die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Wo Enzian und Freiheit ist => Thema gestartet von: Thomas am Oktober 24, 2014, 10:53:44
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Jugendliches Geständnis
Das Schicksal war ein wenig ungeschickt,
warf mir die Scheiben in der Seele ein,
man sagt ja immer, Scherben bringen Glück,
doch es zerrieb sie schmerzhaft Stück für Stück,
denn Regen, Kälte, Feindschaft, böser Blick,
zu leicht dringt alles tief in sie herein.
Erst habe ich versucht, sie einzugipsen
und zu vernageln mit Krawall und Krach,
dann überlegte ich sie auszuknipsen
und lag darüber viele Nächte wach,
bis ich entschloss nach außen mich zu richten
und mir das Seelenweh heraus zu dichten.
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Hallo Thomas,
herauszudichten ist eine schöne Idee,
wenn man fühlt solch Seelenweh!
Erschaudernd gelesen,
Letreo
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Hi, Thomas!
Gefällt mir sehr gut, bloß in S1Z4 hat sich ein Fehlerchen eingeschlichen: DAS Schicksal zerrieb dir - also "es", nicht "sie", oder?
S1Z6 - "alles" klein, oder?
S2 gefällt mir besonders gut.
Sehr gern gelesen!
LG, eKy
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Liebe Erich,
vielen Dank für die Korrektur. Ich habe es verbessert, und so sollte klar werden was das Schicksal mit der Seele anstellt - wenn man nicht aufpasst.
Liebe Grüße
Thomas
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Lieber Thomas,
ich hab ein ganz klein wenig an Deinem Gedicht rumgefummelt, das Dir übrigens prächtig gelungen ist.
Das Schicksal war ein wenig ungeschickt,
warf mir die Scheiben meiner Seele ein,
man sagt ja immer, Scherben bringen Glück,
doch es zerrieb sie schmerzhaft Stück für Stück,
denn Regen, Kälte, Feindschaft, böser Blick:
zu leicht dringt alles tief in sie hinein.
Erst habe ich versucht, sie einzugipsen
und zu vernageln mit Krawall und Krach,
dann überlegte ich, sie auszuknipsen
und lag darüber viele Nächte wach,
bis ich beschloss, nach außen mich zu richten
und mir das Seelenweh heraus zu dichten.
(beschließen oder sich entschließen).
Du nimmst es mir bestimmt nicht übel! :)
Herzlichen Abendgruß
von
Cyparis
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moin moin Thomas,
....und mir das Seelenweh heraus zu dichten.
man spürt bei vielen deiner Arbeiten diesen Gedanken. Das ist gut. Das ist der Zustand , in dem die besten Werke entstanden und entstehen.
Schrei (b) es hinaus in die Welt, ....
Es gefällt mir sehr.
LG
CB
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Lieber Curd Belesos,
vielen Dank für dein Verstehen.
Liebe Grüße
Thomas