die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Sprüche, Gedanken, Gescheites => Thema gestartet von: cyparis am August 11, 2014, 16:33:10
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Wie soll ich es sagen?
Was der Frühling mir hergetragen,
ward herbstens fahl,
nicht Frucht, nicht rot,
mir Hungerdem Qual
gleich bitterem Gebot.
Dennoch blieb mir die Wahl:
Es klingt Dein Lied
in meinen Klagen.
Da ich einst von Dir schied:
Es tröstet mich,
Dir unsre Melodie
zum Stein zu tragen.
ad hoc
11. August 2014
Von Erich Kykal modifizierte Fassung:
Wie soll ich es sagen?
Was Frühling mir hergetragen,
ward herbstens schon fahl,
nicht Frucht, nicht rot,
mir Hungerndem Qual
gleich bittrem Gebot.
Doch blieb mir die Wahl:
Es klingt mir Dein Lied
wohl aus meinen Klagen.
Da ich von Dir schied,
so tröstet es mich,
Dir unsern Gesang
zum Steine zu tragen.
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Hi, Cypi!
Gibt es einen speziellen Grund für die viiieeelen Leerzeilen am Anfang und am Ende? ???
Wie soll ich es sagen?
Was der Frühling mir hergetragen, Das "der" könntest du weglassen.
ward herbstens fahl, Mit "schon" drin wär's runder.
nicht Frucht, nicht rot,
mir Hungerdem Qual "Hungerndem"
gleich bitterem Gebot. "bittrem" oder "bittern" passt in den Takt.
Dennoch blieb mir die Wahl: "Doch" statt "Dennoch".
Es klingt Dein Lied "Es klingt mir Dein Lied
in meinen Klagen. wohl aus meinen Klagen." So wär's im Takt, und "aus" wäre logischer, oder?
Da ich einst von Dir schied: "einst" ist zuviel.
Es tröstet mich, Komma nach "schied", und dann: "so tröstet es mich,"
Dir unsre Melodie Da passt die Betonung nicht. "Dir unsern Gesang" wäre gut.
zum Stein zu tragen. "zum Steine" macht die Zeile runder.[/quote]
Mit Änderungen:
Wie soll ich es sagen?
Was Frühling mir hergetragen,
ward herbstens schon fahl,
nicht Frucht, nicht rot,
mir Hungerndem Qual
gleich bittrem Gebot.
Doch blieb mir die Wahl:
Es klingt mir Dein Lied
wohl aus meinen Klagen.
Da ich von Dir schied,
so tröstet es mich,
Dir unsern Gesang
zum Steine zu tragen.
Ich hoffe, ich hab's nicht übertrieben!
LG, eKy
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Lieber Erich,
wenn Du nicht wärest -
viele meiner Gedichte blieben "unvollendet".
Hab Dank, Dank!
Cyparis
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Du brauchst mich oben im Gedicht aber nicht immer extra erwähnen und die modifizierte Version extra darunterstellen. Wer die Urversion lesen möchte, kann das ja in meinem Kommi tun. Also einfach austauschen, ohne mich groß zu erwähnen - man kommt sich ja wie ein Oberlehrer vor, der seine Schüler zwingt, eine Verbesserung zu schreiben... ;D
LG, eKy
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Liebe Cyparis,
die Urversion ist wunderbar, aber die geglättete Fassung ist großartig und perfekt!
Schmerzlich und tröstend zugleich, einfach unglaublich berührend.
Das sind "DEINE" Gedichte und die sind unvergleichlich!
Herzlichen Gruß
von
Daisy
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Liebe Daisy -
jedem Gedichtleser mag die eine oder die andere Fassung besser gefallen.
Das spielt für mich (hier, bei diesem Text) keine große Rolle.
Der Uralt-Schlager geht noch weiter,.
Vielleicht wird auch daraus ein Erinnerungsgedicht.
Ganz lieben Gruß
von
Cyparis
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Hallo Cyparis,
deine Klage tönt in deiner herber Schönheit.
Sehr gern gelesen
LG gummibaum
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Lieber Gummibaum,
hab Dank für Deine Zeilen!
(Das "Lied" - eigentlich ein Schlager - Ich hab mich so an Dich gewöhnt... bekam ich oft auf dem Klavier vorgespielt oder auch vorgesummt).
Die Erinnerung selbst ist ein Gewinn (für mich).
Herzlichen Gruß
von
Cyparis
PS
Anschlußverse "Und dennoch..." stehen bereit. :)