die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Zwischen Rosen und Romantik => Thema gestartet von: Seeräuber-Jenny am Oktober 28, 2014, 20:36:21
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Die Liebe schien uns wie die Sonnenstrahlen,
so hell und warm, voll Heiterkeit und Leben,
vermochte uns die Leichtigkeit zu geben,
uns kühne, bunte Träume auszumalen.
Doch brannte sie so heiß, dass wir verglühten.
Da zogen schwarze Wolken sich zusammen,
ein Blitz schlug ein und alles stand in Flammen,
zerfiel zu Asche, wie wir uns auch mühten.
Der Sommer starb, kaum dass er angefangen,
an einem grauen Tag ist er gegangen,
dahin der goldne Glanz der Sonnenstrahlen.
Das Jahr vergeht, die Träume, sie verblassen.
Im Mantel geh ich durch die kalten Gassen,
geschützt vor Wind und Sturm und Höllenqualen.
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Hi, Jenny!
Ein gelungenes Sonett!
Bloß die Conclusio erscheint mir etwas lasch. Wie wäre dies: "und leide nun des Winters Höllenqualen." (nach denen des Sommers)
Da das Gedicht quasi ein Gleichnis auf eine verlorene Liebe darstellt, würde sich dies anbieten: In (emotionaler) Sommerglut verbrannte das Gefühl, und nun leidet das LyrIch die Isolation, Kälte und Einsamkeit eines (emotionalen) Winters.
Sehr gern gelesen! :) Schreib mehr Sonette - du bist gut!
LG, eKy
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Hi, Jenny!
Ein gelungenes Sonett!
Bloß die Conclusio erscheint mir etwas lasch. Wie wäre dies: "und leide nun des Winters Höllenqualen." (nach denen des Sommers)
Da das Gedicht quasi ein Gleichnis auf eine verlorene Liebe darstellt, würde sich dies anbieten: In (emotionaler) Sommerglut verbrannte das Gefühl, und nun leidet das LyrIch die Isolation, Kälte und Einsamkeit eines (emotionalen) Winters.
Sehr gern gelesen! :) Schreib mehr Sonette - du bist gut!
LG, eKy
Ich finde diese Conclusio extrem spannend und auch erlösend, Erich - also ganz anders als du. Es handelt sich um eine "l'amour fou" (ich hoffe, ich habe das richtig geschrieben), um eine wahnwitzige Liebe, um die Hölle auf Erden. Doch die große Liebe erkaltet, nach einem Jahr ist alles vorbei. Die Hitze - oder besser: die Hitzigkeit - kommt nicht mehr. Das lyrische Ich braucht einen Mantel, um sich vor der plötzlichen Kälte zu schützen. Und dann stellt das lyrische Ich fest: Da war ja gar nichts Großes, ich tat mir mit dieser Hitze nur etwas an, dabei vermisse ich sie gar nicht, weil ich mir jederzeit einen Mantel anziehen kann. Das wünsche ich jedem Menschen, dessen Liebe gerade zu Bruch gegangen ist: einen warmen Mantel - egal, zu welcher Jahreszeit.
Ich finde dieses Gedicht großartig.
LG
Aspasia
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Hallo ihr Lieben,
ja, Aspasia hat das Gedicht genau in meinem Sinne interpretiert: Erzählt wird die Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe, die allzu schnell zur heißen Hölle wird, und am Ende bleibt nur noch Asche übrig. Doch wie sagt man: Zeit heilt alle Wunden! Durch die kalte Jahreszeit geht das LI nun zwar allein, aber ein warmer Mantel bietet Schutz.
Vielleicht entdeckt das LI ja stattdessen seine Leidenschaft für Sonette. Ebenso wie die Dichterin, die sich bereits Gedanken über den nächsten Kranz macht.
Danke für euer Lob!
Liebe Grüße
Jenny
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Jenny!
Mir bleibt die Spucke weg - so gut ist das.
Was sonst könnte ich schreiben???
Irgendwann kommt einmal ein Band
"Beste und schönste Wiesendichtungen" heraus.
Hoffentlich erlebe ich es noch.
Cyparis
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moin moin Jenny,
hier mein Senf:
und leide nunmehr keine Höllenqualen.
würde ich änder in :
und leide nunmehr keine Höllenqualen.
Ob mit oder ohne Änderung, es gefällt mir, vor allem die letzte Zeile.
Ein starker weiblicher Gedanke ;)
Lieben Gruß von Curd.
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Hi, Curd!
Täusche ich mich, oder ist dein Änderungsvorschlag identisch mit der Originalzeile? :D
Was ich oben ebenfalls schon monierte (leider wurde es von Jenny weder beachtet noch beantwortet), ist diese Schlusszeile, wo mir das "nunmehr" nicht gefällt - es wirkt zu emotional aufgeräumt, sowas liest man normalerweise in Quartalsberichten oder so.
Anderer Vorschlag:
"und leide weiter keine Höllenqualen."
