Vertane Zeit - sie steht quer,
atmet schwer, liegt wie Schmerz
auf den Zeigern der Uhren.
Die Stunden räkeln wie Huren
sich faul in den Kissen der Hügel.
Wer durchtrennte die Zügel
zum Kutschbock der Tage?
Wer es auch sein mag,
dort hockend und lockend
nach lüsternem Schlaf:
Wehre dich brav. Widersage!
Hi, Cypi!
Ich hatte es in Seelchens Nachtlied im Kommi, jenes war das 2. Gedicht, das ich in diesem Stil versuchte. Hier nun nochmals Rilkes Vorlage und Inspiration:
GEBET
Ernster Engel aus Ebenholz:
Du riesige Ruh.
Dein Schweigen schmolz
noch nie in den Bränden
von Büßerhänden.
Flammenumflehter!
Deine Beter
sind stolz:
wie du.
Der du versteinst,
du über den Blicken beginnender
König, erkiese
dir ein Geschlecht,
dem du gerecht
erscheinst,
saumsinnender
Riese.
Du, aller Matten
Furchteinflößer,
Einer ist größer
als du: dein Schatten.
LG, eKy