermachen"
S1Z4 - "von Mammon" läse sich flüssiger, da keine 2 "m" aneinanderprallen.
S3Z2 - "Herz" statt "Hirn" würde mir dort inhaltlich besser gefallen. Das vermiede auch die eher unlyrische Verkürzung von "Gehirn".
Sehr gern gelesen!
LG, eKy
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Lieber Curd,
Du seltener Gast!
Das Gedicht stimmt mich sehr nachdenklich.
Ich fürchte, der Mammonanbeter wird bis zum letzten Stündlein nicht erkennen, daß er im Grunde ein armer Bettler ist/war.
Von wannen auch sollte die Einsicht kommen?
Wer so am "Golde" hängt, löst sich nicht. Eher ist ihm das Jenseits gleichgültig.
(So sehe ich das).
Ich finde das Gedicht sehr gut durchdacht und gemacht.
Aber deprimierend ist es, daß es solche Goldnes-Kalb-Hörige gibt.
Lieben Gruß
von
Cyparis
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Moin moin gummibaum,
geht nun der Arme leichter in den Tod?
:) ja, denn sein letztes Hemd hat keine Taschen für die Goldtaler ;D
Hi, eKy
Danke für deine technische Hilfe, habe sie gerne in Anspruch genommen. Am Leben/weiterleben, arbeite ich allerdings noch. Ich habe es zwar gewollt, aber dein Einwand hat seine Berechtigung.
Aus dem Land zwischen den Meeren einen sonnigen Gruß an dich Cyparis,
denn sie scheint mir wieder und beim Lesen der Nachrichten, wurde ich gewahr, dass auch der zweite Albrecht verstorben ist.
Das Gedicht zielt nicht auf ihn ab. Ich habe daher das Datum der Entstehung unter die Verse gesetzt.
Sein Tod stimmte mich allerdings nachdenklich und mir fielen meine Verse wieder ein.
Es ist aber kein Nachruf auf den reichsten Mann Deutschlands.
Ich freue mich über eure Gedanken und Kommentare und bin glücklich wieder hier sein zu können.
Curd
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Aus Aktien, statt vom Wind verweht
Wird mir ein Leichenhemd genäht
Zur Hälfte wird der Sarg, welch Büld
Mit Euro-Münzen volljefüllt
Und wennse schleppen denn den Kasten
Da ham die Träger wat zu asten