LG, eKy
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du täuscht dich nicht,
heute ist ein Feiertag, da habe ich immer einen ganz besonderen Humor.
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wie wäre es mit
nicht mehr?
Aber mir fällt bestimmt noch mehr ein.
Nur heute nicht.
Lieber Erich -
Seeräuber-Jenny ist z.Zt. sehr eingespannt, was aber nichts mit mangelndem Interesse am Forum zu tun hat. :)
Cypi
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Hi, Cypi!
In diesem Fall ist das Pikante bloß, dass Aspasia nach mir kommentierte und dabei meinen kompletten Kommi von davor in ihre Antwort hineinkopierte. Diesen Kommi (von Aspasia) HAT Jenny beantwortet. Meinen Kommi konnte sie also nicht gut übersehen haben.
Aber das ist nicht weiter von Bedeutung - nicht, dass jemand denkt, ich wäre darob angefressen oder so. Ich möchte nur die Beweggründe für meine von dir kommentierte Aussage verstanden wissen.
LG, eKy
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Oh, das ist mir gar nicht aufgefallen!
Aber eigentlich ist es nicht Jennys Art, Kommentare unbeantwortet zu lassen. ???
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..............vielleicht ist sie beim poetry slam und feiert ???
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Aber garantiert nicht auf poetry.de! ;D
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Ihr Lieben,
nee, feiern ist leider nicht. Jedenfalls nicht im engeren Sinne. Gestern, zum Tag der Toten, nahm ich an einer Mahnwache vor der Mexikanischen Botschaft teil. Es wurden der 43 Studenten gedacht, die bei einer Demo in Guerrero verschleppt wurden und seitdem verschwunden sind. Ein Gedicht folgt. Und gleich gehe ich zu einer Trauerfeier für meinen Freund und früheren Mitstreiter Dr. Joachim Eul. Die Zeit ist also knapp, zumal sich die Verhandlungen wegen des Katzenkalenders hinziehen. Ich hoffe, ihr könnt mir angesichts dieser schwerwiegenden Gründe noch mal verzeihen. :-[
Lieber Erich, mein erster Kommentar war sowohl an dich als auch an Aspasia gerichtet. Darin habe ich dargelegt, wie die Stelle mit den Höllenqualen gemeint ist:
Hallo ihr Lieben,
ja, Aspasia hat das Gedicht genau in meinem Sinne interpretiert: Erzählt wird die Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe, die allzu schnell zur heißen Hölle wird, und am Ende bleibt nur noch Asche übrig. Doch wie sagt man: Zeit heilt alle Wunden! Durch die kalte Jahreszeit geht das LI nun zwar allein, aber ein warmer Mantel bietet Schutz.
Vielleicht entdeckt das LI ja stattdessen seine Leidenschaft für Sonette. Ebenso wie die Dichterin, die sich bereits Gedanken über den nächsten Kranz macht.
Danke für euer Lob!
Liebe Grüße
Jenny
Das Wörtchen "nunmehr" klingt in der Tat recht beamtendeutsch. Mein berufliches Umfeld färbt eben ab. Danke für eure Vorschläge! Habe die letzte Zeile umgeschrieben. So kommt auch der warme Mantel zu seinem Recht. Ich hoffe, die Änderung sagt euch zu.
Liebe Grüße
Seeräuber-Jenny
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moin moin Jenny,
das ist nunmehr eine hervorragende Lösung.
LG
CB
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Hallo Curd,
ja, ich denke, so ist es in Ordnung.
Möchte mich nunmehr bei euch allen für die Diskussion bedanken! :)
Liebe Grüße
Jenny
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Großartig, liebe Jenny!
Tief berührten Gänsehautgruß!
charis
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moin moin Jenny,
eventuell, nur weil ich es fühle, solltest du auf das "da" in S2/Z2 verzichten und eine andere Wortwahl für die Zeile suchen.
Das Gedicht lässt sich wunderbar lesen, ohne das "da" wäre es für mich perfekt.
Das Gedicht erfreut mich sehr.
Curd
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Hallo Curd,
das "Da" entspricht meinem Stil. Du wirst es häufig in meinem Gedichten finden. Ich überlege noch, ob ich es durch "Schnell" o.ä. ersetze, aber wahrscheinlich lasse ich es so.
Freut mich, dass ich dich erfreuen kann.
Lieben Gruß
Jenny
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Danke, liebe Charis!
Guter Tipp gegen Gänsehaut: ein mollig warmer Mantel! ;)
Lieben Gruß
Jenny
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............da zuckte er zusammen, denn er merkte, dass seine Einlassung ihr gefühltes Weltbild angriff.
Er schwieg und lenkte das Thema auf eher nebensächliche Begebenheiten,
in der Hoffnung so zur Tagesordnung und zur Normalität zurückkehren zu können.
OK
Guten Morgen.
Curd
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;D
Oh, das war nicht meine Absicht. Es tut mir leid!
Trotzdem einen schönen Tag,
Seeräuber-Jenny