die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Seeräuber-Jenny am August 26, 2014, 00:20:55
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"Und sehe, daß wir nichts wissen können!
Das will mir schier das Herz verbrennen."
(Goethe: Faust, Der Tragödie erster Teil, Nacht)
Und schaue ich mich heute um,
sehe ich: Weiter sind wir dumm,
dass wir so blind durchs Leben gehn,
wir tun so, als wär nichts geschehn,
nichts, was Mephisto uns gelehrt,
wissen, ein Leben ist nichts wert,
können, wie Doktor Frankenstein,
das Schöpferlein von Monstern sein,
will sagen, Wissenschaft und Kunst
mir scheinen bloßer Schwefeldunst,
schier werd ich da zum armen Tor,
das kommt mir alles gruslig vor.
Herz, weine mit mir eine Träne,
verbrennen wir die bösen Pläne!
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Liebe Seeräuber-Jenny -
ein gelungenes Wortakrostichon.
Ich hätte es, dank des Vorsatzes, auch ohne Fettschrift erkannt.
Ich habe Ähnliches (aber nach einem Vers des anderen Großen) auch gebracht.*
Wie schön, daß Du den Spruch etwas verzerrt, bzw. schraffiert hast.
Umso deutlicher wird die zeitübergreifende Gültigkeit.
Lieben Gruß
von
Cyparis
*http://www.dielyrik-wiese.de/lyrik-wiese/index.php?topic=3901.0
(noch unkommentiert)
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Danke, liebe Cyparis!
Nein, für dich hätte ich die Akrostichon-Wörter nicht fett schreiben müssen. Du würdest Akrosticha blind erkennen!
Faust, der Mensch, der seine Grenzen nicht akzeptieren will, und Mephisto, der große Verführer, sind nach wie vor aktuell.
Habe deinen "Wallenstein" gelesen. Hat mir sehr gut gefallen.
Lieben Gruß
Jenny
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;)
Gelesen hast Du Eger-Wallenstein sehr wohl -
kommentiert jedoch nicht. :) ;)
Nachtgruß
von
Cyparis
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Aber sicher! ;)